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Mittlerweile spricht es sich immer mehr herum, dass moderne und erfolgreiche Kommunikation ohne gute Geschichten nicht auskommt. Auch bei PowerPoint-Präsentation wird dieses Stilelement immer häufiger verwendet. Aber was macht eine gute Geschichte aus, und wie setzt man die Idee zu einer Geschichte professionell an? Das verrate ich Ihnen im vorliegenden Blogbeitrag.

Man liest immer häufiger vom Nutzen des Storytelling, auch wir haben schon darüber geschrieben. Ich erlebe das auch bei Vorträgen mit steigender Tendenz. Immer mehr Redner wollen durch interessante Geschichten beim Publikum punkten. Doch leider klappt das längst nicht immer so wie erhofft. Nicht selten kommt die Geschichte, die um die Präsentation herum gewoben werden soll, bei den Zuschauern nicht an. Anstatt dem Presenter gebannt zu folgen, fangen sie an mit dem Nachbarn zu tuscheln oder mit ihrem Handy zu spielen. Selbst wenn der Redner rhetorisch durchaus begabt ist, kann das Storytelling trotzdem daneben gehen. Einige Tipps sollten Sie beachten.

1. Legen Sie keine Faktensammlung an, sondern konzentrieren Sie sich auf die Story!

Es geht nicht darum, möglichst viele Informationen in eine Geschichte hinein zu basteln. Viele Referenten wollen oft so viele Infos wie möglich unterbringen. Das geht fast automatisch zulasten der Story. Legen Sie Wert darauf bei Ihrem Publikum Emotionen zu erzeugen. Es ist besser, Sie können Ihrem Publikum drei wichtige Informationen durch eine spannende Geschichte „verkaufen“, als zwölf Fakten unterzubringen, die aber Ihre Geschichte so öde macht, dass niemand zuhört. Überlegen Sie ganz genau, welche Emotionen Sie bei Ihrem Auditorium auslösen wollen. Welches Gefühl wäre hilfreich für den Erfolg Ihrer Präsentation?

2. Binden Sie das Publikum in die Geschichte ein!

Ihre Zuhörer werden von Ihrer Geschichte eher gepackt sein, wenn sie sich in die Handlung gut hineinversetzen können. Die Story sollte also nicht primär das Ziel verfolgen, Sie oder Ihr Produkt gut aussehen zu lassen. Stellen Sie Ihr Publikum in den Fokus Ihrer Überlegungen. Wenn sich die Menschen, die Ihnen zuhören, mit der Geschichte identifizieren können, haben Sie gute Chancen, dass sie sich auch mit der Botschaft der Story identifizieren.

3. Bauen Sie Ihre Story professionell auf!

Gute Geschichten ähneln sich in ihrer Struktur und das seit mehreren Tausend Jahren Menschheitsgeschichte. Die Protagonisten (Held, Heldin, oder Gruppe) werden zunächst vorgestellt. Sie müssen dann Abenteuer bestehen und können am Ende der Geschichte einen Erfolg (das kann auch nur ein Erkenntnisgewinn sein) für sich verbuchen. Auch für die Story in Ihrer Präsentation brauchen Sie einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss.

Der Anfang

Hier führen Sie das Publikum sozusagen in das Stück ein und erklären, um was es in Ihrer Geschichte überhaupt geht. Die Situation der handelnden Figuren ist hier noch entspannt und unter Kontrolle.

Der Mittelteil

Hier passiert das Unerwartete. Unsere Helden werden mit einem Problem konfrontiert. Um es zu lösen, müssen sie handeln. Hier zeigen Sie, welche Handlungen notwendig sind, um zu einer Lösung zu gelangen.

Der Schlussteil

Die Helden haben gesiegt. Auf sie wartet eine positiv veränderte Welt. Wenn Sie die Geschichte richtig erzählt haben, identifiziert sich Ihr Publikum mit der Erzählung und möchte für sich ebenfalls diese positiven Veränderungen in seinem Leben.

So simpel dieses Schema auch erscheinen mag, im Grunde funktionieren fast alle Hollywood-Blockbuster nach dieser einfachen Formel. Wenn Sie etwas Energie in die Entwicklung Ihrer Geschichte investieren, können Sie eine Story in Ihre Präsentation einbinden, die das Publikum wirklich emotional dorthin führt, wo Sie es gerne hätten.


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint-Trainings und Präsentationsschulungen inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Eine PowerPoint-Präsentation kann schnell langweilig werden, wenn die Zuschauer außer den Folien nichts zu sehen bekommen. Das geschickte Einbinden von einem Gegenstand, der mit dem Präsentationsthema in Verbindung gebracht wird, kann eine interessante zusätzliche dreidimensionale Komponente in Ihre Präsentation bringen.

Geben Sie dem Gegenstand den Vorrang

In PowerPoint-Präsentationen sind häufig Abbildungen zu sehen. Bilder von Produkten zum Beispiel, die in der Präsentation vorgestellt werden sollen. Es stimmt zwar, dass ein Bild oft mehr sagt als Tausend Worte, aber besser als ein Bild von einem Gegenstand ist der Gegenstand selbst. Wenn Sie etwa ein innovatives neues Handy bewerben wollen, sind Fotos gut für einen ersten Eindruck. Wenn Sie Ihrem Publikum ein besseres Verständnis von diesem Handy geben wollen und der Kreis Ihrer Zuschauer nicht allzu groß ist, können Sie ein paar Original-Exemplare herumgehen lassen. Ihr Auditorium merkt dadurch, wie sich das Mobiltelefon anfühlt, wie schwer es ist, vielleicht geht sogar ein leichter Geruch von ihm aus.

Sie geben Ihrem Publikum die Möglichkeit mit weiteren Sinnen wie der Haptik Ihr Produkt wahrzunehmen. Es wird dadurch erfahrbarer. Bei der Präsentation eines neuen Pkws wird dem Fachpublikum fast immer ein Original-Wagen gezeigt, den man aus der Nähe bestaunen kann und in dessen Innenraum man vielleicht sogar Probe sitzen darf. Es ist natürlich nicht immer möglich, ein Produkt zum Beispiel während einer Unternehmenspräsentation im Original zu zeigen. Man denke nur an Bürogebäude, Luxusdampfer, Großraumflugzeuge oder einen Tyrannosaurus Rex. Hier kann eine Nachbildung im passenden Maßstab nützlich sein.

Vorteile bei der Präsentation mit Gegenständen

Ein Objekt in 3-D bringt einfach eine zusätzliche Dimension in Ihren Vortrag und hilft dem Gehirn bei der Verarbeitung von Informationen. Durch Objekte lassen sich oft auch abstrakte Fakten anschaulich vermitteln. Nehmen wir an, Sie wollten die Konzentration einer chemischen Substanz in einem Produkt erklären und die Verträglichkeit für die Umwelt zu verdeutlichen. Dann könnten Sie vielleicht ein mit Wasser gefülltes Aquariumbecken aufstellen. Sie bitten Ihr Publikum sich nun 400 dieser Becken vorzustellen, die zusammen einen Behälter ergeben. Dann geben Sie mit einer Pipette einen Tropfen Wasser in das Aquarium und erklären, dass auf 400 Becken gerade einmal ein Tropfen dieser Substanz der Konzentration in Ihrem Produkt entspricht. Damit können die Zuschauer mehr anfangen als mit einer nackten Zahl. Ein ähnliches Beispiel ist das Aufstapeln von Zuckerwürfeln, um zu zeigen, wie hoch der Zuckergehalt in einem üblichen Erfrischungsgetränk im Vergleich zu einem gesunden Getränk  ist.

Kombinieren Sie auch mal unpassende Dinge

Ein weiterer Trick um das Publikum neugierig zu machen, ist das Verbinden von scheinbar unpassenden Dingen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Sie könnten zum Beispiel ein Poster des Kölner Doms aufhängen und Ihre Zuhörer fragen, was der Kirchenbau mit Ihrem Produkt zu tun haben könnte. Vielleicht fügen Sie noch hinzu, dass es eine bestimmte Zahl von Gemeinsamkeiten gibt (je nachdem was Ihnen dazu einfällt), die Sie in Ihrem Vortrag aufzeigen werden. Wichtig ist natürlich, dass tatsächlich Parallelen oder Gemeinsamkeiten zwischen Ihrem Thema und dem scheinbar nicht passenden Objekt existieren. Wichtig ist in diesem Fall, dass die Auflösung Ihres „Rätsels“ durch die Präsentation genug Neugierde erzeugt. Spielen Sie mit Ihrer eigenen Kreativität. Was lässt sich für Ihre Präsentation verwenden? Ein Roboter, eine Biene, Barack Obama, ein Plüschhase, die Mona Lisa? Je absurder oder provokanter desto größer die Neugier. Achten Sie dabei natürlich immer auf die guten Sitten und die Gefühle Ihres Publikums.


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Während einer PowerPoint-Präsentation müssen die Zuschauer meistens eine Menge von Informationen in kurzer Zeit verarbeiten. Da besteht schnell die Gefahr, dass wichtige Aspekte und Botschaften nicht richtig erfasst werden. Mithilfe eines Flipcharts können Sie auch komplizierte Fakten verständlich skizzieren. In diesem Blogartikel verrate ich Ihnen, warum und wann sich der Einsatz eines Flipcharts während der eigenen Präsentation lohnt.

Was für den Flipchart spricht

Eine PowerPoint-Präsentation kann schon anstrengend sein. Der Referent hält seinen Vortag, gleichzeitig zeigt er seine Folien, die meistens mit einer größeren Menge an Informationen versehen sind. Die Zuschauer müssen sich sehr konzentrieren, um sämtliche Informationen, die gleichzeitig auf sie zuströmen, aufzunehmen und richtig zu verarbeiten. Meistens werden dabei nicht alle Infos so abgespeichert, wie es sich der Referent wünscht. Richtig ärgerlich wird es, wenn gerade die wichtigsten Thesen von Ihrem Publikum entweder gar nicht oder nur fehlerhaft behalten werden. Im schlimmsten Fall wird ausgerechnet die wichtigste Information des ganzen Vortrages nicht verstanden. Das Risiko wird noch größer, wenn es in Ihrer Präsentation um wirklich komplexe Sachverhalte geht.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, könnte die Lösung darin bestehen, Ihre Präsentation etwas zu entschleunigen, um komplizierte Informationen vereinfacht zu vermitteln. Dazu eignet sich ein Flipchart sehr gut. Hier können Sie mit einfachen Skizzen Details Ihrer Argumentation deutlicher machen. Wenn Sie zusätzliche Medien außer Ihrem Foliensatz nutzen, bringt der Medienmix auch etwas Auflockerung in Ihren Vortrag. Der Gang zum Flipchart ist für Ihr Publikum eine Abwechslung und für Sie die Möglichkeit, sich auf der Bühne zu bewegen und die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema zu lenken.

So setzen Sie den Flipchart wirkungsvoll ein

Wenn Sie jetzt einwenden, Sie könnten nicht so gut zeichnen, kann ich Sie beruhigen. Es kommt nicht so sehr darauf an, wie perfekt Sie sind, sondern wie gut Sie Ihre Skizze und die darin enthaltene Information erklären. In den meisten Fällen genügen einfache geometrische Formen wie Kreise, Quadrate und Dreiecke, ein Strichmännchen oder ein Smiley. Haben Sie ruhig den Mut und sagen Sie was Ihre Gemälde darstellen sollen. Wenn Sie Autos malen wie ein Dreijähriger, ist das nicht schlimm, solange die Zuschauer wissen, dass es ein Auto sein soll. Wenn Sie einen Hund malen wollen und der sieht eher aus wie ein Esel, dann nehmen Sie es mit Humor und kommentieren Sie das Zeichenergebnis entsprechend. Ihr Publikum wird diese Auflockerung durch einen Scherz über Ihre Malkünste dankbar aufnehmen. Die Aufmerksamkeit haben Sie trotzdem.

Oft sind keine Zeichnungen notwendig. Es genügt manchmal schon, wichtige Stichworte aufzuschreiben und einzeln zu erläutern. Überlegen Sie während Ihrer Vorbereitung, welche Punkte Ihrer Präsentation besonders wichtig oder auch besonders kompliziert sind. Fragen Sie sich, auf welche Art die Information dargestellt werden kann, damit der Inhalt klarer wird.  Tipps zur besseren Gestaltung von Flipcharts gibt es zudem kostenlos in Hülle und Fülle im Internet. Auf Youtube finden Sie zum Beispiel einen Kurs in 14 Teilen, in dem Sie wichtige Anregungen für das eigene Erstellen von Skizzen lernen können.

Ein kleiner Tipp noch zum Schluss: Achten Sie darauf, dass Ihnen gute Stifte zur Verfügung stehen. Wenn Sie für eine Veranstaltung ein Flipchart buchen, sind häufig keine oder nur verbrauchte Stifte verfügbar. Zur Sicherheit sollten Sie immer einen Satz frischer Stifte selbst mitbringen.


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

PowerPoint-Präsentationen können sich je nach Zweck in ihrem Aufbau stark unterscheiden. Wenn zum Beispiel die Darstellung von Arbeitsergebnissen im Vordergrund steht, bietet sich das Pyramidale Präsentieren an. Dabei wird der übliche Kommunikationsablauf umgedreht, indem man mit dem Fazit beginnt.

Das Konzept des Pyramidalen Prinzips

Das Pyramidale Prinzip ist ein Konzept, das von der ehemaligen McKinsey-Mitarbeiterin Barbara Minto entwickelt wurde. Es wird oft auch als Minto-Prinzip bezeichnet. Sie hat es so ausformuliert, dass es für persönliche Kommunikation, Vorträge, Präsentationen, Briefe, Berichte oder nahezu jede andere Form von Kommunikation genutzt werden kann.

Im Bereich der Präsentationen gibt es interessante Anwendungsmöglichkeiten dazu. PowerPoint-Präsentationen ähneln sich meistens im Aufbau. In der Regel wird ein Argument an das nächste geknüpft und am Ende der Präsentation wird dem Publikum eine Schlussfolgerung oder ein Endergebnis vorgestellt.  Die grobe Struktur besteht aus Einleitung – Argument 1 – Argument 2 – Argument 3 usw. – Schlussfolgerung – Ende.

Pyramidales Präsentieren

Die Pyramidale Präsentation stellt die Kernaussagen gleich an den Anfang. Entscheidende Erkenntnisse, Ergebnisse, Vorschläge oder Maßnahmen werden den Zuschauern gleich zu Beginn vermittelt. Diese Kernaussagen werden in der Folge mit immer weiteren Teilaussagen belegt und konkretisiert. An der Spitze dieser Pyramide steht also die Quintessenz. Weitere unterstützende Details bilden nacheinander die breiter werdende Basis. Die so entstehende Struktur gleicht einer Pyramide, die theoretisch unbegrenzt nach unten in die Breite wachsen kann.

Wie groß die Pyramide wird, hängt vor allem vom Thema, der Zielgruppe und der zur Verfügung stehenden Zeit ab. Bei einem kurzen Impulsreferat wie die Detailtiefe relativ gering sein. Bei einem Abschlussbericht können die aufgeführten Informationen viel Platz einnehmen. Barbara Minto hatte in den 1970er Jahren Kriterien für das Prinzip entwickelt, die später noch ergänzt wurden. Eine Kernaussage wird durch weitere Argumentationsebenen unterstützt. Für diese Ebenen muss das sogenannte GÜTE-Siegel erfüllt sein. Das bedeutet, die Aussagen müssen Gleichartig, Überschneidungsfrei, Treffend und Erschöpfend gestaltet sein.

Die Anwendung des Pyramidalen Prinzips

Präsentationen dieser Art werden vor allem gewählt, wenn Ergebnisse vorgestellt oder diskutiert werden sollen und im Zentrum der Betrachtung stehen. Consultingunternehmen benutzen diese Methode sehr gerne. Die Formulierung „to make it Minto“ gilt in dieser Branche schon als feste Redewendung. Beispielsweise kommen Präsentationen nach dem Pyramidalen Prinzip in der Projektarbeit häufiger zum Einsatz. Wenn es um Entscheidungen geht, oder wenn Ergebnisse intensiv besprochen werden sollen, macht es Sinn die Ergebnisse oder Kernaussagen an den Beginn einer Präsentation zu stellen.

Der pyramidale Aufbau einer Präsentation bietet einige Vorteile für das Publikum und den Presenter. Der klare Aufbau ermöglicht das schnelle Erfassen der wesentlichen Kernaussagen. Man kann auf diese Weise komplexe, unübersichtliche Inhalte für das Publikum besser nachvollziehbar präsentieren. Werden die Kernaussagen gleich am Anfang vorgestellt, können die Zuhörer alle zusätzlichen Argumente, die während der Präsentation hinzugefügt werden, optimal mit den Kernaussagen verbinden. Der Präsentator selbst verfügt über eine sehr klare Struktur, die hilft die Präsentation vorzubereiten, ohne dabei wichtige Aspekte zu übersehen.

Die pyramidale Präsentation lässt sich allerdings bei bestimmten Aufgabenstellungen nicht optimal einsetzen. Bei Lehrveranstaltungen ist es nicht ratsam mit dem Endergebnis zu beginnen, denn hier soll die Entwicklung eines Themas hin zur Lösung in einzelnen Schritten vermittelt werden. Auch bei emotional aufgeladenen Präsentationen darf das Endresultat nicht an erster Stelle des Vortrages stehen.

Beitragsbild: © Depositphotos.com/RealVector


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Wenn Sie an Ihrer PowerPoint-Präsentation arbeiten, sollten Sie sich auch Gedanken über Ihre Alleinstellungsmerkmale (USP) machen. Denn Einzigartigkeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine gelungene Präsentation. Vor diesem Hintergrund möchte ich Ihnen eine erste Hilfestellung in diesem Artikel geben.

USP?

Sie haben bestimmt schon die Buchstabenkombination „USP“ gesehen. Dahinter verbirgt sich der Begriff „Unique Selling Proposition“ oder „Unique Selling Point“. Damit wird ein herausragendes Leistungsmerkmal beschrieben, das sich klar vom Wettbewerb abhebt. Das Alleinstellungsmerkmal kann sich zum Beispiel auf die Qualität oder die Leistungsmerkmale eines Produktes beziehen oder auf den außergewöhnlichen Umfang einer Dienstleistung. In jedem Fall ist das Ziel des USP eine klare Spitzenpositionierung des eigenen Angebots im Vergleich zur Konkurrenz.

Mit einem USP haben Sie einen spannenden Aufmacher für Ihre Performance. Wie findet man für die eigene Präsentation den USP? Ich gebe zu, das ist nicht immer so einfach. Wenn Sie eine Präsentation über eine Weltneuheit erstellen wollen, haben Sie Glück gehabt. Bei einem Statusreport zu einem SAP-Projekt wird es schwieriger. Trotzdem kann es sehr nützlich sein, über den möglichen USP etwas genauer nachzudenken. Was macht Ihren Vortrag einzigartig? Sind es die Produkte oder die Informationen, die Sie vorstellen? Was könnte neu oder besonders für Ihr Publikum sein? Oder sind Sie selbst vielleicht die besondere Attraktion? Was könnten die Zuschauer bei Ihnen erfahren oder erleben, was in dieser Form woanders nicht für sie erhältlich ist?

Mit diesen Fragen zum USP

Möglicherweise können Sie aus den folgenden Fragen ein paar Inspirationen für Ihre aktuelle Folienpräsentation bekommen:

• Zeigen Sie in Ihrer Präsentation eine Weltneuheit?
• Gehören Sie zu den ersten, die in einer Präsentation auf etwas hinweisen?
• Gibt es neue Ideen in Ihrer Präsentation?
• Sind Sie auf irgendeinem Gebiet Pionier?
• Gibt es Superlative wie „die größten“, „die preiswertesten“, die „schnellsten“ etc.?
• Gibt es einen herausragenden Nutzen?
• Gibt es eine regionale Besonderheit (der erste Anbieter in Stuttgart, das größte Autohaus in Bayern  oder der größte Dienstleister seiner Art im Rhein-Main-Gebiet)?

Oft ist es notwendig, etwas intensiver über diese Fragen nachzudenken, denn nicht selten übersieht man Alleinstellungsmerkmale auf den ersten Blick. Es muss auch nicht immer der ganz große „Wurf“ sein, schon eine Besonderheit in kleineren Teilbereichen könnten eine interessante Geschichte enthalten – wie beispielsweise ein exklusives Pflegewachs, das in einem Autohaus an Kunden weitergegeben wird. Vielleicht sind ja auch wirklich Sie selbst die einmalige Geschichte in Ihrer Präsentation. Der erste Arzt, der eine Präsentation über indianische Heilkräuter hält, oder der verurteilte Einbrecher, der in einem Vortrag über Einbruchschutztechnik spricht, wären sicher ein interessanter USP.

Fazit

Alleinstellungsmerkmale sind nicht in jeder Präsentation zu entdecken, aber es lohnt sich, auf die Suche zu gehen, ob man doch fündig wird. Denn eines steht fest: Menschen lassen sich meistens durch Alleinstellungsmerkmale beeindrucken, und das bietet Ihnen die Chance, zusätzliche Aufmerksamkeit für Ihr Thema zu erzeugen.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Was ist die zentrale Botschaft Ihrer PowerPoint-Präsentation? Können Sie die Essenz Ihres Vortrages in wenigen Sätzen zusammenfassen? Wenn Sie die Antwort auf diese Fragen nicht wissen, sollten Sie sich etwas intensiver mit diesem Thema befassen.

Ich habe berufsbedingt wirklich schon eine Menge Präsentationen gesehen, und ich nehme an, dass es Ihnen ähnlich geht. Darunter waren auch viele wirklich gute PowerPoint-Präsentationen, die von gut vorbereiteten Rednern professionell vorgetragen wurden.

Trotzdem habe ich häufig feststellen müssen, dass mich die Darbietung des Redners nicht wirklich gepackt hat. Bei der Menge an Informationen, die in einem Vortrag üblicherweise vermittelt werden, ist in diesen Fällen wenig wirklich hängen geblieben. Meistens habe ich mir nach dem Ende einer solchen Präsentation die Frage gestellt, warum er mir und dem Rest des Publikums das alles erzählt hat. Etwas hat gefehlt: die zentrale Botschaft. Was will mir der Redner außer einer Reihe Fakten mit auf den Weg geben?

Warum ist das Formulieren der Kernbotschaft so wichtig?

Die Kernbotschaft, also die zentrale Botschaft, ist sozusagen die Essenz Ihrer Präsentation. Sie ist der Grund, warum Sie überhaupt einen Vortrag halten wollen. Denn sicher wollen Sie mit Ihren professionell gestalteten Slides und dem präzise eingeübten Vortag etwas bewirken. Sie wollen Ihr Publikum überzeugen und möchten idealerweise die Menschen durch Ihre Präsentation zu etwas bewegen. Sie wollen eine Meinung bilden. Um das zu erreichen, muss Ihnen die Kernbotschaft selbst klar sein. Zum Beispiel:

– Unser neues Modell ist der beste/günstigste/sparsamste Mittelklasse-PKW auf dem Markt,
– regelmäßige Bewegung hält Sie bis ins hohe Alter gesund und fit,
– Elektromotoren sind Verbrennungsmotoren überlegen,
– Die Partei XY setzt sich für Ihre Rechte ein.

Die zentrale Botschaft – die Essenz Ihrer Präsentation

Diese Essenz ist das Rückgrat Ihrer Präsentation. Sie wissen, welche Botschaft Sie in die Köpfe Ihrer Zuhörer pflanzen wollen. Nun können Sie überlegen, welche Fakten, Argumente und Beispiele Sie in Ihre Präsentation einbauen können, um Ihre Kernbotschaft zu untermauern. Was ist wirklich überzeugend? Was muss erwähnt werden, damit Ihr Publikum Ihre Geschichte „kauft“?

Nehmen wir das oben erwähnte Beispiel des besten Mittelklasse-PKWs. Welche Gefahr besteht, wenn Sie sich nicht vorher Gedanken über die zentrale Botschaft machen? Sie reihen in Ihrer Präsentation leicht eine Vielzahl von Informationen aneinander: über das Entwicklungszentrum, das dieses neue Modell konzipiert hat, die große Bandbreite an Motoren, die tollen Sonderlackierungen, das Grußwort des Vorstands zum großen Wurf und das bundesweite Netz an Vertragswerkstätten. Zum Schluss wissen die Zuhörer womöglich alles über diesen Wagen, nur nicht warum sie ihn kaufen sollen. Deshalb müssen Sie sich im Vorfeld genau darüber Gedanken machen und diese wichtige Frage zunächst für sich beantworten. Wenn Sie die Antwort kennen, können Sie Ihren Vortrag so gestalten, dass Sie die Inhalte der Folien so auswählen, dass diese die Kernbotschaft bestätigen.

Ob Ihre aktuelle PowerPoint-Präsentation eine zentrale Botschaft enthält, können Sie schnell feststellen. Versuchen Sie die gesamte Präsentation in zwei bis drei Sätzen zusammenzufassen. Gelingt Ihnen das nicht, wäre es ratsam, nochmals genau zu überlegen, was Sie mit Ihrem Vortag erreichen wollen und ob alle Inhalte wirklich auf dieses Ziel abgestimmt sind.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Sie haben sich mit Ihrer Präsentation richtig Mühe gegeben, Sie sind alle Slides einzeln durchgegangen, haben sich Notizen gemacht und Ihren Vortrag sogar vor dem Spiegel geübt. Doch als Sie Ihren Vortag öffentlich gehalten haben, war die Reaktion des Publikums eher mäßig. Da tuscheln einige Personen miteinander, andere schauen auf die Uhr oder blättern gelangweilt in ihren Handouts. Die Wahrscheinlichkeit liegt nahe, dass Sie einen oder sogar mehrere Fehler gemacht haben. Ich möchte Ihnen in diesem Blogbeitrag die fünf häufigsten Stolperfallen aufzeigen, die Ihren Zuhörern schnell die Laune verderben, und darüber hinaus Lösungen anbieten.

Fehler 1: Sie langweilen Ihr Publikum schon mit der Überschrift

Das A und O bei erfolgreichen Präsentationen ist das Erschaffen und Aufrechterhalten von Spannung und Aufmerksamkeit. Wenn ich bei einem Vortrag eine positive Erwartungshaltung habe, ist meine Bereitschaft, mich auf den Referenten und sein Thema einzulassen natürlich größer, als wenn ich von vornherein den Verdacht habe, dass mich eine öde Folienschlacht erwartet. Den ersten Hinweis auf Form und Inhalt einer Präsentation gibt der Vortrags-Titel. Wenn schon die Überschrift einer Präsentation zum Gähnen verführt, lässt es Rückschlüsse darauf zu, was mich da wohl erwartet.

Aber das ist nun einmal der erste Eindruck, den ein Besucher Ihres Vortrages bekommt. Sie sollten schon bei der Themenüberschrift das Interesse Ihrer Zuhörer wecken, indem Sie Emotionen herstellen. Das gelingt Ihnen zum Beispiel, wenn Sie Betroffenheit erzeugen. Die Überschrift „Die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2017 unter besonderer Berücksichtigung der Exportwirtschaft in Krisenregionen“ klingt sehr trocken und akademisch und wird vermutlich keine Emotionen beim Publikum hervorrufen. Bei dem Titel „Wirtschaft 2017 – Crashgefahr für Deutschland?“ wird sofort etwas angesprochen, das Gefühle auslösen kann: die Gefahr eines Crashs. Das betrifft uns alle, da möchte ich gleich wissen wie groß die Gefahr ist.

Ich bringe Ihnen ein weiteres Beispiel. Zu welchem Vortrag werden wohl mehr Zuhörer kommen: Zu „Neue archäologische Erkenntnisse aus der Analyse der Artefakte aus dem keltischen Gräberfund in Niederbrombach“, oder zu „Die Wahrheit über Asterix und Obelix – Die Welt der Gallier zwischen Kunst und Kriegsführung“? Im ersten Fall erwarte ich zwar durchaus hochwertige Inhalte, aber ich befürchte, dass die Präsentation staubtrocken gestaltet wird.  Bei der Anspielung auf Asterix und Obelix wird signalisiert, dass hier auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt wird. Selbst mit archäologischem Vorwissen würden sich vermutlich mehr Personen für diese Präsentation entscheiden, einfach weil dort sie einen höheren Unterhaltungswert erwarten. Also, selbst wenn Ihr Thema nicht sehr aufregend sein sollte, versuchen Sie trotzdem Emotionen zu erzeugen. Das spricht Ihr Publikum stärker an als die Aufzählung von Fakten.

Fehler 2: Sie erzählen keine Geschichte (Storytelling)

Moderne Präsentations-Software, wie PowerPoint oder Prezi, bietet eine Fülle von Möglichkeiten der Foliengestaltung. Nicht selten verlieren sich Referenten in technischen Effekten und Spielereien, ohne auf die Bedürfnisse des Publikums Rücksicht zu nehmen – ein fataler Fehler. Das erinnert ein wenig an technisch aufwändige Hollywood-Filme, die vor lauter „special effects“ die Handlung und die Schauspieler in den Hintergrund drängen. Diese Filme wirken dann irgendwie steril und außer dem Technik-Bombast bleibt beim Kinobesucher meistens nichts hängen. Aber auch ein 200-Millionen-Budget kann eine schlechte Story und blasse Darsteller nicht durch Computer-Effekte kompensieren. Das Publikum will eine gute Geschichte und Charaktere, mit denen sie sich identifizieren können.

Das ist bei einer guten Präsentation kein bisschen anders. Auch Ihr Publikum ist für eine gute Geschichte dankbar und wird Ihnen bereitwillig folgen, wenn Sie bei Ihrer Präsentation das „storytelling“ beherrschen. Egal wer Ihnen im Zuschauerraum gegenüber sitzt, alle wollen gerne unterhalten und emotional angesprochen werden. Eine professionelle Präsentation ist ein erstklassig gestalteter Foliensatz plus ein guter Geschichtenerzähler, der für die Emotionen und eine Rahmenhandlung sorgt. Sie sollten auch nicht darauf vertrauen, dass Ihre auf 40 Slides zusammengetragenen Fakten gemerkt werden. Damit ist Ihr Publikum überfordert. Eine mitreißende Geschichte bleibt dagegen sehr viel besser in Erinnerung. Wenn es Ihnen gelingt, eine gute Story zu erzählen und dabei wesentliche Fakten Ihrer PowerPoint-Präsentation einzubinden, haben Sie gute Chancen, eine bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen.

Fehler 3: Ihre Präsentation enthält weder Grafiken, Bilder noch Animationen

Das Gegenteil von überbordenden Effekten und technischen Spielereien ist das Verzichten von auflockernden Bildern oder Grafiken. Es gibt immer noch viele Foliensätze, die nur aus Text bestehen. Eine große Zumutung für Ihre Zuschauer. Text lässt sich sehr viel schwerer in unserem Gehirn abspeichern als zum Beispiel Bilder. Besonders fatal wird es für die Aufmerksamkeit Ihres Publikums, wenn es gleichzeitig Ihnen zuhören soll und den Text der Folien lesen muss. Das kann nicht funktionieren. Man wird sich auf entweder Sie oder Ihre Folien konzentrieren. Ihr Auditorium wird gestresst und verliert im schlimmsten Fall ganz das Interesse daran Ihrer Präsentation zu folgen. Bilder lassen sich sehr viel besser vom Gehirn verarbeiten und gleichzeitig kann der Zuschauer Ihren Erläuterungen folgen. Bilder lassen sich zudem optimal mit einer guten Story verbinden, da auch Bilder unser emotionales Empfinden ansprechen.

Fehler 4: Sie überfrachten die Folie mit Logos und Bildern

Bilder in der Präsentation bedeuten aber nicht, dass Sie nun alles mit Bildchen zukleistern. Vor allem die Unsitte, so viele Firmenlogos draufzupacken, wie nur irgendwie geht, ist weitverbreitet. Das verdirbt aber die Lesbarkeit der Folien, verwirrt und strengt Ihr Publikum unnötig an. Eine Folie sollte mit einem kurzen Blick seine Informationen preisgeben. Niemand möchte anfangen zu suchen, wo zwischen Logos, Slogans und Hintergrundbildern die Information zu finden ist.

Fehler 5: Sie bieten betreutes Lesen statt eines lebendigen Vortrags

Ein weitverbreiteter Fehler ist das laute Ablesen des Folientextes statt freier Rede. Das wirkt nicht nur sehr unbeholfen, es unterfordert Ihre Zuschauer, wenn Sie ihnen die Folien vorlesen. Das führt sehr schnell zu Langeweile und einem sehr negativen Urteil über den Referenten. Ich nenne so etwas gerne „betreutes Lesen“ und es ist der sicherste Weg Ihre Präsentation in den Sand zu setzen. Ihr Foliensatz sollte das, was Sie erzählen, unterstreichen und nicht mit Ihrem Vortrag identisch sein. Auch wenn es eine kleine Herausforderung ist, an der freien Rede führt leider kein Weg vorbei, wenn Sie vor Publikum erfolgreich auftreten wollen. Wenn Sie überzeugen wollen, müssen Sie Emotionen erzeugen. Das funktioniert nicht, wenn Sie einen Text ablesen.


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Animationen für mehr Pep und einen professionellen Touch

Wer eine gute Präsentation erstellen möchte, muss neben praktischem Wissen über das Arbeiten mit PowerPoint & Co. auch einige Einsichten in die Gestaltungsweise von Folien haben. 

Es gibt dabei einige Grundsätze, die bei jeder PowerPoint-Präsentation beachtet werden sollten. Im dritten Teil beschäftigen wir uns mit dem Einsatz von Animationen und wie sie am besten  genutzt werden können.

Mit Animationen können Sie Ihrer Präsentation mehr Pep geben und Ihren Folien einen professionellen Touch verleihen. Bewegte Bilder können genutzt werden, um Informationen besonders eindrucksvoll in Szene zu setzen. Falsch eingesetzt können Animationen allerdings auch sehr schnell nerven. Praktisch jedes Präsentationsprogramm bietet eine Reihe von Animationseffekten, die Sie für Ihre Folien verwenden können. So bietet Keynote verblüffende Folienübergänge. PowerPoint punktet mit Pfandanimationen (ein Objekt bewegt sich entlang eines vordefinierten Weges) und die Spezialität von Prezi sind Zoom-Effekte. Bevor Sie sich mit der Einbindung von Animationen in Ihre Präsentation beschäftigen, sollten Sie zunächst die folgenden Tipps lesen.

1. Mit Animationen lenken Sie die Aufmerksamkeit und Gefühle Ihres Publikums. Bewegte Bilder ziehen die Blicke der Zuschauer auf sich. Gleichzeitig können sie Emotionen wie Neugier, Überraschung oder Freude auslösen. Wichtige Fakten können zum Beispiel mit einer Animation in den Vordergrund geschoben werden. Der Referent kann damit den Blick der Zuschauer auf einen bestimmten Bereich der Folie lenken. Sie können damit steuern, mit welchem Teil Ihrer Präsentation sich das Publikum als nächstes beschäftigen soll. Man kann verborgene Details in die Präsentation hineinzoomen, wenn Sie zum Beispiel einzelne Komponenten einer Maschine, eines Organismus oder einer Industrieanlage hervorheben wollen.

2. Schaffen Sie klare Übergänge zwischen einzelnen Themen mit Hilfe von Animationen. Wenn Ihre Präsentation in einzelne Kapitel oder Themenbereiche unterteilt ist, können Sie den Themenwechsel mit einem animierten Folienübergang anzeigen.

3. Nutzen Sie Animationen zur besseren Darstellung von Diagrammen und Schaubildern. Diagramme können interessanter und auch verständlicher dargestellt werden, wenn Sie die einzelnen Komponenten animieren, während Sie Ihre Erläuterung dazu vortragen. So können Sie bei einem Balkendiagramm die einzelnen Balken wachsen lassen, zu denen Sie gerade etwas sagen. Oder eine Fieberkurve sucht sich ihren Weg auf einem Diagramm, während die Zuschauer gespannt warten, wie hoch die Kurve steigen wird.

4. Verwenden Sie Animationen, um die Leserichtung Ihrer Zuschauer zu steuern. Normalerweise beginnen wir oben links mit dem Lesen von Texten. Aber vielleicht zeigen Sie auf einer Folie ein Schaubild, das unten nach oben betrachtet werden sollte. In dem Fall können Sie mit Animationen den Blick des Publikums führen.

5. Animationen sollten immer einen Zweck verfolgen und mehr sein als eine bloße Spielerei. Wenn plötzlich Figuren durchs Bild hüpfen, die mit dem Thema nichts zu tun haben, wird das Ihre Zuschauer irritieren. Ein animierter LKW kann bei einem Referat über ein Logistik-Unternehmen sinnvoll sein; beim Thema Fremdsprachen lernen wirkt er deplatziert.

Animationen sind in jedem Fall ein effektives Werkzeug, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu lenken und zu beeinflussen. Gerade bei etwas trockenen Themen können professionell eingesetzte Animationen emotionale Momente erschaffen. Es gibt Zielgruppen, wie Designer, Künstler und andere Kreative, die besonders empfänglich für Emotionen sind. Diese Gruppen können Sie mittels animierter Bilder – eventuell sogar mit Ton – besonders gut erreichen. Doch letztlich sind wir alle durch Gefühle beeinflussbar, und mit diesen Werkzeugen können wir Emotionen besonders gut erzeugen.


Potrait_MG_WosilatDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Die Informationen machen es!

Gute Präsentationen entspringen nicht dem Zufall. Es gibt einige Grundsätze, die bei jeder PowerPoint-Präsentation beachtet werden sollten. In Teil 2 geht es heute darum wichtige von unwichtigen Informationen für Ihr Publikum zu unterscheiden. 

Welche Informationen sollten Sie auf Ihren Folien bereitstellen? Natürlich alle, die Ihnen helfen, Ihre Botschaften besser zu vermitteln. Seien Sie sich dabei bewusst, dass überflüssige Informationen das Publikum verwirren können. Ihre Zuhörer müssen gleichzeitig Ihren Vortrag und die Inhalte der dazu gezeigten Folien zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Je mehr Fakten gleichzeitig zu verarbeiten sind, desto schwerer machen Sie es Ihrer Zielgruppe. Gerade Experten neigen dazu so viele Details in ihre Präsentation einzufügen, dass selbst Fachleute nur mit Mühe während des Vortrages alles komplett erfassen können. Wahrscheinlich ist der Kenntnisstand der Zuhörer über Ihr Thema ziemlich unterschiedlich. Deshalb müssen Sie sich darauf einstellen, dass zu viele Details für große Teile des Publikums nicht verständlich, uninteressant oder verwirrend sein könnten. Ich kenne natürlich die Bedenken, dass man vielleicht doch wichtige Informationen unterschlägt, wenn die Präsentation auf die wesentlichen Bestandteile reduziert werden soll. Es hat sich aber gezeigt, dass eine strenge Inhalts-Auswahl nach Relevanz sowohl dem Referenten als auch dem Publikum zu Gute kommt. Ich habe Ihnen einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, Ihre PowerPoint-Präsentation zielgruppengerecht zu gestalten.

1. Passen Sie Ihre Präsentation Ihrer Zielgruppe so gut wie möglich an! Beginnen Sie mit einem Basis-Foliensatz, den Sie für Einführungsvorträge und für Laien so einfach wie möglich gestalten. Beschränken Sie sich auf die Grundlagen zu Ihrem Thema und überlegen Sie, welche Informationen wirklich unerlässlich sind. Sie werden wahrscheinlich dabei feststellen, dass es mindestens genauso schwer ist, einen Foliensatz auf das absolute Minimum zu reduzieren, wie absolut alle möglichen Infos in die Präsentation hinein zu zwängen. Wenn Sie eine Grundlagen-Präsentation erstellt haben, können Sie diese an verschiedene Zielgruppen anpassen, indem Sie zusätzliche Inhalte (Grafiken, Videos, Zitate, etc.) nach Bedarf einfügen.

2. Vermeiden Sie unnötige Elemente! Nicht selten finden sich auf Folien Dinge, die nichts mit dem eigentlichen Vortragsthema zu tun haben. Dazu gehören Logos, Firmens-Slogans, Adressen oder Telefonnummern. Alles was nicht zur eigentlichen Präsentation gehört, lenkt von Inhalt ab. Wenn Sie wollen, können Sie ein Handout nach Ihrem Vortrag verteilen; dort ist dann auch genügend Platz für Logo und Kontaktdaten.

3. Wählen Sie den Folienhintergrund mit Bedacht! Auch der Hintergrund einer Folie hat natürlich Auswirkungen auf die Lesbarkeit und Verständlichkeit des Inhalts. Sollten Sie sich für ein Bild als Hintergrund entscheiden, sollte das natürlich Relevanz zu Ihrem Thema haben. Sollten Sie über Einspritztechnik bei PKW-Motoren referieren, wäre ein Hintergrundbild mit Kühen auf einer Alm oder Meeresbrandung völlig deplatziert und würde Ihr Publikum irritieren. Allzu üppige Hintergründe lenken von einem knapp gehaltenen Inhalt ab und machen Ihre Bemühungen zunichte, das Auditorium auf das Wesentliche aufmerksam zu machen. Komplexe Inhalte, wie umfangreiche Schaubilder, sollten einen besonders dezenten Hintergrund erhalten, da die Folie sonst schnell überladen wirkt.

4. Suchen Sie passende Fotos aus! Fotos können Informationen anschaulicher machen. Dazu müssen sie aber wirklich gut und für das Thema relevant sein. Es kann ziemlich aufwändig sein, das passende Foto für den Inhalt einer Folie zu finden. Verzichten Sie besser auf dieses Stilelement, bevor Sie Bilder nehmen, die nur in etwa passen. Mittlerweile gibt es Foto-Dateien im Internet wie Fotolia oder iStockphoto, die mit etwas Geduld gute Suchergebnisse liefern. Achten Sie in jedem Fall unbedingt auf die Urheberrechte bei der Verwendung von Fotos. Die unerlaubte Nutzung könnte schnell teuer für Sie werden.

Es ist in jedem Fall zu raten, sich in die Bedürfnisse Ihres Publikums hineinzuversetzen. Welche Informationen werden unbedingt benötigt? Welche zusätzlichen Fakten würden sie überfordern? Wenn Sie Ihre Zuschauer in den Mittelpunkt Ihrer Überlegungen stellen, werden Sie in der Lage sein, eine überzeugende Präsentation zu erstellen.


Potrait_MG_WosilatDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.