Beiträge

Die Gestaltung von Präsentationen entwickelt sich immer weiter. Neue Techniken kommen hinzu, andere Elemente werden unmodern. Jedes Jahr gibt es neue Veränderungen, die sich in der Optik und Struktur von Präsentationen wiederspiegeln. Damit ein modernes, zeitgemäßes Design Ihrer Folien gelingt, möchten wir Ihnen zwei Trends vorstellen, die Sie bei Ihrem nächsten Projekt berücksichtigen sollten.

Muss man jeden Trend mitmachen? Nein, natürlich nicht. In vielen Bereichen des Lebens treten immer wieder neue Trends auf. Das fängt bei Mode, Ernährung und Fitness an und hört bei technischen Geräten längst nicht auf. Ob man in diesen Bereichen immer auf der Höhe der Zeit bleibt, oder aktuelle Entwicklungen einfach ignoriert, bleibt Jedem selbst überlassen. Warum also sollten sie sich über aktuelle Trends bei der Gestaltung von Präsentationen interessieren? Meine einfache Antwort: Wenn Sie eine wirklich professionelle Präsentation erstellen wollen, dann gehört zur Professionalität auch eine möglichst moderne Gestaltung. Ich zeige Ihnen zwei Trends, die zudem die Qualität Ihrer Darstellung deutlich erhöht.

Die beiden folgenden Trends stehen für die Fragen: Wie kann ich es meinem Publikum leicht machen mir zu folgen und wie bringe ich die Zuschauer zum Staunen?

Trend 1: Präsentationen mit 3D-Effekt

isometrische Darstellung bei der Gestaltung von Präsentationen

Präsentationen entwickeln sich wieder mehr Richtung 3D. Isometrische Darstellungen und Perspektiven sind im Moment wieder en Vogue. Damit kann man beispielsweise ein Hochhaus von vorne zeigen oder um 45 Grad drehen, damit es auch von der Seite zu sehen ist. 3D-Objekte auf den Folien sind wichtige Stilmittel, Flat-Design verliert an Bedeutung. Es gibt verschiedene Einsatzgebiete und Techniken, die bei Präsentationen verwendet werden können.

3D-Elemente als Eye-Catcher

In den letzten Jahren hat die Filmindustrie mit Spielfilmen in 3D-Technik für große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit gesorgt. Die Nutzung von 3D-Brillen ist vielen Kinogängern vertraut. Auch bei Präsentationen können 3D-Effekte entweder durch grafische Gestaltung oder mit 3D-Brillen wirkungsvoll eingesetzt werden. In Zukunft werden 3D-Techniken weiter an Bedeutung gewinnen. Dazu gehört die 3D-Holografie. Mit 3D-Hologrammen können Objekte oder animierte Sequenzen frei im Raum schweben und von allen Seiten betrachtet werden. Hologramm-Projektoren werden bereits bei Messen, in Museen, Flag-Stores, bei Firmen-Präsentationen und Events als High-Tech-Element eigesetzt, um die Besonderheit und Wertigkeit eines Objekts in Szene zu setzen.

Trend 2: Das Bulletpoint-freie Darstellen von Inhalten

Große Textwüsten sind bei Präsentationen schon eine ganze Weile ein No-Go. Längst ist klar geworden, dass Fließtexte in Präsentationen absolute Aufmerksamkeits-Killer sind. Die meisten Referenten haben die zentralen Aussagen ihrer Texte deshalb für die Präsentation in Bulletpoints zusammengefasst. Mittlerweile werden diese durch Alternativen ersetzt, die moderner und für das Publikum besser zu erfassen sind:

Tabellen statt Bulletpoints

Wollen Sie mehrere Infos auf einer Folie zusammenfassen, dann eigenen sich einfache Tabellen besser als Bulletpoints. Wenn Sie Zahlen und Daten in Relation zu einander zeigen wollen, dann können Tabellen für die bessere Informationsverarbeitung nützlich sein. Auch hier gilt die Devise weniger ist mehr. Komplexe Diagramme und Fieberkurven sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden, selbst dann, wenn Sie echte „Zahlenprofis“ wie Statistiker als Publikum haben. Auch die müssen sich auf die Erfassung der Inhalte konzentrieren und können Ihnen in dieser Zeit nicht gut zuhören.

Grafiken statt Bulletpoints

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. In diesem geflügelten Satz steckt viel Wahrheit. Auf einer guten Grafik können Sie mit einem Blick den gesamten Inhalt erfassen. Sie können Situationen, Prozesse und Zusammenhänge in einem Bild zusammenfassen. Botschaften werden dadurch schnell verständlich. Die vereinfachte Darstellung einer Information durch eine erläuternde Grafik hilft Ihren Zuschauern Informationen schneller und gehirngerecht zu verarbeiten.

Zahlen statt Bulletpoints

Lange Zahlenkolonnen sind für die meisten Menschen nur schwer zu erfassen. Manchmal kann aber eine einzelne Zahl eine starke Botschaft transportieren. Wenn diese Zahl noch mit einem Bild verbunden wird, ist die Wirkung noch größer. Stellen Sie sich vor Sie wollen den weltweiten Bierverbrauch pro Jahr darstellen. Dann genügt auf Ihrer Folie die Information „196 Milliarden Liter“. Wenn Sie als Hintergrund ein Bild mit Braukesseln wählen, können Sie die Botschaft dadurch noch tiefer im Gehirn des Publikums verankern. Die Trends 3D-Grafiken und Bulletpoint-frei, verfolgen letztendlich eine gleiche Richtung. Präsentationen sollen überzeugen und begeistern. Deshalb ist es in Ihrem eigenen Interesse, neue Trends, die dabei helfen die eigenen Botschaften besser zu vermitteln, in die eigene Gestaltung von Präsentationen einzubeziehen.

Für weitere Tipps und Tricks zum Thema PowerPoint und Präsentieren, melden Sie sich hier zum Newsletter an.


Referent und PowerPoint Trainer Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 10.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

In einer Präsentation geht es darum Informationen so aufzubereiten, dass die Zuschauer die Argumentation des Referenten schnell verstehen und idealerweise selbst übernehmen. Wir haben schon gesehen, wie man den Vorher-Nachher-Effekt für eine überzeugende Präsentation einsetzen kann. Die direkte Gegenüberstellung beispielsweise zweier Produkte mit ihren Merkmalen, Vorzügen und Defiziten ist eine weitere gute Möglichkeit Folien effektiv für Ihre Argumentation zu nutzen.

Unterschiede auf einen Blick. Mit der Gegenüberstellung von zwei oder mehr Objekten, Prozessen, Ideen oder Zuständen auf einer Folie können Eigenschaften, Vorteile oder Nachteile miteinander verglichen werden.  Die Werbung nutzt dieses Stilelement sehr häufig. Gegenüberstellungen sind beispielsweise bei Produktvergleichen beliebt. Wie schlägt sich das neuste Produkt von Samsung im Vergleich mit Apple? BMW, Mercedes oder Audi – welche Marke führt die Oberklasse an? Die Leihwagenfirma Sixt nutzt humorvolle Gegenüberstellungen um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ein Plakat zeigte zum Beispiel links das Portrait unserer Verteidigungsministern und auf der rechten Seite das Gesicht einer Sixt-Angestellten. Der Werbespruch dazu lautete „Von der Leyen. Oder von der leihen.“  Sie kennen sicher auch die Gegenüberstellungen die bei der Stiftung Warentest verwendet werden, um den Lesern auf einen Blick die Unterschiede zwischen getesteten Staubsaugern, Fernsehern oder Rasierern zu präsentieren. Diese Technik kann bei Präsentationen genauso eingesetzt werden.

Die einfachste Art der Anwendung ist die Nutzung der PowerPoint-Vorlage „Vergleich“ mit der Möglichkeit zwei Objekte oder Ideen direkt miteinander zu vergleichen. Hier können Sie zum Beispiel pro und contra zu einem Thema zusammenfassen indem Sie auf der linken Seite die positiven und auf der rechten die negativen Aspekte oder Eigenschaften aufzählen.

 

Binden Sie Ihr Publikum ein und lassen Sie über zwei Alternativen abstimmen.  

In einigen Fällen nutzt der Präsentator die Gegenüberstellung um eine direkte Entscheidung von seinen Zuschauern über zwei Alternativen zu erhalten. Ein Anlass kann zum Beispiel die Abstimmung von Mitarbeitern einer Abteilung über zwei verschiedene Vorgehensweisen sein. Genauso können bei einer Firmen-Präsentation vor Kunden auf diese Weise alternative Angebote zusammenfassend präsentiert werden. Man kann auf diese Weise auch ein wenig seine Zielgruppe erforschen, indem man sein Publikum direkt fragt welche von zwei gegenübergestellten Möglichkeiten sie besser finden. Das könnte zum Beispiel das Verpackungsdesign eines Produkts sein; welche Verpackung spricht die Zuschauer mehr  an? Oder welcher zur Wahl stehende Slogan wird von Ihrem Auditorium als passender empfunden?

Vergleiche bei einer Präsentation sind nicht auf die Folien beschränkt.

Als Referent haben Sie Möglichkeit Gegenüberstellungen auch außerhalb Ihrer PowerPoint-Folien zu verwenden. Sie erhöhen die Aufmerksamkeit,  wenn sie beispielsweise Gegenstände die verglichen werden sollen direkt zeigen. Diese Art von „live“-Gegenüberstellungen eigenen sich natürlich nur, wenn das Publikum die Chance hat die zu vergleichenden Gegenständen auch zu erkennen. Referieren Sie über Laptops können Sie die Exemplare hochalten, damit Ihr Auditorium einen ersten Eindruck bekommt. Es gibt aber sicher aussagekräftigere Gegenüberstellungen, die geradezu plakativ Unterschiede erkennbar macht und besser wirkt aus einen Folie. Stellen Sie sich vor, Sie wollen den Preisunterschied zwischen Feinkostläden und Discountern vergleichen.  Es wird jeweils mit einem großen Einkaufszettel und 100 Euro Budget eingekauft. Wie weit kann der Einkaufszettel  in den zwei Märkten abgearbeitet werden? Sie können zwei Einkaufskörbe mit den beiden Einkäufen auf den Tisch stellen und vor Ihrem Publikum auspacken. Wo bekommt man mehr für 100 Euro? Das dürfte Ihrem Publikum mit dieser plastischen Gegenüberstellung sehr einprägsam klar werden.

Überall dort wo Sie in Ihrer Präsentation Unterschiede herausheben wollen, können Sie Formen der Gegenüberstellung in Ihren Vortrag einbinden. Setzen Sie Ihre Kreativität ein, um die Vergleiche zu anschaulich wie möglich zu gestalten.


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Handlungsaufforderungen oder „Call-to-Action“ – ohne geht es nicht

Mit jeder Präsentation verfolgen Sie ein Ziel: Entweder möchten Sie Ihr Publikum mit Informationen versorgen oder von etwas überzeugen. Auf jeden Fall steht hinter Ihren Ausführungen irgendein Zweck.

Wenn Sie Ihren Vortrag einfach mit den Worten „vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit“ beenden und danach Ihre Unterlagen zusammenpacken, verpassen Sie den wichtigsten Moment Ihrer ganzen Präsentation.

Machen Sie sich schon vor der Präsentation klar, was Sie bei Ihrem Auditorium erreichen wollen. Bereits zu dem Zeitpunkt, wo Sie beginnen Ihre PowerPoint-Folien zu erstellen, sollte Ihnen bewusst sein, was Sie sich von Ihrem Engagement am Ende erwarten. Verfolgen Sie nämlich mit Ihrer Präsentation ein klares Ziel, dann ist Ihnen auch klar, was Ihr Publikum nach Ihrem Vortrag idealerweise tun sollte. In den seltensten Fällen werden Sie wollen, dass Ihr Publikum Sie einfach in Ruhe lässt. Das Mindeste, was man nach einem Vortrag gerne hätte, ist ein Feedback vom Auditorium, wie die eigene Botschaft angekommen ist. Wie hat die Präsentation gefallen, wurde alles verstanden, gibt es Fragen?

Sehr oft ist es wünschenswert, dass die Zuhörer danach etwas Bestimmtes tun. Entweder will man etwas verkaufen oder erwartet verbindliche Zusagen zu weiteren gemeinsamen Aktionen. Vielleicht wollen Sie ein zusätzliches Budget für ein Projekt, die Erlaubnis in einem bestimmten Bereich weiter zu forschen oder Sie möchten von Ihrem Verband auf einen einflussreicheren Posten versetzt werden. Es wird selten passieren, dass sich Ihr Publikum die Mühe macht, zwischen den Zeilen Ihre Absicht zu erraten. Sie müssen am Ende Ihrer Präsentation schon genau darauf hinweisen, was Sie erwarten. Man nennt das auch eine „Call-to-Action“. Wenn Sie keine konkreten Handlungsaufforderungen geben, werden Ihre Zuhörer vermutlich auch nicht handeln.

Punktlandung mittels letztem Satz

Es kommt also darauf an den richtigen Abschluss zu finden, um Ihr Ziel zu erreichen. Der letzte Satz oder die letzten Sätze Ihrer Vorstellung sollten Ihnen schon vorher völlig bewusst sein. Üben Sie ruhig ein, was Sie sagen wollen. Der letzte Satz bleibt im Gedächtnis Ihrer Zuhörer vermutlich am längsten haften, wenn er pointiert formuliert ist. Legen Sie also großen Wert auf die Vorbereitung Ihrer letzten Worte.

Trauen Sie sich, und sagen Sie ganz klar, was Sie sich wünschen. Richten Sie ruhig eine klare Aufforderung an das Publikum. Beispiele:

– Ich bin überzeugt, dass ich Ihnen somit die beste Lösung präsentiert habe. Bitte unterstützen Sie unser Vorhaben mit Ihrer Stimme!

– Es liegt nun in Ihrer Hand. Ich habe Ihnen alle nötigen Informationen für Ihre Entscheidung gegeben. Bitte treffen Sie die richtige Wahl!

– Sie kennen jetzt alle Vorteile unserer Lösung. Welche gemeinsamen Schritte wollen wir nun gehen?

– Ich habe Ihnen dargelegt, welche Schritte ich für notwendig halte. Werden Sie jetzt selbst aktiv! Lassen Sie uns an die Realisierung gehen!

Bei einer internen Präsentation können die nächsten Schritte recht simpel sein. Zusammen mit den Teilnehmern wird im Anschluss an die Präsentation eine Vereinbarung getroffen, welche Aufgaben jeder bis zu einem festgelegten Termin zu erfüllen hat. Aus diesen Vereinbarungen wird ein Gesprächsprotokoll angefertigt, das jedem Teilnehmer als verbindliche Anweisung zugemailt wird.

Bei einer Präsentation vor externen Zuhörern ist die Vorgehensweise von den Zielen abhängig. Wenn Sie einen Kurs oder ein Buch verkaufen wollen, geht die Aufforderung klar in die Richtung, sich in eine Verkaufsliste einzutragen oder gleich vor Ort zu kaufen. Wenn Sie in ein Amt gewählt werden möchten, sollten alle Wahlberechtigten ihre Stimme an Sie abgeben. Sollten Sie Ihre Firma bei potenziellen Kunden vorgestellt haben, möchten Sie natürlich die nächsten Schritte einer Zusammenarbeit festlegen.

In jedem Fall entscheiden Sie mit einer genauen Handlungsaufforderung über Ihre Zielerreichung.



Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.