Beiträge

Zu einer gelungen Präsentation gehört immer eine perfekte Dramaturgie. Wenn Sie Ihr Publikum wirklich fesseln und überzeugen wollen, müssen Sie Ihre Botschaften von der ersten bis zur letzten Minute packend präsentieren. Doch wie macht man es richtig? Fragen Sie Ihre PowerPoint Agentur, denn dort hat man sich darauf spezialisiert, die gewünschten Impulse bei Ihrem Auditorium freizusetzen. Dabei sind wichtige Grundregeln zu beachten.

Vielleicht haben Sie schon einmal die Sendung Germanys Next Topmodel gesehen, oder zumindest davon gehört. Vor ein paar Jahren trat dort ein Juror und Laufsteg-Trainer mit dem Namen Bruce Darnell auf. Innerhalb kürzester Zeit wurde Darnell zum Publikumsliebling und lief Heidi Klum, dem eigentlichen Star der Sendung, den Rang ab. Wie wurde er zum Publikumsmagneten? Er hat vor Freude geweint und genauso vor Schmerz. Er war eine männliche Dramaqueen, aber dabei hat er den Zuschauern etwas gegeben, das offenbar für sie wichtig war: Er löste bei ihnen Emotionen aus. Deshalb warteten sie gespannt auf seinen nächsten Auftritt und amüsierten sich über seine trolligen Bemerkungen, wie „Drama, Baby, Drama“, die in der Zuschauergemeinde zum Kultstatus wurden. Für das Publikum ist es offensichtlich von Bedeutung, ob eine Darbietung Gefühle bei ihnen auslöst oder nicht.

Ohne Emotionen keine Aufmerksamkeit

Wenn Sie die Emotionen Ihrer Zuschauer wecken und positiv beeinflussen können, haben Sie optimale Chancen Ihre PowerPoint Präsentation zu einem großen Erfolg werden zu lassen. Selbst bei sogenannten „Kopfmenschen“ spielen Gefühle eine große Rolle. Sogar wenn wir es nicht wollen, sind wir für Emotionen meistens sehr empfänglich. Im Gegenteil, das Gehirn kann Informationen sogar viel besser abspeichern und schneller Entscheidungen treffen, wenn dabei Gefühle mit im Spiel sind. Dabei sind wir uns meistens überhaupt nicht bewusst, wir sehr wir von unseren Gefühlen gesteuert werden.

Vieles was wir an Informationen aufnehmen und verarbeiten, läuft unterbewusst ab. In unserem Gehirn gibt es einen Bereich der eigens dafür zuständig ist: der Corpus Amygdaloideum oder auch Mandelkern. Der Mandelkern verknüpft Ereignisse mit Emotionen und speichert diese im Unterbewusstsein ab. Wenn es Ihnen also gelingt Ihre Botschaften so zu präsentieren, dass dadurch die passenden Gefühle beim Publikum entstehen, werden diese Informationen schneller und besser aufgenommen. Ihre Präsentation wird dadurch mit großer Wahrscheinlichkeit ein Erfolg. Doch wie kann man gezielt Emotionen erzeugen?

Erfolgreiche Präsentationen brauchen gute Geschichten

Seit der Steinzeit erzählen sich die Menschen gerne Geschichten. Einer spannenden oder witzigen Geschichte können wir uns einfach nicht entziehen. Wenn wir einer Erzählung lauschen, entstehen in unserem Kopf Bilder und Emotionen. Wer gezielt Emotionen erzeugen kann, bindet sein Publikum und kann es viel leichter von seinen Kernbotschaften überzeugen. Deshalb kommt auch moderne und erfolgreiche Kommunikation ohne gutes „Storytelling“ nicht mehr aus. Bei professionellen Präsentationen wird dieses Stilelement fast immer verwendet. Aber was macht eine gute Geschichte eigentlich aus, und wie setzt man den Inhalt einer Präsentation professionell in einer Story um? Das ist leider gar nicht so einfach, aber das erforderliche Knowhow gehört zum Spezialgebiet einer guten PowerPoint Agentur.

Wo steckt die gute Geschichte in Ihrem Präsentationsthema?

Es gibt Präsentationsthemen, bei denen sich eine passende spannende Geschichte geradezu aufdrängt. Wenn Sie über Ihre Ausgrabungen im südamerikanischen Dschungel präsentieren, bei denen Sie ein intaktes Inkagrab mit sagenhaften Beigaben entdeckt haben, dann entsteht in den Köpfen der Zuschauer fast schon automatisch ein kleiner Indiana-Jones-Film. Wenn Ihr Thema aus dem Bereich der Molekularchemie stammt, springt die spannende Geschichte vielleicht nicht sofort ins Auge. Es gibt Präsentationsthemen, die auf den ersten Blick tatsächlich ernüchternd langweilig erscheinen. Vielleicht sagen Sie sich, dass Ihr eigenes Thema selbst für Fachleute eher trocken ist. Doch damit sollten Sie sich nicht so einfach abfinden.

Keiner hält eine Präsentation aus Spaß an der Freude. Sie ist immer mit einem Ziel verbunden. Entweder sollen Informationen weiter gegeben werden, oder die Zuschauer sollen eine andere Sichtweise auf ein Thema erhalten. Oder Sie verfolgen ein finanzielles Interesse und wollen Ihrem Publikum etwas verkaufen. Meistens ist eine Präsentation eine Mischform aus informativen Teilen und der Veränderung der Einstellung zu einem Thema. Doch jeder Präsentator möchte mit seiner Präsentation etwas Bestimmtes erreichen. Eine Präsentation, eingebettet in eine gute Geschichte, verbessert dabei die Zielerreichung erheblich. Meistens fehlt ein erfahrener, geschulter Blick von außen, um die interessante Geschichte in einer eher nüchternen Präsentation zu finden. Doch nahezu immer ist irgendwo eine gute Story versteckt, den externe Präsentationsexperten finden können. Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg jeder Präsentation.

Die richtige Dramaturgie ist gefragt

„Dramaturgie ist die Lehre der Auswahl und Anordnung erzählerischer Mittel zur Darstellung einer Geschichte“, sagt Wikipedia. Das altgriechische Wort „Drama“ bedeutet dabei ursprünglich einfach „Handlung“. Bei der Dramaturgie geht es darum eine Geschichte so zu gestalten, dass der Spannungsbogen richtig aufgebaut und dann aufrechterhalten wird. Das bedeutet für eine Präsentation, dass vom Anfang bis zum Ende eine Spannung erzeugt werden muss. Es hat keinen Sinn, wenn Sie mit Ihrer tollen Geschichte gegen Ende Ihrer Präsentation beginnen. Wenn Sie Pech haben, ist Ihr Publikum bis dahin längst weggedöst. Es ist auch nicht zielführend, wenn Sie bei der Begrüßung Spannung aufbauen, aber nach wenigen Minuten diese Spannung wieder lösen. Sie müssen von Anfang an die Aufmerksamkeit der Zuschauer gewinnen, und diese Spannung müssen Sie bis zum Ende Ihrer Präsentation halten.

Es gibt dabei verschiedene Möglichkeiten eine Geschichte aufzubauen. Die meisten Storys ähneln der klassischen Heldenreise der Antike. Am Anfang steht ein Problem, der Held kämpft um die Lösung und am Ende der Geschichte hat er gewonnen. So simpel das auch erscheinen mag, selbst der legendäre Steve Jobs hat seine Geschichten ähnlich aufgebaut. So hat er zum Beispiel 2007 das neue Apple iPhone präsentiert: Er hat dem Publikum zuerst erzählt, dass er sich die gängigen Smartphones angeschaut hat. Dabei hat er viele Schwachpunkte entdeckt und festgestellt dass sie eigentlich nicht viel taugen (Problem). Er wollte ein Handy, dass viel einfacher zu bedienen war und trotzdem mehr kann als die Konkurrenz. Doch was Jobs sich vorstellte, schien technisch nicht lösbar zu sein (Kampf um die Lösung). Doch auch wenn es fast unmöglich war, hat Apple es geschafft und kann nun das iPhone präsentieren (Lösung). Die Präsentationen von Steve Jobs nutzten wenige Folien mit noch weniger Text. Nur wenige Worte und Bilder haben seine Geschichte so perfekt ergänzt, dass das Publikum am Ende des Vortrages begeistert war. Sie müssen kein Steve Jobs sein, um erfolgreich zu präsentieren. Doch der gezielte Dramaturgie von Geschichten, die optimale Gestaltung der Folieninhalte und der richtige Auftritt des Präsentators sind der Schlüssel zum Erfolg.

Gute Story, schlechtes Storytelling? Achtung, so ruinieren Sie sogar eine gute Präsentation

Selbst wenn Sie für Ihre eine wirklich spannende Geschichte zu Ihrem Präsentationsthema entwickelt haben und die PowerPoint Folien ihre Geschichte perfekt ergänzen, gibt es einen Faktor, der Ihren Erfolg unter Umständen zunichtemachen kann: Der Präsentator selbst. Bei der Vorbereitung einer Präsentation wird häufig die richtige Vorbereitung des Präsentators vergessen. Dabei gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen. Vor welche Zielgruppe müssen Sie präsentieren? Welchen Ton sollten Sie anschlagen? Ein Witz zur Auflockerung? Ja, wenn es passt, und Sie sollten Ihn wirklich gut erzählen können. Können Sie frei vortragen? Sprechen Sie zu schnell oder vielleicht zu langsam? Was ist mit Ihrer Körperhaltung? Bevor Sie vor Publikum präsentieren, sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen, um sich richtig vorzubereiten. Andernfalls machen Sie leicht alle Bemühungen zunichte.

Die PowerPoint Agentur stellt für Sie die Weichen für Ihre erfolgreiche Präsentation

Die technischen Entwicklungen und die gestiegenen Ansprüche des Publikums machen es Unternehmen fast unmöglich, nebenbei zum Kerngeschäft eine wirklich gute Präsentation vorzubereiten. Deshalb engagieren sie immer häufiger Präsentationsprofis, um den Erfolg wirklich zu gewährleisten. PowerPoint Agenturen verfügen über Experten-Teams, die wissen, wie man packende Geschichten findet und richtig erzählt, unterstützt von einer wohl dosierten Auswahl perfekt gestalteter Folien. Und sie zeigen, wie man als Präsentator diese Geschichten so zum Leben erweckt, dass die gewünschten Emotionen und Handlungen beim Publikum erzeugt werden.

Sie haben bei der Präsentation alles gegeben, aber Ihr Publikum war nur mäßig begeistert? Das kann selbst erfahrenen Speakern passieren. Manchmal erwischt man einen schlechten Tag oder hat Schwierigkeiten, sich auf das Publikum richtig einzustellen. Irgendwie trifft man den richtigen Ton nicht und der Funke springt einfach nicht über. Das ist kein großes Drama. Es kann allerdings auch sein, dass Sie einfach einen oder mehrere gravierende Fehler begangen haben. Ich stelle Ihnen einige weitere Fehler vor, die Ihnen den erhofften Präsentationserfolg verderben können.

Fehler: Folien werden mit Inhalten überladen.

Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass „Folienschlachten“ mit 60 und mehr Slides nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Kaum ein Zuschauer kann bei einer solchen Masse an PowerPoint-Folien wirklich bis zum Ende folgen. Also wird oft versucht, große Folienzahlen herunter zu dampfen. Das hat dann häufig zur Folge, dass die Inhalte von 50 Folien auf 15 Folien untergebracht werden. Ihr Publikum wird dadurch gezwungen, sich durch Folien zu kämpfen, die mit Texten, Bildern und Diagrammen vollgestopft sind. Sie müssen lesen, zuordnen und verarbeiten, während Sie in der Zwischenzeit Ihren Vortrag halten. Das ist anstrengend und führt schnell zu Überlastung. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man entweder Ihnen nicht mehr zuhört, weil das Lesen der Folien viel Aufmerksamkeit kostet, oder die Folien nicht mehr weiter beachtet. Im schlimmsten Fall schalten Ihre Zuschauer ganz ab, beginnen auf ihr Smartphone zu schauen oder mit dem Nachbarn zu tuscheln. Es ist für Sie dann fast nicht mehr möglich, die Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.

Lösung: Nutzen Sie daher von Anfang an Ihre Folien dazu, die wichtigsten Thesen Ihres Vortrags zu unterstreichen und nicht als weitere Informationsquelle, um möglichst viel Inhalt an das Publikum zu bringen. Die einzelnen Slides sollten idealerweise nur wenige Infos enthalten, die Ihre Argumentationen zusätzlich verstärken. Nur dann kann der Folieninhalt zusätzlich zu Ihrer Rede aufgenommen und verarbeitet werden.

Fehler: Inhalte werden zu klein abgebildet.

Ihre Präsentation sollte so gestaltet werden, dass auch in größeren Veranstaltungsräumen alle Folieninhalte bis in die letzte Reihe noch gut zu erkennen sind. Das wird leider immer noch oft vergessen. Wenn der Foliensatz am Rechner erstellt wird, kann der Autor natürlich alles erkennen. Das kann sich schon deutlich ändern, wenn die Präsentation über Beamer in einem kleinen Tagungsraum gezeigt wird. Dann stellt sich unter Umständen heraus, dass die Schrift zu klein ist und die Zahlen in der Tabelle kaum zu erkennen sind. Wenn Sie mit einer solchen Präsentation dann noch in einem großen Saal einen Vortrag bestreiten wollen, kann es sein, dass die hintere Hälfte des Publikums nicht mehr erkennt und irgendwann innerlich abschaltet.

Lösung: Testen Sie deshalb schon vorher die optische Erkennbarkeit Ihrer Folieninhalte auf größere Distanzen.

Fehler: Der Vortragende hat eine schlechte Aussprache.

Die Art und Weise wie ein Vortragender seinen Text vertont, ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg. Eine undeutliche Aussprache kann Ihre ganze Mühe, die Sie mit Ihren PowerPoint-Folien hatten, völlig zunichtemachen. Flüstern, murmeln und nuscheln kann ein Stilmittel sein, das große Schauspieler nutzen, um einer Rolle, die sie spielen müssen, einen besonderen Charakter zu verleihen. So gelang es Marlon Brando in „Der Pate“, den Don Corleone für die Zuschauer verständlich nuscheln zu lassen. Wenn Sie kein Top-Schauspieler sind, sollten Sie solche Experimente besser unterlassen und bei Ihrer Präsentation unbedingt auf eine klare, verständliche Aussprache achten.

Lösung: Versuchen Sie deshalb Ihre Texte ruhig und deutlich auszusprechen. Suchen Sie sich einen Partner Ihres Vertrauens, mit dem Sie üben können und der Sie darauf aufmerksam macht, wenn Sie zu schnell reden, Silben verschlucken oder vor sich hin murmeln.

Fehler: Das Publikum fühlt sich nicht angesprochen.

Stellen Sie sich vor, Sie müssen einen Vortrag über die wachsende Umweltverschmutzung halten und haben eine große Menge brisanter Informationen zusammengetragen. Ihrem Publikum erzählen Sie dann, dass die Verschmutzung der Gewässer und Böden ziemlich ärgerlich sei und zu noch größeren Problemen in der Zukunft führen könnte. Und es wäre durchaus möglich, dass Ihre Zuhörer eines Tages auch davon stärker betroffen sein könnten. Glauben Sie, dass Sie mit diesen vagen Formulierungen irgendjemand beeindrucken werden?

Lösung: Wenn Sie wollen, dass bei Ihrem Auditorium der Funke überspringt, sollten Sie konkreter werden. Erst wenn sich Ihre Zuschauer auch persönlich und emotional angesprochen fühlen, wird man Ihnen auch konzentriert zuhören.

Fehler: Der Zeitplan wird nicht eingehalten.

Einige berühmte TV-Showmaster waren dafür bekannt, dass sie die Sendezeit regelmäßig deutlich überschritten haben. Was man einem Kulenkampf oder Gottschalk noch nachgesehen hat, kann bei einer Präsentation schnell für Ärger sorgen. Oftmals treten bei einer Veranstaltung mehrere Referenten hintereinander auf. Wenn ein Redner überzieht, kommt der ganze Zeitplan durcheinander. Das kann schnell zu einer schlechten Stimmung beim Veranstalter und Ihren Speaker-Kollegen führen. Bei großen Vortrag-Events finden Präsentationen parallel in verschiedenen Hörsälen nach einem straffen Plan statt. Wenn Sie einfach weiter reden, obwohl die festgelegte Zeit schon abgelaufen ist, werden die Leute unruhig, weil sie schon auf dem Weg zum nächsten Vortag sein müssten. Keiner wird Ihnen dann noch richtig zuhören. Aber auch wenn nach Ihnen kein weiterer Redner mehr sprechen sollte, ist es unhöflich ungefragt das Zeitfenster zu erweitern. Vielleicht haben Ihre Zuschauer einen längeren Heimweg oder müssen sogar noch einen Zug oder Flieger erwischen. Wenn Sie die Dramaturgie Ihrer Präsentation richtig aufbauen, sollte am Ende des Vortrags nochmals ein Höhepunkt oder zumindest eine Handlungsaufforderung stehen. Wenn alle schon mit den Füßen scharren und nervös auf die Uhr schauen, wird dieser wichtige Teil Ihrer Präsentation weitgehend wirkungslos verpuffen.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt

Während wir uns in Teil 1 (Präsentationstrends 2016 – Teil 1: Design-Trends) mit den aktuellen Design-Entwicklungen für Präsentationen im Jahr 2016 beschäftigt haben, werden wir uns  im zweiten Teil  mit den Folien-Inhalten (Dramaturgie und Inszenierung) beschäftigen. Die Trends heißen hier Effizienz und Effektivität.

Präsentationen sind heute stark effizienzgetrieben. Langatmige Erläuterungen sind nicht mehr gefragt. Inhalte sollen schnell, prägnant und auf den Punkt gebracht kommuniziert werden. Das führt dazu, dass auch die Präsentationen kürzer werden.  Länger  als fünf bis maximal zwanzig Minuten sollte man nicht präsentieren. Es ist ein allgemeiner Trend, dass der Druck auf den Redner wächst, in immer kürzerer Zeit alle wichtigen Punkte gut zu präsentieren. Das bedeutet, Konzentration auf das Wesentliche und Unwesentliches besser weglassen.

Auf der anderen Seite sollen Präsentationen Menschen bewegen. Es geht also um Effektivität, denn beim Publikum soll etwas bewirkt werden. Es geht darum, Emotionen gezielt auszulösen. Das soll durch das Erzählen von Geschichten (storytelling) erreicht werden. Eingebettet sind die Geschichten idealerweise  in Bilder oder Videos, die zusätzlich Emotionen hervorrufen können (digital storytelling).

Präsentationstrends 2016/2017- Inszenierung

Inszenierung

Die richtige Inszenierung ist das A und O, um die besten Ergebnisse für die eigene Präsentation zu erzielen. Dazu gibt es eine große Menge unterschiedlicher Formate, die verwendet werden können. Dabei nehmen Online-Präsentationen, zum Beispiel bei Webinaren, eine immer größere Rolle ein. Der Nachteil bei diesem Format ist der fehlende unmittelbare Kontakt zum Publikum.  Es ist deshalb wichtig, dass der Kontakt durch Stimme, Rhetorik, aber auch visuelle Untermalung aufrechterhalten bleibt. Gerade in der Visualisierung kann viel getan werden, um den Zuschauer abzuholen und während des ganzen Vortrages einzubinden.

Ein weiteres recht interessantes Format im Bereich Inszenierung, das sich mittlerweile recht gut etabliert hat, nennt sich Pecha Kucha. Dabei werden zwanzig Folien in zwanzig Minuten gezeigt. Diese Taktzahl ist zwar herausfordernd, erfreut sich bei Veranstaltungen wachsender Beliebtheit.

Bei den High Dynamic Presentations werden die Schlagworte, die der Referent während seines Vortrages verwendet,  in Echtzeit auf eine Leinwand hinter ihm angezeigt, oft verstärkt durch zusätzliche Bilder. Das verleiht den einzelnen Worten mehr Gewicht und wirkt besonders einprägsam. Diese Form des Präsentierens ist in den USA schon recht beliebt (Beispiel: . In Deutschland gibt es aktuell noch nicht so viele Anfragen zu diesem Format.

Auch hier gibt es zu den High-Tech-Lösungen eine Gegenbewegung. Bei sogenannten Unplugget- Formaten sind elektronische Hilfsmittel verpönt. Es geht nur um Stimme und Rhetorik.

Dar Elevator-Pitch oder auf Deutsch „Aufzugspräsentation“ stammt von der Idee, während einer kurzen gemeinsamen Aufzugfahrt seinem Gegenüber die wesentlichen Punkte einer Idee oder eines Produktes kurz und prägnant vorstellt. Ziel ist dabei in 30 bis maximal 60 Sekunden die wichtigsten Informationen weiter zu geben. Der Elevator-Pitch wird auch in Unternehmen, zum Beispiel bei der Kurzpräsentation einer Status-Übersicht, immer beliebter.

Die Virtualisierung ist ein weiterer Trend, der immer wichtiger wird. Es gibt hier immer mehr digitale Leinwände, die integriert werden bis hin zum Einsatz von Robotern und Drohnen bei der Präsentation.

Ein wirklich großer Trend ist die Interaktivität. Der Zuschauer soll dabei aktiv in die Präsentation eingebunden werden, beispielsweise durch sein Smartphone, das mittlerweile fast jeder dabei hat. Über eine vorher versendete App können Teilnehmer an Abstimmungen oder Meinungsumfragen mitwirken. Zusätzliche Infos können zur Vertiefung des Inhaltes während der Veranstaltung abgerufen werden. Präsentationstrends 2016/2017_Formatvielfalt

Mehr Informationen zum Thema Präsentationstrends finden Sie im Video.


Präsentationscoach und Experte für multimediales Präsentieren Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.