So gewinnen und halten Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zuschauer

Ob eine PowerPoint-Präsentation erfolgreich ist, hängt neben dem Inhalt vor allem auch von der Art des Präsentierens ab. Gelingt es mir mein Publikum zu fesseln? Wie gewinne und erhalte ich die Aufmerksamkeit meiner Zuschauer? Gibt es hilfreiche Tricks, die dabei nützlich sind? Wir wollen Ihnen jetzt eine Präsentationstechnik vorstellen, mit der Sie Ihr Publikum buchstäblich verzaubern können.

Fesselnd und mitreißend zu präsentieren ist keine Zauberei, sondern harte Arbeit und mit viel Übung verbunden. Oder ist es doch Zauberei? Gert Schilling ist Trainer für lebendige Moderations- und Präsentationsseminare. Zu seinen Spezialthemen schrieb er zahlreiche Leitfäden. Seit seiner Kindheit ist er fasziniert von Zaubertricks und setzt Zauberei heute auch im didaktischen Kontext seiner Vorträge und Seminare ein. Beim Presentation-Bootcamp am 26. November in Frankfurt leitet Schilling den Workshop: Zaubern für Speaker und Trainer – Didaktische Zauberkunst. Vorab haben wir ihn zu seiner speziellen Art des Präsentationstrainings interviewed.

Hallo Herr Schilling. Warum sollte ich als Speaker oder Trainer Zaubertricks draufhaben? 
Gert Schilling: Als Speaker oder Trainer geht es auch darum mit ungewöhnlichen Aktionen die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden zu wecken. Bei der Zauberei verschwinden, erscheinen und verändern sich die Dinge. Mit diesen Effekten können Sie Ihre Botschaften verstärken und mittels zauberhaften Metaphern Ihre Aussagen auf unterhaltsame Weise visualisieren.

Gewinnen und erhalten Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zuschauer mit didaktischer Zauberkunst

Foto: © Gert Schilling

Woher kommt Ihre Faszination für das Thema Zauberei? 
Gert Schilling: Wenn ich als kleiner Junge gefragt wurde: „Was möchtest du denn einmal werden?“, dann habe ich gesagt: Zauberer. Ich war schon damals fasziniert von der Möglichkeit, auf der Bühne zu stehen und Überraschendes vorzuführen.
Letztendlich bin ich dann nicht Zauberer geworden, sondern Trainer und Speaker. Das Thema Zaubern begleitet mich jedoch noch immer, nun in der von mir entwickelten Form der Didaktischen Zauberkunst. Gut zu präsentieren ist keine Zauberei – oder doch?

Wie sind Sie darauf gekommen, dass man Zauberei auch im didaktischen Kontext einsetzen kann? 
Gert Schilling: Es gibt ein Kunststück, das nennt sich das Box-Paradox, bei dem etwas scheinbar Unmögliches, etwas Paradoxes passiert. Bei einem Vortrag kann als rhetorisches Stilelement des Paradox eingesetzt werden, z.B.: „Weniger ist mehr“ oder „Brennholzverleih“. In einem Seminar habe ich einmal das Box-Paradox als Einstieg in das Thema rhetorische Stilmittel genutzt. Das ist so gut angekommen, dass ich daraus die Idee entwickelt habe, Inhalte mit zauberhaften visuellen Effekten zu verbinden.

Warum sind Unterhaltung und Visualisierung so wichtig, wenn man Inhalte vermitteln möchte? 
Gert Schilling: Das menschliche Gehirn „freut“ sich in der Regel, wenn etwas Unerwartetes oder Verblüffendes passiert und „öffnet“ sich zur Informationsaufnahme. Mit diesem Trick kann ich den einen oder anderen Inhalt an der „kritischen“ Amygdala vorbeischmuggeln. Mit Zauberei rette ich zwar kein Seminar oder Vortrag, da sollte man doch auch Inhalte dabei haben. Ein passender Effekt im richtigen Moment kann jedoch die Aufmerksamkeit lenken und die Botschaft verstärken.
Und auch hier gilt: Diese Präsentationstechnik sparsam einsetzen. Ein bis maximal zwei Kunststücke pro Vortrag oder Seminartag. Gerne im Wechsel mit anderen ungewöhnlichen Aufmerksamkeitsweckern wie Storytelling, besonderen Bildern oder einer guten Portion Humor.

Was wollen Sie den Teilnehmern beim Presentation Bootcamp 2015 mit auf den Weg geben? 
Gert Schilling: Den Teilnehmenden des Presentation Bootcamp 2015, die meinen Workshop besuchen, werde ich die Zauberkunststücke nicht nur zeigen, sondern sie werden diese auch lernen. Und wir schauen gemeinsam, wie die Tricks in ihre Speaker- oder Seminartätigkeit integriert werden können. Die Teilnehmenden bekommen also eine Handvoll Zauberkunststücke mit auf den Weg in die eigene Praxis.

Live erleben können Sie Gert Schilling auf dem Presentation-Rocket Day Ende November. Melden Sie sich jetzt noch an.

Der kleine, aber feine Unterschied zwischen Präsentations- und PowerPoint-Agenturen

Präsentationsagenturen sind in der Regel deutlich breiter aufgestellt als PowerPoint-Agenturen.

Präsentationsagenturen unterstützen den Präsentations-Erfolg ihrer Kunden schon vor der eigentlichen PowerPoint-Präsentation. Es beginnt mit der Konzeption des Inhalts, Aufbau der Dramaturgie, Erarbeitung der Inszenierung usw., und endet meistens mit der Möglichkeit den Vortrag professionell und authentisch einzustudieren, etwa mit einem Präsentationstraining oder einem Präsentationscoaching. Im Präsentationstraining oder -coaching werden Themen wie Auftritt, Bühne, Rhetorik, Stimme, Körpersprache, Mimik, Sprache etc. trainiert, um damit die maximale Wirkung beim Publikum zu erzielen. Das ist zum Beispiel wichtig bei Vertriebs-, Marketing-, Unternehmens- und PR-Präsentationen. Es geht also darum, die maximale Wirkung zu erzeugen, um Produkte, Dienstleistungen, Strategien und Ideen dem Publikum zu „verkaufen“.

PowerPoint-Agenturen konzentrieren sich meist nur auf den visuellen Teil und sind auf PowerPoint fixiert. Die PowerPoint-Erstellung ist auch Teil einer Präsentationsagentur. Präsentationsagenturen haben meist eigene Abteilungen, die sich nur mit PowerPoint beschäftigen. Gewissermaßen ist die PowerPoint-Agentur häufig eine Abteilung in der Präsentationsagentur.

Da die Präsentationsagentur breiter als die PowerPoint-Agentur aufgestellt ist, ergeben sich unterschiedliche Einsatzgebiete, was die folgende Tabelle zeigt:

Beitrag_Unterschied zwischen Präsentations- oder PowerPoint-Agenturen

Wenn ich als Auftraggeber nur die mechanische Umsetzung mit PowerPoint suche, reicht eine PowerPoint-Agentur vollkommen aus. Man gibt die Inhalte vor und lässt die PowerPoint-Agentur die Folien aufhübschen. Die Präsentationsagentur verfolgt den Ansatz, das Ergebnis oder Ziel im Blick zu behalten, und beschränkt oder begrenzt sich nicht auf PowerPoint und seine Möglichkeiten.

Wir bei smavicon verfolgen den Ansatz, über innovative Präsentationsansätze das Ergebnis sichtbar zu verbessern und das gesteckte Ziel der Präsentation deutlich zu erreichen. Als Ziele können dabei zum Beispiel mehr Imagewirkung, mehr Umsatz, mehr Absatz, mehr Aufträge, mehr Behaltensleistung oder auch mehr Begeisterung definiert werden.
Häufig werden Folien mit einem schönen Styling versehen, aber gar nicht auf ihre Wirkung hin abgeprüft. Wir sind sogar so weit gegangen, eine Studie aufzusetzen, um die Folienwirkung mit Gehirnscans zu messen und wissenschaftlich zu belegen.

Ich denke, der Unterschied zwischen PowerPoint-Agentur und Präsentationsagentur ist deutlich geworden. Jeder sollte für sich überlegen, welchen Anspruch er hat und was er umgesetzt haben möchte. Die Entscheidung für die eine oder andere Agentur ist von einer Reihe von Faktoren abhängig. Dazu mehr hier.

MG_portrait_swDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach, Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz und des Presentation-Bootcamps. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.