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Seit Präsentationen mit dem Mediengespann Notebook und Beamer gestaltet werden, wird das Medium Flipchart immer seltener eingesetzt. Aber gerade das Flipchart bietet einige (leider wenig genutzte) Möglichkeiten, den eigenen Präsentationsauftritt interessant zu gestalten. Dieser Artikel soll Ihnen Mut machen, bei Ihren Präsentationen auch mal das Flipchart als ergänzendes oder gar als zentrales Medium einzusetzen.

Das Flipchart ist einfach und pannenfrei anwendbar:

Das Flipchart ist technisch gesehen ein sehr einfaches Medium. Das Flipchart sieht aus wie ein großer Zeichenblock auf Stelzen. Der Name Flipchart kommt daher, dass man die einzelnen Visualisierungen (Charts) nach hinten oder nach vorne blättern kann (flippen). Es ist in Vortragsräumen oft als Standardausrüstung vorhanden.

Man braucht mit dem Lowtech-Medium Flipchart kaum Pannen zu befürchten, denn es kann kein Strom, keine Projektionslampe und auch keine Software ausfallen.

Außerdem können Sie das Flipchart ohne große Planung oder Vorbereitung recht spontan und kurzfristig einsetzen.

Immer verfügbar – Das Flipchart als Dauermedium:

Ganz besonders eignet sich das Flipchart als sogenanntes Dauermedium, bei dem ein Gedanke oder eine Grafik über sehr lange Zeit im Raum präsent und sichtbar sein soll.

Sie können als Präsentator im Rahmen seiner Präsentation immer wieder auf die am Flipchart sichtbaren Darstellungen zurückgreifen. Wenn Sie das Flipchart zwischenzeitlich für weitere Darstellungen brauchen, können Sie einfach ein schon fertiges Flipchartblatt abtrennen und mit Magneten oder Klebestreifen irgendwo im Raum gut sichtbar befestigen.

Das Flipchart (bzw. ein im Raum aufgehängtes Blatt) drängt sich während der weiteren Präsentation nicht in den Vordergrund (im Gegensatz zum Beamer) – Aber schon mit einem kurzen Hinweis darauf können Sie jederzeit die Zuschauer wieder auf das Medium fokussieren.

Lösen Sie am besten die einzelnen Blätter des Papierblocks schon vor Ihrer Präsentation. Dann können Sie die zu aufzuhängenden Blätter sehr schnell (und ohne Gefahr des Einreißens) Lösen und als Dauermedien einzeln im Raum aufhängen.

Der Präsentator kann während der Präsentation sogar eine ganze Reihe von Flipchartblättern nach und nach im Raum verteilen, auf die er immer wieder flexibel zurückgreifen kann. Dies ist auch der wesentliche Vorteil gegenüber den Medien Tafel und Pinnwand. Denn auf diesen kann man immer nur den aktuellen Anschrieb thematisieren – wenn man neuen Platz benötigt, muss man den bisherigen Anschrieb entfernen. Ein Vor- und Zurückblättern und ein Verteilen im Raum sind bei Tafel und Pinnwand nicht möglich.

Den roten Faden zeigen – Das Flipchart als Strukturgeber (Backbone):

Das Flipchart kann aufgrund seiner Eigenschaft als Dauermedium auch die Funktion eines roten Fadens für die gesamte Präsentation bekommen. Wenn Sie die Gliederung (Agenda) Ihrer Präsentation anstatt in Powerpoint einmal bewusst auf dem Flipchart darstellen, dann hat dies mehrere Vorteile.

Einerseits ist die Gliederung (Agenda) für jeden Zuschauer permanent sichtbar – egal wo Sie sich gerade in Ihrer Präsentation befinden. Die Zuschauer können sich permanent an der allzeit sichtbaren Agenda orientieren.

Andererseits können Sie als Präsentator nach jedem Gliederungspunkt demonstrativ am Flipchart zeigen, wo Sie sich in der Gliederung befinden und welcher inhaltliche Punkt nun als nächstes dargestellt wird.

Dies wirkt besonders gut, wenn Sie hierzu auch noch mit einem mitwandernden Magneten Ihr Voranschreiten auf dem Flipchart symbolisieren. Im Englischen nennt man dieses demonstrative Orientieren an einer immer wiederkehrenden Struktur „Backbone-Methode“, weil hierdurch das Rückgrat (= Backbone) der gesamten Präsentation deutlich sichtbar wird.

Zudem entsteht hierbei auch kurzzeitig immer wieder ein erfrischender Medienwechsel.

Allzeit bereit – Das Flipchart als Spontanmedium:

Das Flipchart ist besonders gut dafür geeignet, spontane Gedanken schnell zu visualisieren. Dadurch können Sie als Präsentator bei Ihren Präsentationen sehr individuell und situativ auf die Interessen, Besonderheiten und Fragen der Zuhörer eingehen.

Aber Sie können nicht nur spontane Gedanken flexibel darstellen. Sie können am Flipchart auch sehr gut eine schon vorab geplante einfache Visualisierung vor den Augen der Zuschauer entwickeln. Oder Sie ergänzen fertig-mitgebrachte Flipchartblätter spontan (oder geplant) mit ergänzenden Worten oder Symbolen.

Richtig zupackend – Das Flipchart als hemdsärmeliges Medium:

Gerade die (scheinbar) spontanen Ergänzungen auf dem Flipchart lassen Sie als Präsentator sehr engagiert und aktiv wirken. Denn Sie reißen sich ja vor dem Zuschauer regelrecht beide Beine aus, wenn Sie am Flipchart immer wieder mal was hervorheben, wegstreichen oder ergänzen. Diesen Effekt kann man noch durch den Einsatz von Magneten steigern: Heben Sie ruhig mal etwas hervor, indem Sie mit einem lauten KLACK einen roten Magneten auf einen wichtigen Punkt auf dem Flipchart heften – oder schieben Sie einen Magnet parallel zu Ihren verbalen Inhalten auf den visuellen Stationen auf dem Flipchart mit.

Nicht trotz, sondern gerade wegen dieser oft unperfekten und hemdsärmeligen Ergänzungen am Flipchart wirken Sie als Präsentator sehr aktiv, engagiert und zupackend. Solch eine Wirkung können Sie mit dem sterilen Klicken auf die Funkmaus kaum erreichen.

Deswegen können Sie mit ein paar wenigen eingestreuten hemdsärmeligen Flipchartsequenzen auch einer einrahmenden Beamerpräsentation insgesamt einen zupackenden Charakter geben. Und Kunden kaufen gerne von Zupackern – gerade wenn es eine langfristige Partnerschaft und das gemeinsame Stemmen von großen Projekten werden soll.

Kaschiert Bewegungsdrang – Nutzen Sie das Flipchart als Bewegungs-Alibi

Viele Präsentatoren müssen sich dauernd bewegen. Sie gehen auf und ab oder machen dauernd fahrige Bewegungen mit den Händen. Obwohl sie dies wissen, fällt es ihnen dennoch schwer, ruhig vor Publikum zu wirken. Das Flipchart ist nun ein hervorragendes Medium, um diesen Bewegungsdrang sinnvoll zu kanalisieren und der Bewegung dadurch ein Alibi und eine vom Publikum akzeptierte Funktion zu verschaffen. Dadurch wird das Zuviel-an-Bewegung ganz einfach „aufgesaugt“, „getarnt“ und dadurch regerecht „kaschiert“.

Wenn man sich beispielsweise einige DIN-A-4-Karteikarten vorbereitet hat, die man nach und nach mit Magneten am Flipchart festheftet, dann ist die dabei ausgeführte Bewegung für das Publikum in Ordnung. Auch ein Blättern durch vorbereitete Flipchartblätter lässt den Bewegungsdrang mit einer sinnvollen Funktion erscheinen. Sich vor Publikum mit Ziel und Funktion zu bewegen wirkt viel besser als beispielsweise dauernd fahrig durch den Raum zu „tigern“.

Hierzu gibt es noch einen interessanten Nebeneffekt: Lampenfieber beruht auf einer hohen Konzentration von Stresshormonen im Körper. Diese erhöhte Konzentration baut man am besten durch körperliche Bewegung ab. Wenn Sie nun zu Beginn Ihrer Präsentation systematisch am Flipchart arbeiten, schaffen Sie sich – und zwar wiederum mit Funktion und Alibi – genau die Bewegungsmöglichkeit, die Ihr Lampenfieber sehr schnell senken wird.

Fördert Bewegung – Nutzen Sie das Flipchart als Bewegungs-Anstoß:

Wir stellen in unseren Seminaren immer wieder fest, dass ein geplanter Flipchart-Einsatz zwei Arten von Präsentatoren sehr viel Hilfestellung gibt:

Einerseits gibt es jenen Präsentator, der vor Publikum keine Gestik macht und dadurch auf das Publikum sehr steif und wenig engagiert wirkt, andererseits der Präsentator, der seine Sprache wenig moduliert und durch diese Monotonie der Sprache sehr wenig mitreißend wirkt.

Beiden Arten von Personen bekommen dann automatisch mehr Bewegung in Ihren Gesamtauftritt, wenn diese schon zu Beginn Ihrer Präsentation solche Phasen planen, bei denen Sie am Flipchart etwas zeigen, anschreiben oder anheften.

Diese geplante Bewegungsnotwendigkeit setzt die Bewegung des Körpers (= Gestik) und auch die Bewegung der Sprache (= Modulation) in Gang. Meist bleiben die Gestik und die Modulation dann über die ganze Präsentation hinweg auch deutlich stärker in Bewegung. Die am Flipchart notwendige Bewegung stößt die anderen Bewegungsbereiche (Gestik + Modulation) stimulierend an.


Portraitfoto von Trainer und Coach Peter MohrPeter Mohr ist Diplom-Pädagoge für Erwachsenen-Pädagogik. Bis 1995 arbeitete er als Luftwaffen-Offizier für das Bundesministerium für Verteidigung. Sein Grundprinzip lautet:  Höchste Qualität durch höchste Spezialisierung.  Daher arbeitet PETER MOHR seit 1995 als absolut spezialisierter Trainer, Speaker und Coach nur zu einem einzigen Thema: „ERFOLGREICH PRÄSENTIEREN“  Peter Mohr hat schon mehr als 1000 Präsentations-Trainings durchgeführt und 15 Bücher und Hörbücher zum Thema ERFOLGREICH PRÄSENTIEREN verfasst. Er gestaltet als ehemaliger Offizier seine Vorträge und Trainings ganz bewusst sehr verschnörkelt und straff  – genauso straff wie ein militärisches Briefing.
Also ganz bewusst gemäß dem Prinzip: JUST INFO – NO TAINMENT.

www.peter-mohr-trainer.de

Podcast: Zahlreiche Tipp und Tricks zum Thema ERFOLGREICH PRÄSENTIEREN erhalten Sie in Peter Mohrs Podcast: https://www.peter-mohr-trainer.de/präsentations-tipps-per-podcast.

Gamification – lassen Sie es mal spielerisch in Ihrer PowerPoint-Präsentation angehen!

Die Menschen spielen schon immer gerne. Dieser Spieltrieb wird nun immer stärker bei der Konzeption von Marketing-und Verkaufsmaßnahmen berücksichtigt. 

Spiel-Elemente können auch in Ihre Präsentation eingebaut werden, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen und einen zusätzlichen positiven Reiz zu erzeugen. Man nennt dies in der Fachsprache auch Gamification. Für PowerPoint gibt es eine ganze Reihe von Spielvorlagen, die in eine Präsentation integrierbar sind.

Seit es Menschen gibt, erfinden sie Spiele, um sich zu vergnügen. Bereits in Pharaonen-Gräbern fand man Brettspiele als Grabbeigaben. Viele konnten gar nicht genug vom Spielen bekommen, und Spielsucht war damals wie heute ein ernstes Problem. Einen riesigen Schub für den Spiele-Bereich hat die Erfindung des Computers mit sich gebracht. Von den einfachen Ping-Pong-Spielen der Anfangsjahre über den weltweit beliebten „Gameboy“ und Spielkonsolen, wie „x-Box“ und „Playstation“, bis zu komplexen 3-D-Spielen, die nur noch auf hochgerüsteten Spiele-Computern laufen, haben sich ganze Generationen an elektronische Spiele gewöhnt. Es ist kaum noch ein Mensch unter 50 Jahren zu finden, der sich noch nicht an Computerspielen versucht hat.

Es ist also folgerichtig, dass sich die Wissenschaft und auch die Wirtschaft mit dem Thema auseinandersetzen. Spielen setzt in unserm Gehirn offenbar Prozesse in Gang, die für uns wichtig sind. Wir können im Spiel unsere Fähigkeit zur Problemlösung trainieren, Lernprozesse in Gang setzen, strategisches Denken schulen und unser Lustzentrum stimulieren, vor allem wenn wir gewinnen.

Aus diesen Gründen war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Werbe-Industrie mit der Frage beschäftigte, wie sich der Spieltrieb für Verkauf, Motivation, Bindung oder einfach zum Erzeugen von Aufmerksamkeit nutzen lässt. Dafür wurde auch ein Begriff erfunden: Gamification. Wikipedia erklärt den Begriff als „die Anwendung spieltypischer Elemente und Prozesse in einem spielfremden Kontext.“ Mit anderen Worten: Spielelemente werden in Bereichen eingesetzt, wo sie erst einmal nicht vermutet werden, wie zum Beispiel in einer Präsentation. Seit etwa 2009 verzeichnet das Thema bei google einen sprunghaften kontinuierlichen Anstieg bei den Suchanfragen.

Mit Gamification versucht man, die Anreize von Spielsituationen auf andere Lebensbereiche zu transferieren. Eintönige, komplizierte oder anstrengende Tätigkeiten bei der Arbeit oder in Lernprozessen sollen dadurch aufgelockert oder mit einem Motivationsschub versehen werden. Mit Spielen können auch Verhaltensweisen und Einstellungen in eine gewünschte Richtung gelenkt werden. Mitarbeiter können zum Beispiel zu größerer Pünktlichkeit und besseren Arbeitsleistungen motiviert werden. Bei Kunden setzt man Gamification ein, um ein höheres Interesse und langfristige Bindung zu erreichen. Ein bekanntes Beispiel sind hier die verschiedenen Gewinnspiele, die Konsumenten regelmäßig in Geschäfte locken sollen.

Klassische Elemente von Gamification sind beispielsweise das Sammeln von Erfahrungspunkten oder Auszeichnungen, Ranglisten oder Fortschrittsbalken. Ranglisten sind dabei sehr beliebt. Mit Punktesystemen kann man beteiligte Spieler miteinander vergleichen und entsprechend belohnen. Gerade bei der Motivation von Mitarbeitern werden sie häufig eingesetzt. Aufgaben (Quests) werden ebenfalls gerne genutzt, um einzeln oder in Team bestimmte Fragestellungen zu lösen und sich dadurch für weitere komplexere Aufgaben zu qualifizieren. Gerade beim E-Learning werden Quests gerne eingesetzt.

Aber was treibt Kunden, Mitarbeiter oder Ihr Publikum dazu an, sich auf ein Spiel einzulassen? Es gibt bestimmte Spielertypen, die sich in vier Kategorien unterteilen lassen:

• Der Killer sucht den Wettbewerb mit anderen Spielern. Er will gewinnen.

• Der Achiever sammelt gerne Punkte und Auszeichnungen.

• Der Socializer sucht das Zusammenwirken mit anderen Mitspielern. Für ihn steht das Gruppenerlebnis und soziale Anerkennung im Vordergrund.

•Der Explorer sucht die Grenzerfahrung. Er will unbekanntes Terrain erkunden und neue Eindrücke sammeln.

Coaches und Trainer können mit Gamification ihre Lerninhalte auflockern und die Aufmerksamkeit des Publikums auf eine neue Weise aufrechterhalten. Auch im Bereich des e-Learnings ist ein intelligentes Rollenspiel, zum Beispiel auf der Basis von PowerPoint, mit entsprechenden Lerninhalten eine spannende Alternative. Gerade im Schulungsbereich bietet sich PowerPoint-Gamification an. Hierfür hat smavicon auch schon kombinierte Spiele eingesetzt. Großen Erfolg mit Gamification hatte zum Beispiel eine Kundenlösung mit einem sogenannten „Einarmigen Banditen“, der mittels einer PowerPoint-Präsentation bedient wird, und die Teilnehmer haben spezielle Karten passend zum Spiel auf der Leinwand. Wir erhalten von unseren Kunden immer wieder Anfragen, ob smavicon Spiele für ihre Bedürfnisse individuell gestalten kann. Dadurch sind wir häufig damit beschäftigt, Spiele zu entwickeln und anzupassen, etwa das bekannte „Jeopardy“ im Branding eines Unternehmens. Oder es geht darum, aus Komponenten zweier Spiele ein neues Spiel zu entwickeln, um die gewünschte Wirkung zu verstärken. Bei größeren Veranstaltungen geht es oft darum, Spiele massentauglich machen, d. h. so zu vereinfachen, so dass möglichst viele Teilnehmer mitspielen können.

Vielleicht haben Sie Lust, Gamification für Ihre Zwecke einmal zu testen?

Für PowerPoint existieren viele Spielvorlagen auf der Seite http://powerpointgames.wikispaces.com/PowerPoint+Game+Templates
Probieren Sie doch zum Beispiel einmal das Jeopardy-Spiel aus! Sie können eigene Quizfragen zu Ihrem Themenbereich einfügen und für eine kurze Zeit in die Rolle des Show-Masters schlüpfen.

Eine völlig andere Art Spiel Lernen und PowerPoint zusammen zu bringen, ist das sogenannte PowerPoint-Karaoke. Es handelt sich dabei um einen Ableger des klassischen Karaoke. Die Teilnehmer müssen aus dem Stehgreif einen Vortrag zu einer vorher nicht bekannten Folie halten. Dabei werden Spontanität, das Überwinden von Lampenfieber, Konzentration und Flexibilität trainiert. Für Menschen, die vor Publikum sprechen müssen, ist das eine interessante Trainingsmöglichkeit. Es gibt mittlerweile richtige eigene Portale und richtige Turniere im PowerPoint-Karaoke.

Besuchen Sie doch einmal die Seite http://www.kapopo.de/, vielleicht finden Sie auch Spaß daran.


Präsentationscoach und Experte für multimediales Präsentieren Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Wollen Sie sich und Ihr Thema in Ihrem Team genauso charismatisch wie ein Profi-Trainer, Coach oder Speaker präsentieren? Dabei hilft Ihnen der mentale Shortcut „Moment of Excellence“, der Sie sofort in Bestform bringt. Damit starten Sie stark und können Ihre Präsenz und Ausstrahlung die ganze Zeit über aufrechterhalten.

Im Herbst 2010 klingelte wieder einmal mein Notfallhandy. Das passiert ab und zu, wenn ein Klient oder Teilnehmer einer meiner Fortbildungsveranstaltungen nicht mehr weiter weiß. Diesmal war es ein Trainer, nennen wir ihn einmal Bert, denn ich kann seinen richtigen Namen aus Diskretionsgründen nicht nennen. Bert befand sich gerade in der Ausbildung zum Coach bei mir. Er schulte eine Gruppe von Vertriebsmitarbeitern zu mehr Leistung im Verkauf. Das Problem war, dass diese Mitarbeiter sich als vollkommen emotionslose Verkaufsmaschinen präsentierten, zu denen Bert keinen Zugang fand. Er konnte sie einfach nicht motivieren oder begeistern und hatte nun die Befürchtung, dass keiner der Mitarbeiter die Zielvorgaben fürs Jahresende erreichen würde. Ich arbeitete mit Bert mit dem „Moment of Excellence“ und sorgte so dafür, dass er sich vor jedem Training in diesen Topzustand versetzte. Allein mit dieser Maßnahme verschaffte sich Bert plötzlich eine derart positive Ausstrahlung, dass die Vertriebsmitarbeiter vollkommen davon angesteckt wurden und plötzlich viel offener wurden. Bert arbeitete dann auch bei den Vertriebsmitarbeitern mit diesem Shortcut und siehe da, sie agierten alle auf einem vollkommen anderen Level. Bei den Verkaufsgesprächen konnten sie sich mit dieser Technik sofort in einen Spitzenzustand versetzen und dadurch stiegen dann auch die Verkaufsergebnisse sprunghaft an.

Was ist der „Moment of Excellence“?

Mit dem „Moment of Excellence“ lässt sich in jeder erdenklichen Situation ein Topzustand erzeugen. Viele Athleten wenden diese Technik an, und auch NLP geschulte Führungskräfte nutzen sie in ihren Teams. Der „Moment of Excellence“ stammt aus dem NLP und ist der Ur-Shortcut schlechthin. Er beschreibt den Topzustand, in dem viele Ressourcen vorhanden sind. Zu den Ressourcen gehören beispielsweise Freude, Begeisterung, Energie, Mut, Selbstbewusstsein und Erfolgsmomente.

Unter der Annahme, dass es für jede Handlung einen „Moment of Excellence“ gibt, wird diese Technik trainiert, um im Alltag genau diese Ressourcen abrufen zu können. Dabei spielt der Anker eine tragende Rolle. Ein Anker stellt einen Reiz dar, auf den eine Person in einer speziellen Weise reagiert. Natürliche Anker sind zum Beispiel Farben, die eine bestimmte Stimmung auslösen, Musik, die aktiviert oder beruhigt, oder ein Geruch, der einen an ein bestimmtes Ereignis erinnert. Der Anker fungiert als Auslöser, und Sie können diesen selbst setzen. Bei der folgenden Übung werde ich Ihnen drei Anker anbieten: einen kinästhetischen, einen auditiven und einen visuellen Anker. Ich empfehle Ihnen, alle drei zu nutzen und miteinander zu kombinieren. Sie stärken damit die Intensität.

Ich arbeite seit über zehn Jahren mit der Technik und habe sie in dieser Zeit weiter verfeinert. Die folgende Anleitung habe ich für Trainer, Berater und Coaches entworfen, um sich besser zu präsentieren.

Mentalcheck

Überlegen Sie, in welcher Situation Sie den „Moment of Excellence“ besonders benötigen. Zum Beispiel zum Beginn einer Präsentation oder bei negativen Reaktionen Ihrer Zuhörer? In bestimmten Momenten, wenn Sie nicht genug Präsenz herstellen können? Wann wäre es toll, ihn einzusetzen?

Praxisanleitung

1. Schritt: Einen „Moment of Excellence“ abrufen und mit allen Sinnen erleben

Denken Sie an eine erfolgreiche Präsentation oder Rede, als Sie ganz präsent waren und Ihr Publikum begeisterten. Erleben Sie den Moment noch einmal mit allen Sinnen. Welche Bilder können Sie sehen? Erinnern Sie sich an die Stimmen von damals? Wie haben Sie sich gefühlt? Was haben Sie empfunden? Erinnern Sie sich an Ihre Körpersprache und nehmen Sie die Haltung von damals ein? Lassen Sie den Moment in Ihrer Erinnerung ganz lebendig entstehen.

2. Schritt: Verkörpern und ankern

Wenn Sie gerade noch nicht stehen, stellen Sie sich jetzt aufrecht hin. Nehmen Sie eine energiegeladene Haltung ein und versuchen Sie den Zustand von damals möglichst zu verkörpern. Atmen Sie so, wie Sie damals geatmet haben. Halten Sie Schultern, Rücken und Kopf wie in diesem Moment. Spüren Sie die Energie. Bringen Sie die ganze Energie in Körper, Geist und Herz in das Hier und Jetzt. Denken Sie intensiv an das Erfolgserlebnis und verstärken Sie diesen Zustand. Wenn Sie den Zustand ganz intensiv wahrnehmen, rufen Sie die drei folgenden Anker ab und verschmelzen Sie in diesem Moment.

Der Bewegungsanker (kinästhetisch)

Setzen Sie den Bewegungsanker, indem Sie beispielsweise eine Faust ballen, mit den Fingern schnipsen oder sich die Hände reiben. Führen Sie diese Bewegung während dieser Übung mehrmals aus. Diese Bewegung ist Ihre magische Bewegung, mit der Sie sich in Zukunft bewusst in Ihren persönlichen „Moment of Excellence“ bringen.

Ein Schlüsselwort (auditiv)

Erinnern Sie sich an ein Wort oder einen Satz, der mit dem damaligen Trainingserfolg in enger Verbindung steht. Nutzen Sie dies als Schlüsselwort bzw. -satz.

Erfolgsbild (visuell)

Erinnern Sie sich an ein Bild, ein Foto oder eine Grafik, die Ihren Erfolgsmoment ablichtet? Stellen Sie sich dieses Bild intensiv vor.

Verschmelzen Sie diese drei Anker miteinander

Sehen Sie das Bild vor Ihrem inneren Auge, während Sie das Schlüsselwort laut aussprechen und Ihre magische Bewegung ausführen. Wiederholen Sie die drei gemeinsam, bis sie miteinander verschmelzen. Genießen Sie diesen Zustand, den Sie selbst immer wieder erzeugen können. So oft Sie wollen.

3. Schritt: Stark für die Zukunft

Mit der konzentrierten Energie und den drei Ankern reisen Sie in eine zukünftige Situation bei der Sie eine Präsentation, einen Vortrag oder Rede halten. Sehen Sie sich in einer Situation, die Ihnen in den nächsten Tagen bevorsteht. Rufen Sie Ihren „Moment of Excellence“ mit den drei Ankern ab. Sehen Sie sich ganz deutlich in dem Moment. Spüren Sie, wie Ihre ganze Kraft, die jetzt in Ihnen ist, auch dann voll in Ihnen präsent ist. Sehen Sie ein klares Bild in Farbe vor Ihrem inneren Auge. Hören Sie die Geräusche und Stimmen von anderen Menschen. Tragen Sie Gewissheit und Energie in sich. Sehen Sie sich stark handeln. Sie erzielen den gewünschten Erfolg. Genießen Sie diesen Augenblick in Ihrem Körper, in Ihrem Geist und im Herzen. Machen Sie eine kleine Pause und lassen Sie den Gedanken ziehen. Wiederholen Sie Schritt drei weitere zwei Male. Intensivieren Sie den „Moment of Excellence“ bei jeder Wiederholung.

Transfer ins Berufsleben: Bevor Sie den „Moment of Excellence“ das erste Mal in der Praxis anwenden, spielen Sie ihn mehrmals durch. Testen Sie den realen Einsatz erst mit einer kleinen Herausforderung und steigern Sie danach die Schwierigkeit der Situation. Genießen Sie alle Ihre Ressourcen, die durch Körper, Geist und Herz fließen. Sie können den „Moment of Excellence“ einsetzen, so oft Sie wollen.


thomas-schlechter-foto-256x256Thomas Schlechter ist der führende Experte für punktgenaue Bestform, Spitzenmotivation, mentale Kraft und innere Stärke. Der diplomierte Sportlehrer coacht seit rund 20 Jahren Prominente, Unternehmer, Führungskräfte, Spitzensportler und alle, die neue Inspirationen suchen sowie ihre persönliche Performance im Beruf oder im Alltag steigern wollen. Sein aktuelles Buch heißt „Punktgenau im Bestform – mit mentalen Shortcuts schneller besser werden“.

http://www.thomasschlechter.de

Training, Kurs, Seminar, Workshop?

Wer mit dem Bereich der Aus- und Weiterbildung zu tun hat, wird sich vielleicht schon einmal gefragt haben worin die Unterschiede zwischen den einzelnen Ausbildungsformaten bestehen. Als Coach oder Trainer haben Sie einige dieser Formate wahrscheinlich schon selbst verwendet. Wir wollen hier die Bedeutung einiger Ausbildungsformen kurz vorstellen.

Ein Kurs besteht aus einer abgestimmten Folge von Unterrichtseinheiten. Es geht dabei um das Erlernen einer bestimmten Qualifikation, wobei das persönliche oder das berufliche Vorwärtskommen im Vordergrund steht. Am Ende erhält man eine Teilnahmebestätigung.

Ein Lehrgang ist ähnlich aufgebaut wie ein Kurs, endet aber in der Regel mit einer verbindlichen Abschlussprüfung, die zu bestehen ist.

Ein Workshop ist eine Veranstaltung bei welcher die Teilnehmer unter Anleitung eines Moderators praktische Übungen ausführen sollen. Dabei sollen gemeinsam Fragestellungen bearbeitet und praktische Arbeitsergebnisse erzielt werden. Idealerweise steht am Anfang des Workshops ein Problem oder eine Frage und am Ende eine Lösung.

Ein Seminar ähnelt inhaltlich dem Workshop. Es geht aber in erster Linie um Wissenserwerb, und der Seminarleiter kann moderierte Teile mit interaktiven Elementen verbinden.

Eine Schulung bei großer Teilnehmerzahl

Die Schulung vermittelt standardisierte Kenntnisse und Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich. Der Schwerpunkt liegt im Gegensatz zum Training auf dem Frontalunterricht. Wenn Sie zum Beispiel eine Gruppe in  der Gestaltung von Präsentationen schulen, werden Sie in erster Linie Sachverhalte erklären, Beispiele zeigen, Fragen beantworten, Tipps geben und vielleicht zu einem geringen Teil auch Teilnehmer ein paar Dinge üben lassen. Der aktive Anteil des Schulungsleiters ist in etwa so hoch der eines Lehrers im Schulunterricht. Anders als beim Training kann mit dieser Ausbildungsform einer großen Teilnehmerzahl kostengünstig Wissen vermittelt werden.

Schulst du noch oder trainierst du schon?

Beim Training steht das praktische Üben im Vordergrund. Ob eine Fußballmannschaft Spielzüge auf dem Feld trainiert, oder ob Teilnehmer bei einem Coach den professionellen Umgang mit PowerPoint trainieren – es geht hier um das Aneignen von Fertigkeiten durch aktive Teilnahme. Im Training steht das eigene Tun dabei klar im Vordergrund, der Trainingsleiter gibt Anleitungen und Hilfestellungen zur Umsetzung.

Natürlich gibt es auch Mischformen der einzelnen Formate. Für bestimmte Veranstaltungen ist es nützlich, gleich verschiedene Formen der Wissensübermittlung zu nutzen. Ein solches Beispiel ist unser Presentation Rocket Day am 18.11.2016. Wir bieten an diesem Tag einen Mix aus Vorträgen Workshops und Seminaren an, sozusagen eine Verbindung von Fach-Konferenz und Trainingstag. Teilnehmer profitieren dabei vom Einsatz unterschiedlichster Werkzeuge und der vielfältigen Vermittlung von Fachwissen.

Präsentationsexperte und -coach Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.