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Augmented Reality als Gestaltungsmöglichkeit der Zukunft

Sie wollen den USP eines Produkts oder einer Dienstleistung emotional erlebbar machen? Spezielle Techniken wie Augmented Reality (dt. erweiterte Realität) bieten hier neue interessante Gestaltungsmöglichkeiten.

Was ist die Augmented Reality bzw. erweiterte Realität?

Als Erweiterte Realität oder Augmented Reality (AR) wird eine computergestützte Wahrnehmung bezeichnet, bei der sich reale und virtuelle Welt vermischen. Über die gerade betrachtete reale Welt werden in Echtzeit Textinformationen und Grafiken geblendet. Die Anwendungszwecke reichen von der Information über die unmittelbare Umgebung, über die ins Sichtfeld eingeblendete Navigation bis hin zu Spielen.

Im Gegensatz zur virtuellen Realität wird bei der erweiterten Realität keine eigene Fantasiewelt geschaffen. Die von unserer Wirklichkeit getrennten virtuellen Realitäten werden in der Regel genutzt, um möglichst intensiv in fremde Welten einzutauchen. Bei der erweiterten Realität wird die reale Welt durch technische Maßnahmen mit zusätzlichen Informationen erweitert.

Auch wenn sich die erweiterte Realität im Prinzip auf alle Sinneswahrnehmungen beziehen kann, verbindet man den Begriff, wie auch Virtual Reality, vor allem mit dem Sehen.

Dabei werden zusätzliche digitale Informationen wie zum Beispiel Videos, Bilder, Texte oder 3-D-Grafiken über ein reales Bild gelegt. Stellen Sie sich vielleicht einen digitalen Stadtplan vor, der aktuelle Umleitungen, Parkplatzsituationen oder Informationen zu wichtigen Bauwerken zusätzlich anzeigt. Bekannter sind Sportübertragungen, bei denen Zeiten oder Platzierungen eingeblendet werden. Die zusätzlichen Daten ermöglichen einem Nutzer sowohl spezifische als auch alltägliche Abläufe optimiert zu erfassen und Arbeitsprozesse zeitsparend durchzuführen. Durch die erweiterten Informationen kann der Anwender größeren Nutzen für sich erzielen. Durch optimierte Informationen können Fakten besser vermittelt werden. Digitale Daten können mit dieser Technik in der realen Welt in Echtzeit zur Verfügung gestellt und nutzbar gemacht werden. Wenn also Texte, Infografiken, Bilder oder Videos über ein reales Bild gelegt werden, spricht man von erweiterter Realität.

Die Anfänge der Augmented Reality

Die ersten Versuche, diese Technik zu nutzen, machte Ivan Sutherland im Jahr 1968. Sutherland entwickelte eine Datenbrille, die an einen Computer angeschlossen war. Mit der Brille konnten einfache Muster in digitaler Form eingeblendet werden. Anfang der 90er Jahre entwickelten Tom Caudell und David Mizell eine entsprechende Lösung für die Firma Boeing. Dabei handelte es sich um eine Brille, die den Technikern wichtige Informationen anzeigte. Bekannt wurde das Prinzip auch in der modernen Luftfahrt, bei der etwa Helikopter-Piloten zusätzliche Daten über ihr Helmvisier abrufen können.

Heute ist die Nutzung von erweiterter Realität weit verbreitet, auch wenn wir uns dessen oft nicht bewusst sind. Moderne Spiegelreflexkameras sind damit genauso ausgestattet wie fast jedes Taxi, das den aktuellen Fahrpreis für den Fahrgast im Rückspiegel einblendet. Konzerne wie Apple und Google sind gerade dabei, die Technik überall in unserem Alltag zu verbreiten und nutzbar zu machen. Die Interaktion zwischen technischem Gerät und Nutzer soll dabei immer einfacher werden.

Auch immer mehr App-Hersteller nutzen AR-Anwendungen, um ihre Produkte noch flexibler, einfacher und für den Anwender nützlicher zu gestalten. Gerade Produkte, die wenig Freiraum für unterschiedliche Bedienelemente wie Knöpfe zulassen, können durch die Integration von Augmented Reality den Anwendernutzen der einzelnen Geräte – wie beispielsweise Smartwatches oder die Google Glasses – deutlich erhöhen. Letzteres ist eine Brille mit Mikrodisplay und Kamera, die über Spracheingabe bedient werden kann. Zu den Funktionen der Google Glasses gehört, dass der Träger der Brille Informationen seiner Umgebung ins Internet überträgt und seinerseits entsprechende Hinweise, beispielsweise in Form von Navigationshinweisen, aus dem Internet erhält. AR-Apps bieten dem Nutzer also ergänzende Informationen zu einzelnen Produkten, Gegenständen oder zu seiner aktuellen Umgebung.

Augmented Reality bietet eine fast unbegrenzte Fülle von Möglichkeiten im Bereich der Information, der Bildung und der Unterhaltung. Vor allem im Bereich der mobilen Endgeräte wie Smartphones oder Tablets befinden wir uns am Beginn einer spannenden Entwicklung.

Beispiel für Augmented Reality: IKEA-Werbung

Augmented Reality nutzen für die eigenen Präsentationen

Für Ihre eigenen Präsentationen können Sie Augmented Reality nutzen, um komplexe Sachverhalte verständlicher  darzustellen, anspruchsvolle Zuschauer mit dem Einsatz modernster Technik zu überzeugen, oder einfach Unterhaltungselemente professionell einzubauen. Wenn Sie während Ihres Vortrages über eine Internetverbindung verfügen, können Sie aktuelle Zusatzinfos über einen Browser hochladen und einblenden. Da mittlerweile fast jeder über ein Smartphone besitzt, können Sie auch weitere Infos z.B. via App an Ihr Publikum weiter geben.

Bei wichtigen Präsentationen mit begrenzter Teilnehmerzahl können auch Tablets an die Zuschauer verteilt werden, um zusätzliche darstellende Elemente einzufügen.


Präsentationsexperte und -coach Matthias Garten. PowerPoint-TrainingsDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Professionelles Präsentieren mit dem iPad

Obwohl iPads im Geschäftsleben mittlerweile zur Standardausstattung gehören, fristen diese handlichen  und leistungsfähigen Tablets bei Präsentationen bislang ein eher stiefmütterliches Dasein.

Hier wird von den meisten Anwendern immer noch das klassische Laptop benutzt, obwohl ein iPad – ausgerüstet mit den richtigen Apps und dem richtigen Zubehör – den  Anforderungen an eine professionelle Präsentation mindestens ebenso gut gerecht wird.

Präsentations-Apps  richtig einsetzen

Ein entscheidendes Kriterium für geeignete Apps zum Präsentieren ist in vielen Fällen die Kompatibilität zu den weit verbreiteten Office-Produkten von Microsoft. Um PowerPoint-Präsentationen sauber darzustellen, eignet sich beispielsweise die Präsentations-App Keynote hervorragend. Für die korrekte Darstellung einer PowerPoint-Datei sollten die in der Präsentation gewählten Schriften auch auf dem iPad installiert sein. Bei gängigen Schriftarten wie Arial oder Times gibt es keine Probleme. Wenn die Präsentation kurz vor dem Vortrag noch inhaltlich angepasst werden muss, so ist das auf dem iPad mit Keynote ebenfalls möglich.

Die Präsentations-App Prezi (Zooming Presentation) zeichnet sich durch ihre außerordentliche Flexibilität aus. Hier wird die gesamte Präsentation auf einer einzigen, großen Fläche dargestellt. Folien oder Darstellungen können mit Prezi in einer fest definierten Reihenfolge präsentiert werden,  die einzelne Elemente können aber auch situationsbedingt angeklickt und angezeigt werden, um beispielsweise gezielt auf Publikumsfragen zu reagieren.

Egal für welche Präsentations-App Sie sich entscheiden – für den reibungslosen Einsatz vor einem Publikum sollten Sie diese Anwendungen in jedem Fall gut beherrschen.

Anschluss von Beamer und Zubehör

Die Beamer der unterschiedlichen Hersteller werden in den meisten Fällen mit einem VGA-Kabel und einem Adapter an das iPad angeschlossen. Werden in der Präsentation vertonte Videos verwendet, so sollten externe Lautsprecherboxen über den Bluetooth- oder Kopfhöreranschluss mit dem iPad verbunden werden. Monitore und Fernseher, die oftmals in Sitzungs- und Konferenzräumen vorhanden sind, können durch ein HDMI-Kabel an das iPad angeschlossen werden. Über diesen Anschluss werden auch Audiosignale problemlos übertragen.

Bislang gibt es noch keinen Präsenter/Klicker für das iPad, mit dem man die Präsentation in einem gewissen Abstand vom iPad fernsteuern kann. Mit Hilfe einer speziellen App kann aber das iPhone als Fernsteuerung  genutzt werden. Natürlich muss das iPhone bei dieser Anwendung  auf lautlos gestellt oder umgeleitet werden, damit  eingehende Anrufe die Präsentation nicht stören.

Technische Probleme vermeiden

Wie bei den Apps, ist eine gute Vorbereitung auch für das problemlose Zusammenspiel von iPad und Zubehör von entscheidender Bedeutung für eine erfolgreiche  Präsentation. Damit Sie nicht durch mögliche technische Pannen aus dem Konzept gebracht werden, testen Sie vorab die technischen Gegebenheiten vor Ort. Falls das nicht möglich ist, sollten Sie verschiedene Anschlusskabel und Adapter bei sich haben, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Über Thorsten Jekel

Thorsten Jekel 2012THORSTEN JEKEL ist Deutschlands erster iPadCoach, IT-Unternehmer, Autor und Speaker. Er weiß aus über 25-jähriger eigener Erfahrung, wovon er spricht und fesselt das Publikum mit seinem energiegeladenen und professionellen Auftritt. Mit seinem Unternehmen jekel & partner entwickelt der Experte innovative Geschäftsmodelle rund um das iPad.

Weiterführende Links zum Thema gibt es unter: www.jekelpartner.de/praesentieren/.