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Gestalten Sie Ihre erste und letzte Folie mit Bedacht!

Bei so ziemlich allen Veranstaltungen, egal ob es ein Rockkonzert, eine Zirkusdarbietung oder eine Operninszenierung ist, bleiben der Beginn und der Schluss besonders gut in der Erinnerung des Publikums. Bei PowerPoint-Präsentationen ist das nicht anders.

[/vc_column_text][vc_column_text]Es ist umso erstaunlicher, dass viele Vortragende sich überhaupt keine Gedanken darüber machen, wie sie ihre Präsentation beginnen und wie sie diese beenden wollen. Oft stolpern sie uninspiriert in ihren Folienvortrag hinein und stehlen sich am Ende genauso wieder hinaus. Dabei werden zwei wichtige Momente einer Präsentation sträflich vernachlässigt:

der erste Eindruck und der letzte Eindruck.  [/vc_column_text][vc_column_text]

Typische Fehler bei der Foliengestaltung

Ich habe in meinem Leben schon unzählige Präsentationen gesehen. Gefühlte neun von zehn beginnen mit einer Folie, auf der zu lesen ist: „Herzlich Willkommen“. Solche Präsentationen enden dann genauso häufig mit der Folie „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit“. Auch sehr beliebt ist die Floskel „Noch Fragen?“, um die letzte Folie zu gestalten. Abgesehen davon, dass es nie wirklich geschickt ist, alles genauso umzusetzen wie die Masse, haben diese Phrasen auch noch weitere Nachteile für die Foliengestaltung. Zu Beginn Ihrer Präsentation sollten Sie Ihr Publikum persönlich begrüßen. Entweder wird die „Herzlich willkommen“-Folie also genutzt, um sich die persönlichen Grußworte zu sparen, weil das ja schon auf der Folie steht, oder Sie kommunizieren alles zweimal. Einmal auf der Folie und gleich noch einmal als gesprochenes Wort. In dem Fall laufen Sie große Gefahr Ihr Publikum schon am Anfang zu langweilen. Denn nichts ist so öde, als ein Referent, der seine Folien praktisch abliest

Das gilt auch für die letzte Folie. Natürlich sollten Sie sich selbst bei Ihrem Publikum erkundigen, ob Fragen offen sind und sich für die Aufmerksamkeit persönlich bedanken. Eine Folie wird das kaum für Sie zufriedenstellend erledigen können. Achten Sie also darauf, dass Sie grundsätzlich keine Folien erstellen, deren Inhalt Sie bei der Präsentation einfach wiederholen.

So gelingt Ihnen der Ein- und Ausstieg

Doch wie sollten Sie nun die erste und die letzte Folie Ihrer Präsentation sinnvoll nutzen? Die erste Folie soll die Zuschauer auf den Vortrag vorbereiten und

– ihnen vermitteln, was das Thema des Vortrages ist,

– verdeutlichen, was die Zuschauer erwartet,

– das Interesse an dem Vortrag wecken, Spannung aufbauen.

Ob Sie Ort, Datum, Uhrzeit und Name des Referenten auf der ersten Folie Ihres Vortrages hinterlegen, sollten Sie sich überlegen. Normalerweise sind diese Daten allen Anwesenden bereits bekannt. Auf die erste Folie gehört in jedem Fall der Titel des Vortrages (Titelfolie). Verwenden Sie ruhig etwas Zeit darauf, einen wirklich guten Titel zu finden. Der Titel sollte idealerweise das Interesse Ihres Publikums wecken. Manchmal zeigt ein Thema in der Tat wenig spannende Aspekte, die Ihre Zuschauer in Aufregung versetzen könnten. Ein Statusbericht ist in der Regel kein Psychothriller. Sie könnten in dem Fall das Thema mit einer Fragestellung oder zum Beispiel auch mit einer provokativen Feststellung interessanter gestalten. Nutzen Sie die erste Folie, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen.

Wie kann man die letzte Folie nutzen? Bedenken Sie immer bei der Foliengestaltung: Die letzte Folie ist für Sie die letzte Chance, bei Ihrem Publikum etwas zu bewirken. Sie können also auf der letzten Folie noch einmal die wichtigsten Punkte Ihrer Präsentation hervorheben. Sie können eine abschließende Bewertung formulieren oder die nächsten Schritte, die nun zu tun wären, skizzieren. Die letzte Folie kann auch genutzt werden, um eine Aufforderung an das Publikum zu richten. Man nennt das auch „call-to-action“. Die letzte Folie kann zum Beispiel die Botschaft enthalten: „Besuchen Sie uns auf der Messe, Halle B, Stand 309A!“ oder „Rufen Sie uns an unter Telefonnummer…“. Sie können mit der letzten Folie also noch einmal richtig Gas geben und sollten diese Chance nicht ungenutzt lassen.


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint-Trainings und Präsentationsschulungen inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Eine erfolgreiche Präsentation steht und fällt mit der Performance des Redners. Die PowerPoint-Folien können noch so aussagekräftig sein – wenn der Referent das Publikum durch eine überzeugende Darbietung nicht fesseln kann, verpufft schnell die gesamte Wirkung. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch die Redegeschwindigkeit, auf die ich im folgenden Blogbeitrag etwas näher eingehen möchte.

Der richtige Ton

Es ist gar nicht so einfach, bei einem Vortrag den richtigen Ton zu treffen. Auf welche Weise spricht man das Publikum am besten an? Das hängt natürlich von der Zusammensetzung des Auditoriums und vom Thema der Präsentation ab. Wenn es zum Beispiel um ein wissenschaftliches Fachthema geht und lauter Fachleute im Publikum sitzen, werden Sie sicher versuchen möglichst seriös und sachlich aufzutreten. Geht es darum eine exklusive Klub-Anlage als cooles Urlaubsziel an ein jüngeres Publikum zu vermarkten, werden Sie sich vermutlich um einen lockeren Umgangston und ein gutes Feeling bei Ihrem Publikum bemühen. Die Form Ihres Vortrags muss zum Vortragsinhalt und zum Publikum passen.

Die richtige Geschwindigkeit

Ein besonders wichtiger Aspekt bei der richtigen Publikumsansprache ist die richtige Geschwindigkeit, mit der Sie Ihre Präsentation vortragen. Wenn Sie Ihren Vortrag nur schnell herunterrasseln, besteht die Gefahr, dass die Zuschauer nicht mehr folgen können und abschalten. Reden Sie zu langsam, kann sich das Publikum schnell langweilen und Ihnen ebenfalls keine Aufmerksamkeit mehr schenken. In beiden Fällen verlieren Sie den Kontakt zu Ihrer Zielgruppe und können Ihre Botschaften nicht mehr erfolgreich vermitteln.

Doch wie findet man das richtige Tempo? Hier muss jeder seine eigene praktische Erfahrung sammeln. Möglicherweise haben Sie bereits von Kollegen ein Feedback bekommen, dass Sie etwas langsamer oder schneller, lauter oder deutlicher reden sollten. Falls Sie noch keine Erfahrungswerte sammeln konnten, überlegen Sie sich, ob es im Freundeskreis oder unter Kollegen Vertrauenspersonen gibt, vor denen Sie Ihre Präsentation halten können. Es ist wichtig zu erfahren, wie Sie als Redner wirken.

Sammeln Sie vorher praktische Erfahrungen!

Das Lampenfieber führt bei den ersten Vorträgen meistens dazu, dass der Präsentator häufig zu schnell spricht. Deshalb ist es so wichtig praktische Erfahrungen zu sammeln, bevor man auf größere Bühnen geht. Vor wirklich wichtigen Präsentationen, wenn Sie zum Beispiel die Unternehmenspräsentation vor einem wichtigen Kunden vorführen sollen, ist es ratsam, im Vorfeld mit einem Profi zu trainieren. Gute Präsentationsagenturen bieten Einzelunterricht oder Seminare in kleineren Gruppen an, wo Rhetorik, Dramaturgie und Aussprache trainiert werden.

Darüber hinaus können Sie an den Reaktionen Ihres Publikums erkennen, ob Sie das Tempo variieren müssen. Wenn die Zuschauer anfangen, auf die Uhr zu schauen oder mit dem Nachbarn zu tuscheln, sollten Sie das Tempo etwas anziehen. Wenn Sie dagegen erkennen, dass Ihr Publikum die Augen zusammenkneift, verständnislos auf die Folien starrt oder vielleicht sogar verständnislos den Kopf schüttelt, dann sollten Sie mit dem Tempo heruntergehen. Wenn die Inhalte eher kompliziert sind, sollte die Geschwindigkeit eher etwas langsamer sein.

Nutzen Sie die Wirkung von Redepausen!

Denken Sie auch an Redepausen! Egal ob Sie schnell oder langsam reden, achten Sie darauf beim Sprechen, Pausen zu machen. Die Wirkung einer Redepause ist von großer Bedeutung. Versetzen Sie sich in die Situation Ihres Publikums. Pausen sind wichtig, um Informationen speichern zu können. Der Vortragende nutzt Pausen nicht nur zum Luft holen, sondern setzt sie dramaturgisch ein, um Spannung und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Wenn Sie beispielweise die rhetorische Frage stellen „Wissen Sie was diese Information für Sie bedeutet?“ und danach eine kurze Pause einbauen, haben Sie die ungeteilte Aufmerksamkeit Ihres Publikums für Ihren nächsten Satz.

Fazit

Diese Dinge sollten wirklich eingeübt werden, damit sie ihre Wirkung richtig entfalten können. Mit etwas Erfahrung entwickeln Sie ein Gespür für das richtige Tempo.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Was ist die zentrale Botschaft Ihrer PowerPoint-Präsentation? Können Sie die Essenz Ihres Vortrages in wenigen Sätzen zusammenfassen? Wenn Sie die Antwort auf diese Fragen nicht wissen, sollten Sie sich etwas intensiver mit diesem Thema befassen.

Ich habe berufsbedingt wirklich schon eine Menge Präsentationen gesehen, und ich nehme an, dass es Ihnen ähnlich geht. Darunter waren auch viele wirklich gute PowerPoint-Präsentationen, die von gut vorbereiteten Rednern professionell vorgetragen wurden.

Trotzdem habe ich häufig feststellen müssen, dass mich die Darbietung des Redners nicht wirklich gepackt hat. Bei der Menge an Informationen, die in einem Vortrag üblicherweise vermittelt werden, ist in diesen Fällen wenig wirklich hängen geblieben. Meistens habe ich mir nach dem Ende einer solchen Präsentation die Frage gestellt, warum er mir und dem Rest des Publikums das alles erzählt hat. Etwas hat gefehlt: die zentrale Botschaft. Was will mir der Redner außer einer Reihe Fakten mit auf den Weg geben?

Warum ist das Formulieren der Kernbotschaft so wichtig?

Die Kernbotschaft, also die zentrale Botschaft, ist sozusagen die Essenz Ihrer Präsentation. Sie ist der Grund, warum Sie überhaupt einen Vortrag halten wollen. Denn sicher wollen Sie mit Ihren professionell gestalteten Slides und dem präzise eingeübten Vortag etwas bewirken. Sie wollen Ihr Publikum überzeugen und möchten idealerweise die Menschen durch Ihre Präsentation zu etwas bewegen. Sie wollen eine Meinung bilden. Um das zu erreichen, muss Ihnen die Kernbotschaft selbst klar sein. Zum Beispiel:

– Unser neues Modell ist der beste/günstigste/sparsamste Mittelklasse-PKW auf dem Markt,
– regelmäßige Bewegung hält Sie bis ins hohe Alter gesund und fit,
– Elektromotoren sind Verbrennungsmotoren überlegen,
– Die Partei XY setzt sich für Ihre Rechte ein.

Die zentrale Botschaft – die Essenz Ihrer Präsentation

Diese Essenz ist das Rückgrat Ihrer Präsentation. Sie wissen, welche Botschaft Sie in die Köpfe Ihrer Zuhörer pflanzen wollen. Nun können Sie überlegen, welche Fakten, Argumente und Beispiele Sie in Ihre Präsentation einbauen können, um Ihre Kernbotschaft zu untermauern. Was ist wirklich überzeugend? Was muss erwähnt werden, damit Ihr Publikum Ihre Geschichte „kauft“?

Nehmen wir das oben erwähnte Beispiel des besten Mittelklasse-PKWs. Welche Gefahr besteht, wenn Sie sich nicht vorher Gedanken über die zentrale Botschaft machen? Sie reihen in Ihrer Präsentation leicht eine Vielzahl von Informationen aneinander: über das Entwicklungszentrum, das dieses neue Modell konzipiert hat, die große Bandbreite an Motoren, die tollen Sonderlackierungen, das Grußwort des Vorstands zum großen Wurf und das bundesweite Netz an Vertragswerkstätten. Zum Schluss wissen die Zuhörer womöglich alles über diesen Wagen, nur nicht warum sie ihn kaufen sollen. Deshalb müssen Sie sich im Vorfeld genau darüber Gedanken machen und diese wichtige Frage zunächst für sich beantworten. Wenn Sie die Antwort kennen, können Sie Ihren Vortrag so gestalten, dass Sie die Inhalte der Folien so auswählen, dass diese die Kernbotschaft bestätigen.

Ob Ihre aktuelle PowerPoint-Präsentation eine zentrale Botschaft enthält, können Sie schnell feststellen. Versuchen Sie die gesamte Präsentation in zwei bis drei Sätzen zusammenzufassen. Gelingt Ihnen das nicht, wäre es ratsam, nochmals genau zu überlegen, was Sie mit Ihrem Vortag erreichen wollen und ob alle Inhalte wirklich auf dieses Ziel abgestimmt sind.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Wenn Sie mit Ihrer Präsentation wirklich Erfolg haben wollen, ist die passende Platzierung der Elemente auf einer Folie ein wichtiger Faktor zu Verständlichkeit. Setzen Sie einzelne Inhalte in die richtige Beziehung zueinander, indem Sie die jeweilige Position auf den Slides bewusst auswählen. Damit Sie Ihre Botschaft optimal vermitteln können, sollte Ihre Präsentation so klar wie möglich strukturiert sein. Jede einzelne Folie soll das unterstreichen, was Sie mitteilen wollen. Deshalb sollten Sie bei der Platzierung der Inhalte nichts dem Zufall überlassen.

Der Zuschauer erkennt relativ leicht, ob ihm der Präsentator mittels der Slides eine überzeugende Geschichte erzählt, oder ob der Referent einfach alle Informationen, die er hatte, irgendwie auf seine Folien gequetscht hat. Auch die einheitliche Ausrichtung von Textpassagen und Objekten wie Bilder zeigt dem Betrachter sofort, ob hier ein Profi am Werk war oder die Anordnung dem Zufall überlassen wurde. Im letzten Fall wirkt die Struktur meistens unruhig, chaotisch und für den Betrachter verwirrend. Auf einer gut gestalteten Folie erkennt das Publikum auf einen Blick, in welcher Relation die abgebildeten Elemente stehen und welche Story sie erzählen. Ich gebe Ihnen ein paar einfache Tipps an die Hand, die Ihnen helfen, Ihre Präsentation besser zu gestalten.

Tipp 1: Stellen Sie für eine gelungene Platzierung Beziehung her

Stellen Sie eine erkennbare Beziehung zwischen den einzelnen Elementen einer Folie her. Wenn Sie zum Beispiel eine Grafik mit einem erläuternden Text verwenden wollen, ordnen Sie die beiden Objekte so an, dass optisch eine Einheit entsteht. Die Platzierung einer Grafik links oben und einer Textpassage rechts unten, ergibt keinen Sinn. Wenn Sie eine Person zitieren wollen und zu Veranschaulichung ein Portrait-Foto hinzufügen, dann sollten Zitat und Foto eine Einheit bilden.

Platzierung - nicht vorteilhaft

Platzierung - vorteilhaft

Tipp 2: Eine erfolgreiche Platzierung lebt durch Wiederholung

Wenn Sie in Ihrer Präsentation wiederkehrende Elemente, wie Grafiken, verwenden, sollten diese auch an wiederkehrende Positionen platziert werden. Haben Sie eine Grafik auf der ersten Folie im rechten oberen Bereich der Folie eingefügt, ist es sinnvoll, weitere Grafiken auf den folgenden Slides an derselben Stelle zu positionieren. Damit wirkt Ihre Präsentation einheitlicher, und für den Leser ist es einfacher die Inhalte schnell zu erfassen.

Leere Bereiche sollten nicht sinnlos mit Elementen gefüllt werden. Überlegen Sie genau, welche Objekte auf einer Folie die entscheidenden Informationen transportieren. Lassen Sie alles andere konsequent weg! Ich wiederhole mich zwar, aber sage es gerne auch in diesem Artikel wieder: weniger ist oft mehr.

Tipp 3: Bei der richtigen Platzierung hilft Ihnen Ihre Präsentationsprogramm

Um die richtige Platzierung und Ausrichtung Ihrer Folien-Elemente zu erleichtern, halten Präsentationsprogramme entsprechende Hilfsmittel bereit. Hier ein paar Beispiele von PowerPoint:

Ausrichten eines Objekts an anderen Objekten

1. Die UMSCHALTTASTE gedrückt halten, dann auf die auszurichtenden Objekte klicken und dann auf die Registerkarte Format.

2. Gehen Sie auf der Funktion Anordnen auf den Befehl Ausrichten. Die Objekte können dann mit Ausgewählte Objekte ausrichten optimiert werden.

Ausrichten eines Objekts auf der Folie

1. Die UMSCHALTTASTE gedrückt halten, dann die auszurichtenden Objekte klicken, und danach auf die Registerkarte Format.

2. Unter der Funktion Anordnen aus Ausrichten gehen, und danach An Folie ausrichten wählen.

3. Danach unter Anordnen auf Ausrichten gehen, und auf die gewünschte Ausrichtung klicken.

Aktivieren des Ausrichtens an einem Raster

Eine weitere Hilfe beim Ausrichten von Objekten bildet die Verwendung von Gitternetzlinien. Damit können Objekte genau positioniert werden.

· Gehen Sie in der Funktion Ansicht auf Führungslinien, und klicken Sie danach Am Raster ausrichten an.

Ausrichten von Objekten durch Einsatz statischer Führungslinien

Durch statische Führungslinien kann das Ausrichten von Textfeldern und anderen Objekten erleichtert werden.

1. Gehen Sie in der Funktion Ansicht auf den Bereich Führungslinien, und klicken Sie dort auf Statische Führungslinien.

2. Es können beliebig weitere Führungslinien hinzufügt werden. Dabei halten Sie OPTION gedrückt. Dann können weitere Führungslinien eingefügt werden.

Sie sehen an diesen kleinen Beispielen, dass mit sehr einfachen Mitteln eine deutliche Verbesserung der Qualität und Ihrer Präsentation damit Ihrer eigenen Überzeugungskraft erreicht werden kann. Kaufen Sie sich ein gutes Handbuch und arbeiten Sie sich ein paar Tage in die Materie ein. Es ist gut investierte Zeit, die der Qualität Ihrer Folien zu Gute kommt. Ihr Publikum wird den Unterschied merken.


Potrait_MG_WosilatDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Sie haben sich mit Ihrer Präsentation richtig Mühe gegeben, Sie sind alle Slides einzeln durchgegangen, haben sich Notizen gemacht und Ihren Vortrag sogar vor dem Spiegel geübt. Doch als Sie Ihren Vortag öffentlich gehalten haben, war die Reaktion des Publikums eher mäßig. Da tuscheln einige Personen miteinander, andere schauen auf die Uhr oder blättern gelangweilt in ihren Handouts. Die Wahrscheinlichkeit liegt nahe, dass Sie einen oder sogar mehrere Fehler gemacht haben. Ich möchte Ihnen in diesem Blogbeitrag die fünf häufigsten Stolperfallen aufzeigen, die Ihren Zuhörern schnell die Laune verderben, und darüber hinaus Lösungen anbieten.

Fehler 1: Sie langweilen Ihr Publikum schon mit der Überschrift

Das A und O bei erfolgreichen Präsentationen ist das Erschaffen und Aufrechterhalten von Spannung und Aufmerksamkeit. Wenn ich bei einem Vortrag eine positive Erwartungshaltung habe, ist meine Bereitschaft, mich auf den Referenten und sein Thema einzulassen natürlich größer, als wenn ich von vornherein den Verdacht habe, dass mich eine öde Folienschlacht erwartet. Den ersten Hinweis auf Form und Inhalt einer Präsentation gibt der Vortrags-Titel. Wenn schon die Überschrift einer Präsentation zum Gähnen verführt, lässt es Rückschlüsse darauf zu, was mich da wohl erwartet.

Aber das ist nun einmal der erste Eindruck, den ein Besucher Ihres Vortrages bekommt. Sie sollten schon bei der Themenüberschrift das Interesse Ihrer Zuhörer wecken, indem Sie Emotionen herstellen. Das gelingt Ihnen zum Beispiel, wenn Sie Betroffenheit erzeugen. Die Überschrift „Die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2017 unter besonderer Berücksichtigung der Exportwirtschaft in Krisenregionen“ klingt sehr trocken und akademisch und wird vermutlich keine Emotionen beim Publikum hervorrufen. Bei dem Titel „Wirtschaft 2017 – Crashgefahr für Deutschland?“ wird sofort etwas angesprochen, das Gefühle auslösen kann: die Gefahr eines Crashs. Das betrifft uns alle, da möchte ich gleich wissen wie groß die Gefahr ist.

Ich bringe Ihnen ein weiteres Beispiel. Zu welchem Vortrag werden wohl mehr Zuhörer kommen: Zu „Neue archäologische Erkenntnisse aus der Analyse der Artefakte aus dem keltischen Gräberfund in Niederbrombach“, oder zu „Die Wahrheit über Asterix und Obelix – Die Welt der Gallier zwischen Kunst und Kriegsführung“? Im ersten Fall erwarte ich zwar durchaus hochwertige Inhalte, aber ich befürchte, dass die Präsentation staubtrocken gestaltet wird.  Bei der Anspielung auf Asterix und Obelix wird signalisiert, dass hier auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt wird. Selbst mit archäologischem Vorwissen würden sich vermutlich mehr Personen für diese Präsentation entscheiden, einfach weil dort sie einen höheren Unterhaltungswert erwarten. Also, selbst wenn Ihr Thema nicht sehr aufregend sein sollte, versuchen Sie trotzdem Emotionen zu erzeugen. Das spricht Ihr Publikum stärker an als die Aufzählung von Fakten.

Fehler 2: Sie erzählen keine Geschichte (Storytelling)

Moderne Präsentations-Software, wie PowerPoint oder Prezi, bietet eine Fülle von Möglichkeiten der Foliengestaltung. Nicht selten verlieren sich Referenten in technischen Effekten und Spielereien, ohne auf die Bedürfnisse des Publikums Rücksicht zu nehmen – ein fataler Fehler. Das erinnert ein wenig an technisch aufwändige Hollywood-Filme, die vor lauter „special effects“ die Handlung und die Schauspieler in den Hintergrund drängen. Diese Filme wirken dann irgendwie steril und außer dem Technik-Bombast bleibt beim Kinobesucher meistens nichts hängen. Aber auch ein 200-Millionen-Budget kann eine schlechte Story und blasse Darsteller nicht durch Computer-Effekte kompensieren. Das Publikum will eine gute Geschichte und Charaktere, mit denen sie sich identifizieren können.

Das ist bei einer guten Präsentation kein bisschen anders. Auch Ihr Publikum ist für eine gute Geschichte dankbar und wird Ihnen bereitwillig folgen, wenn Sie bei Ihrer Präsentation das „storytelling“ beherrschen. Egal wer Ihnen im Zuschauerraum gegenüber sitzt, alle wollen gerne unterhalten und emotional angesprochen werden. Eine professionelle Präsentation ist ein erstklassig gestalteter Foliensatz plus ein guter Geschichtenerzähler, der für die Emotionen und eine Rahmenhandlung sorgt. Sie sollten auch nicht darauf vertrauen, dass Ihre auf 40 Slides zusammengetragenen Fakten gemerkt werden. Damit ist Ihr Publikum überfordert. Eine mitreißende Geschichte bleibt dagegen sehr viel besser in Erinnerung. Wenn es Ihnen gelingt, eine gute Story zu erzählen und dabei wesentliche Fakten Ihrer PowerPoint-Präsentation einzubinden, haben Sie gute Chancen, eine bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen.

Fehler 3: Ihre Präsentation enthält weder Grafiken, Bilder noch Animationen

Das Gegenteil von überbordenden Effekten und technischen Spielereien ist das Verzichten von auflockernden Bildern oder Grafiken. Es gibt immer noch viele Foliensätze, die nur aus Text bestehen. Eine große Zumutung für Ihre Zuschauer. Text lässt sich sehr viel schwerer in unserem Gehirn abspeichern als zum Beispiel Bilder. Besonders fatal wird es für die Aufmerksamkeit Ihres Publikums, wenn es gleichzeitig Ihnen zuhören soll und den Text der Folien lesen muss. Das kann nicht funktionieren. Man wird sich auf entweder Sie oder Ihre Folien konzentrieren. Ihr Auditorium wird gestresst und verliert im schlimmsten Fall ganz das Interesse daran Ihrer Präsentation zu folgen. Bilder lassen sich sehr viel besser vom Gehirn verarbeiten und gleichzeitig kann der Zuschauer Ihren Erläuterungen folgen. Bilder lassen sich zudem optimal mit einer guten Story verbinden, da auch Bilder unser emotionales Empfinden ansprechen.

Fehler 4: Sie überfrachten die Folie mit Logos und Bildern

Bilder in der Präsentation bedeuten aber nicht, dass Sie nun alles mit Bildchen zukleistern. Vor allem die Unsitte, so viele Firmenlogos draufzupacken, wie nur irgendwie geht, ist weitverbreitet. Das verdirbt aber die Lesbarkeit der Folien, verwirrt und strengt Ihr Publikum unnötig an. Eine Folie sollte mit einem kurzen Blick seine Informationen preisgeben. Niemand möchte anfangen zu suchen, wo zwischen Logos, Slogans und Hintergrundbildern die Information zu finden ist.

Fehler 5: Sie bieten betreutes Lesen statt eines lebendigen Vortrags

Ein weitverbreiteter Fehler ist das laute Ablesen des Folientextes statt freier Rede. Das wirkt nicht nur sehr unbeholfen, es unterfordert Ihre Zuschauer, wenn Sie ihnen die Folien vorlesen. Das führt sehr schnell zu Langeweile und einem sehr negativen Urteil über den Referenten. Ich nenne so etwas gerne „betreutes Lesen“ und es ist der sicherste Weg Ihre Präsentation in den Sand zu setzen. Ihr Foliensatz sollte das, was Sie erzählen, unterstreichen und nicht mit Ihrem Vortrag identisch sein. Auch wenn es eine kleine Herausforderung ist, an der freien Rede führt leider kein Weg vorbei, wenn Sie vor Publikum erfolgreich auftreten wollen. Wenn Sie überzeugen wollen, müssen Sie Emotionen erzeugen. Das funktioniert nicht, wenn Sie einen Text ablesen.


Potrait_MG_WosilatDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Präsentationen müssen auf jeder Folie verständliche Informationen transportieren, die im Idealfall ohne weitere Erläuterungen für einen Leser verständlich sind. Einen großen Anteil an der Verständlichkeit haben die Folientitel.  

Der berühmte Werbefachmann David Ogilvy hat sich mit der Bedeutung von Überschriften sehr intensiv beschäftigt. Er hat einmal festgestellt, dass etwa acht von zehn Lesern den Titel eines Textes lesen und nur zwei davon lesen danach den dazugehörigen Text.

Für ihn war die Überschrift von besonderer Bedeutung. Ich glaube, er hat auch einmal gesagt, wenn man eine Stunde für einen Werbetext zur Verfügung hat, sollte man fünfzig Minuten für die Überschrift aufwenden. Wenn wir eine Zeitung lesen, treffen wir auch aufgrund des Titels die Wahl, ob der dazu gehörige Artikel uns interessieren könnte.

Wie ist das bei einer PowerPoint-Präsentation? Kommt es da wirklich auf die „Head-Line“ an, oder sind nicht die anderen Folieninhalte und die Erläuterungen des Referenten wichtiger? Bedenken Sie, dass moderne Foliengestaltung auf kurze, plakative Botschaften setzt. Auf viel Platz für erläuternde Texte wird in zeitgemäßen Präsentationen verzichtet. Umso wichtiger ist es deshalb, der Folien-Titel als zusätzliche Informationsquelle für Ihr Publikum zu nutzen. Die Überschriften ergeben eine „Storyline“, die den Handlungsbogen Ihres Vortrages beschreiben.

Bedenken Sie auch, dass Ihre Präsentation als „Hand-Out“ vielleicht Personen erreicht, die weder Sie persönlich kennen, noch umfassend mit den dargestellten Inhalten vertraut sind. Auch Ihre Zuhörer finden durch die richtige Wahl der Überschriften schneller wieder in die Themen herein, wenn sie in ein paar Tagen oder Wochen nach Ihrer Präsentation die Folien wieder zur Hand nehmen. Durch eine gute „Headline“ weiß der Leser, was ihn erwartet.

Je nach Vortragsthema und Zielgruppe gibt es verschiedene Titel-Formen:

Ordnungstitel

Eine neutrale und sachliche Variante sind die Ordnungstitel. Vor allem bei wissenschaftlichen Präsentationen werden Ordnungstitel eingesetzt. Typische Überschriften sind hier beispielsweise „Einleitung“, „Kapitel 1,2.3 …“, Schlussbetrachtung“.

Deskriptive Titel

Bei dieser Titelform wird die Botschaft der Folie durch eine Beschreibung unterstrichen. Der Leser erhält mit dem Titel eine Beschreibung des Folieninhalts. Die Titel lauten hier etwa „Das Ergebnis der Mitarbeiterbefragung“, „Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal“ oder „Die 5 Faktoren der Kundenzufriedenheit“.

Action-Titel

Mit einem Action-Titel können Sie Emotionen erwecken oder provokative Inhalte noch mehr zuspitzen. Bei dieser Variante werden plakative Überschriften für die Folien verwendet. Formulierungen könnten dabei lauten: „Warum 80% der Vertriebsmitarbeiter ihr Geld nicht wert sind“, „Verkauf oder stirb“, „So Schieben Sie den Werbe-Turbo ein“.

Egal welche Titel-Art Sie wählen, Sie sollten sich auf jeden Fall ausreichend Zeit für angemessene Überschriften nehmen.


Präsentationscoach und Experte für multimediales Präsentieren Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Überlassen Sie bei Ihrem Auftritt nichts dem Zufall

Wenn Sie sich mit Ihrer Präsentation Ihrem Publikum stellen, sollten Sie nichts dem Zufall überlassen. Das gilt für die Gestaltung der Folien, Ihren Text und natürlich für die Weise, wie Sie sich den Zuschauern zeigen. Zu einem souveränen Auftritt gehört nicht nur die Beherrschung des Fachthemas.

Die Leute werden auch Ihre äußere Erscheinung zur Kenntnis nehmen. Hier können Sie schnell an Überzeugungskraft verlieren, wenn Form und Inhalt irgendwie nicht zusammenpassen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie peinliche Ausrutscher vermeiden.

Sie kennen sicher Sprüche wie „Kleider machen Leute“ oder „das Auge isst mit“. Damit umschreibt der Volksmund die Tatsache, dass wir meistens ein gutes Gespür dafür haben, ob der äußere Eindruck mit unseren Erwartungen übereinstimmt. Sie haben im Fernsehen vielleicht auch schon eine dieser Vorher-nachher-Shows gesehen, wo aus eher unscheinbaren Kandidaten mit entsprechender Kleidung, Frisur und Make-up plötzlich richtige „Hingucker“ gemacht wurden. Der äußere Anschein ist wichtig für eine positive Wirkung, und das ist bei Präsentationen nicht anders.

Das sollten Sie vor Ihrem Auftritt beachten:

Nichts ist schlimmer als vor dem Schritt zur Bühne in den Panik-Modus zu geraten. Eine halbe Stunde vor Ihrem Auftritt fällt Ihnen ein, dass Sie Ihre Präsentation zwar gestern auf einem Stick gezogen haben, aber wo haben Sie das Ding eigentlich hingesteckt? Oder Sie merken, dass Sie das Kabel für den Beamer nicht dabeihaben. Oder Ihre Krawatte hat, wie Sie gerade entdecken, einen markanten Fleck und Ihre Schuhe wollten Sie auch noch putzen, doch jetzt ist es zu spät. Das passiert fast zwangsläufig, wenn Sie auf den letzten Drücker Ihre Vorbereitungen treffen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man dann in letzter Minute irgendetwas übersieht.

Es ist ratsam, eine Checkliste zu führen, die Sie auch immer wieder mit neuen Punkten Ihrer Erfahrungen ergänzen.

Gehen Sie diese Liste 1–2 Tage vor Ihrem Auftritt gewissenhaft durch und schließen Sie Ihre Vorbereitungen in Ruhe ab:

– Ist meine Präsentation auf dem aktuellen Stand? Habe ich alle Notizen dabei?

– Ist die technische Ausrüstung in Ordnung?

– Brauche ich Reserve-Utensilien, wenn am Veranstaltungsort etwas fehlt (z. B. Stifte fürs Flipchart)?

– Was ziehe ich an und ist die Kleidung in einem Top-Zustand? Passt die Kleidung auch zur Zielgruppe?

Am Tag der Veranstaltung sollten Sie einen Zeitpuffer für die Anreise einplanen. Lieber eine Stunde zu früh anreisen, als zehn Minuten vor Ihrem Auftritt mit quietschenden Reifen vorfahren. Nehmen Sie sich nach Ihrer Ankunft sicherheitshalber noch die Zeit für einen optischen Schnellcheck vor einem Spiegel. Sind die Haare ordentlich, sind irgendwo Fusseln oder Schuppen auf der Kleidung?

Das sollten Sie während Ihres Auftritts beachten:

Denken Sie an den Dreh einer Filmszene: Der Regisseur geht mit dem Kameramann und den Schauspielern die ganze Szene noch einmal in der Theorie durch, bevor es losgeht. Das sollten Sie auch so halten. Bei größeren Veranstaltungen gibt es meistens einen Techniker und einen Moderator. Klären Sie, ob Ihre Technik mit der Bühnentechnik vor Ort voll kompatibel ist und ob es vielleicht Besonderheiten zu beachten gilt. Sprechen Sie mit dem Moderator noch einmal ab, wie Sie angekündigt werden wollen.

Wenn Sie sich vor dem Auftritt schon im Zuschauersaal aufhalten, bedenken Sie immer, dass Sie beobachtet werden. Der Filmschauspieler muss sich nur auf die Zeit zwischen dem Kommando „Action“ und „Cut“ voll konzentrieren. Davor und danach kann der Star gebeugt herumschlurfen und miesepetrig in die Gegend blicken. Es ist egal, die Kamera läuft dann nicht. Wenn Sie gleich auf der Bühne stehen, ist die Situation nicht wie im Film, sondern wie in einem Theater. Das Publikum sieht Sie die ganze Zeit. Es sieht Sie auch, während Sie zur Bühne gehen und später wenn Sie wieder abtreten. Alles, was Sie tun, gehört zu Ihrer Außendarstellung. Wenn Sie mit gesengtem Kopf, heruntergezogenen Mundwinkeln und den Händen in den Hosentaschen zur Bühne stolpern, um einen Vortrag mit dem Titel „Techniken, um immer voll motiviert zu sein“ zu halten, wird Ihr Publikum vielleicht etwas irritiert reagieren.

Bedenken Sie: Ihr Auftritt beginnt schon vor dem Auftritt und er endet nicht mit der letzten Folie, sondern erst dann, wenn Sie den Publikumssaal verlassen haben. Das Publikum beobachtet Sie die ganze Zeit. Seien Sie freundlich zu Kellnern, Technikern, Ihrem Vorredner, den Sie vielleicht noch auf der Bühne antreffen, achten Sie auf Ihre Haltung und Ihren Gesichtsausdruck.

Bevor Sie mit Ihrem Vortrag beginnen, nehmen Sie ganz bewusst Blickkontakt mit Ihren Zuschauern auf. Suchen Sie auch während Ihrer Präsentation bei besonders wichtigen Abschnitten immer wieder den direkten Augenkontakt zum Publikum. Damit bauen Sie eine Verbindung auf, die Sie glaubwürdiger macht und Ihrem Vortag eine persönliche Note verleiht.

Das sollten Sie am Ende Ihres Auftritts beachten

Wenn Sie Ihren Vortrag beendet haben, beenden Sie auch Ihren gesamten Auftritt mit Bedacht.  Vermeiden Sie zum Abschluss allgemeine Floskeln wie „ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit“. Versuchen Sie mit Ihren letzten Sätzen nochmals einen kleinen Höhepunkt zu erzeugen. Es bietet sich meistens an, nochmals die wesentlichen Thesen kurz zusammenzufassen. Meistens sind Präsentationen auch kein Selbstzweck, sondern verfolgen ein bestimmtes Ziel. Das Publikum soll überzeugt und idealerweise auch zu einer Handlung bewegt werden. Am Ende einer Präsentation bauen Profi-Redner gerne eine direkte Handlungsaufforderung, einen sogenannten „Call to Action“, in ihre Vorstellung ein. Sie sagen ihrem Auditorium direkt, was sie tun sollen.

Ihr letzter Satz sollte vom Inhalt und von der Tonlage klarmachen, dass Ihr Vortrag nun zu Ende ist und geklatscht werden darf. Verlassen Sie nicht hektisch die Bühne, während noch applaudiert wird. Verbeugen Sie sich freundlich und packen Sie ruhig Ihre Unterlagen zusammen. Auch wenn Ihr Vortag beendet ist, geht Ihr Auftritt weiter, denn das Publikum sieht Sie natürlich auch jetzt noch. Sollten noch Fragesteller auf Sie zukommen, achten Sie darauf, dass Sie die Bühne nicht für Ihren Nachredner blockiert ist, aber nehmen Sie sich die Zeit, Fragen zu beantworten. Verabschieden Sie sich noch von den Veranstaltern und Unterstützern, wie Bühnentechnikern. Erst wenn Sie den Raum ganz verlassen haben, ist Ihr Auftritt wirklich vorbei.


Präsentationscoach und Experte für multimediales Präsentieren Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.