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Nervosität, Angst und Unsicherheit, damit treten Sie nicht souverän auf. Für ein selbstsicheres Auftreten brauchen Sie auch die richtige und positive Denkweise. Ihr Mindset setzt die Grundlage für Ihren Erfolg.

In diesem Interview mit Matthias Garten, erklärt Vivienne Dübbert was ein Mindset ist und wie es Ihnen zu einem wirksamen Auftreten verhelfen kann.

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Referent und PowerPoint Trainer Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 10.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Präsentationen sollen abwechslungsreich und spannend sein. Trotzdem müssen Sie wichtige Botschaften während Ihres Vortrages wiederholen, damit Sie sicher sein können, dass entscheidende Fakten nicht überhört werden. Das hängt mit der Informationsaufnahme unseres Gehirns zusammen. Es sucht stets nach erkennbaren Strukturen, um Inhalte besser erfassen und langfristig speichern zu können.

Das Ziel aller Präsentationen ist die erfolgreiche Vermittlung von Informationen. Wenn Sie eine Präsentation erstellen, müssen Sie sich von Anfang an klar machen, wie Sie Ihre Botschaften an Ihre Zuschauer vermitteln wollen. Egal wie professionell Sie dabei auch vorgehen sollten, es ist von Anfang an klar, dass sich das Publikum nicht jedes Wort merken wird. Wollen wir, dass von unserer Präsentation möglichst viel „hängen bleibt“, müssen wir mit Tricks arbeiten, um das Gehirn unserer Zuschauer zum Merken von Infos zu bewegen. Dabei besteht eine Möglichkeit darin, Informationen mehrmals zu wiederholen, um dem Publikum die Aufnahme zu erleichtern. Leider lernt unser Gehirn in der Regel durch Wiederholung. Nur selten wird eine Information sofort im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Deshalb sind Wiederholungen wichtig, um dem Gehirn die Informationsaufnahme zu erleichtern.

Das menschliche Gehirn ist auf Höchstleistung ausgelegt. Mit unseren Sinnen können wir Unmengen von Informationen aufnehmen, ohne dass uns die Datenmenge bewusst wird. In jeder Sekunde  verarbeitet der bewusste Teil des Gehirns an die 2.000 Bits an Informationen. Der unterbewusste Teil verarbeitet aber in derselben Zeit rund 400 Milliarden Bits an Informationen

Würden wir alle Informationen bewusst abspeichern, würden wir vermutlich überschnappen. So aber filtert das Gehirn unwichtig erscheinende Informationen sofort wieder heraus. Die unwichtigen Teile werden augenblicklich oder spätestens nach 10 bis 20 Sekunden wieder aus dem Gedächtnis gelöscht. Informationen, die sich wiederholen können dem Gehirn signalisieren, dass es sich um Daten mit Wichtigkeit handelt.

Es existiert zudem eine Reihe von Studien die belegen, dass die Wiederholung von Botschaften bei Menschen dazu führt, dass sie eher geglaubt werden. Alle politischen Systeme der letzten hundert Jahre haben diesen Mechanismus für ihre Zwecke genutzt. Informationen werden dann für wahrer gehalten, je öfter man sie hört. Botschaften die man oft hört, klingen irgendwann vertraut, und was für Menschen vertraut klingt, wirkt überzeugender als eine Information, die zum ersten Mal gehört wird.

Was sollte wiederholt werden?  

Natürlich können Sie Ihre PowerPoint-Präsentation nicht mehrmals hintereinander halten. Sie müssen sich also überlegen, welche Kernbotschaften besonders wichtig für den Erfolg Ihrer Präsentation sind und wovon Sie Ihre Zuschauer überzeugen wollen.  Eine überzeugende Präsentation sollte nicht mehr als drei oder vier Kernbotschaften haben. Sie könnten zum Beispiel gleich zu Beginn Ihres Vortrags Ihren Zuschauern Ihre wichtigsten Botschaften präsentieren, mit dem Hinweis, dass die Erläuterungen dazu in der Folien-Präsentation folgen. Ein weiteres Mal könnten die Kernbotschaften in der Mitte Ihrer Veranstaltung wiederholen, und zum Ende der Präsentation sollten sie in einer Zusammenfassung nochmals Erwähnung finden.   

Bei Ihrer Präsentation sollten Sie die Wiederholungen aber nicht auf die Spitze treiben. Der Vortrag wird dann schnell öde, und beim Publikum könnte sich der Verdacht einschleichen, Sie hielten Ihr Auditorium  für unterbelichtet. Mehr als dreimal sollte eine wichtige Botschaft in der Regel nicht wiederholt werden. Wenn ein Gewöhnungs- und Abnutzungsprozess bei den Zuschauern einsetzt, fällt die Aufmerksamkeitskurve schnell dramatisch ab.

Wiederholungen sind also wichtig, um Kernbotschaften zu vermitteln, sollten aber mit Augenmaß eingesetzt werden.  


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Wenn Sie eine Präsentation erstellen, wollen Sie mit Ihren Inhalten überzeugen. Die PowerPoint-Folien sollten hohen Ansprüchen genügen und Ihre Vorbereitung gehen Sie so professionell wie möglich an. Für Ihr Publikum zählt der Gesamteindruck. Alles sollte zusammenpassen ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Doch alle Bemühungen werden zunichte gemacht, wenn die Lokalität äußerlich nicht zum Vortrag passt oder gravierende Mängel aufweist. Wählen Sie den Vortragsraum deshalb mit Bedacht.

Die Räumlichkeiten sollten zum Präsentationsthema passen

Stellen Sie sich vor, Sie müssten vor wichtigen Entscheidern eine Präsentation über neueste technologische Entwicklungen halten. Die Veranstaltung soll in den Räumen der lokalen Fachhochschule stattfinden. Als sie am Veranstaltungsort ankommen  erfahren  Sie, dass man Ihnen für Ihren Vortrag eine alte Aula reserviert hat, die in den letzten zwanzig Jahren keine Renovierung gesehen hat. Die Haustechnik ist veraltet, die Polster der Bestuhlung abgewetzt. In dieser Atmosphäre sollen Sie nun Ihr Publikum auf Hightech einschwören. Selbst wenn Ihre Präsentation gut ist, wird die Location vermutlich für Irritationen sorgen und letztendlich Ihnen angelastet werden. Bei einer gelungenen Präsentation muss alles zusammenpassen, und das schließt den Veranstaltungsort und seine Ausstattung mit ein.

Prüfen Sie im Vorfeld ob die Veranstaltungsräume den Anforderungen entsprechen

Sowohl Sie als auch Ihre Zuschauer haben bestimmte Ansprüche an einen Veranstaltungsraum. Zu einer professionellen Vorbereitung auf eine Präsentation gehört auch die Überprüfung des Veranstaltungsortes und seiner Infrastruktur. Sie riskieren Einbußen in der Gesamtwirkung Ihrer Präsentation, wenn die Zuschauer Ihrem Vortrag wegen schlechter Akustik nicht folgen können, oder wenn sie keinen Parkplatz in der Nähe finden. Letztendlich kratzt es an Ihrer Reputation, wenn Ihr Publikum mit der Location unzufrieden ist. Wenn es ganz schlecht läuft, war Ihre ganze Mühe mit der Präsentation völlig umsonst, weil das Auditorium von den äußeren Umständen genervt ist und gar nicht richtig zuhört oder früher geht.

Damit Ihre Präsentation ein voller Erfolg wird, sollten Sie auf diese Dinge achten

Legen Sie eine Checkliste an, und überprüfen folgende Fragen, bevor Sie zu einer Veranstaltung einladen.

Die Lokalität:

1. Ist der Ort gut mit PKW oder ÖPNV erreichbar?

2. Passt die Lokalität in Architektur und Ausstattung zum Präsentationsthema?

3. Sind genügend Parkplätze in unmittelbarer Nähe vorhanden?

4. Ist der Veranstaltungsraum gut zu finden, oder müssen Hinweisschilder angebracht werden?

5. Sind im selben Gebäude zur gleichen Zeit andere Veranstaltungen?

6. Ist ein Hausmeister oder Gebäudemanager als Ansprechpartner vor Ort?

7. Wird ein Schlüssel für den Raum benötigt, wo ist dieser hinterlegt?

Der Vortragsraum:

8. Gibt es einen Techniker, der Ihnen dabei hilft Rechner, Beamer und Ton einzurichten?

9. Ist die Beleuchtung ausreichend?

10. Kann der Raum verdunkelt werden?

11. Muss technische Ausrüstung mitgebracht werden?

12. Sind genügend Sitzplätze für die erwarteten Zuschauer vorhanden?

13. Gibt es Barrieren wie Säulen, die die Sicht behindern?

14. Sind die Folien auch in der hintersten Zuschauerreihe gut lesbar?

15. Sind eine Bühne und ein Rednerpult vorhanden?

16.Wird ein Flipchart benötigt? Ist eines vorhanden? Stifte?

17. Können alle Zuschauer den Referenten bei normaler Lautstärke hören oder wird ein Mikrofon gebraucht?

18. Wird ein Catering benötigt? Wer organisiert das und wo kann ein Buffet aufgebaut werden?

19. Wo befinden sich die Toiletten?

20. Wird eine Garderobe benötigt (vor allem im Winter wichtig)? Sind Garderobenkräfte erforderlich?

21. Kann die Raumtemperatur reguliert werden?

Wenn Inhalte, Referent und Lokalität richtig  miteinander harmonieren, werden Sie Ihr Publikum mit Ihren Botschaften erreichen und überzeugen.


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Viele Unternehmen wenden eine Menge Energie auf, um mit ihren Zielgruppen in einen Dialog zu treten.  Sie nutzen unter anderem Blogs und Social Media wie Facebook, um einen engeren Kontakt mit potenziellen Käufern herzustellen. Dadurch erfährt der Unternehmer mehr über die Bedürfnisse und den Wissensstand seiner Zielgruppe. Hinzu kommt: Der Kunde, der sich mit einem Unternehmen aktiv austauscht, ist konzentrierter und aufnahmebereiter, als derjenige der sich nur passiv berieseln lässt. Das ist bei Ihrer Präsentation genauso der Fall. Versuchen Sie deshalb während der Präsentation mit Ihrem Publikum ins Gespräch zu kommen.

Sie kennen die Situation bestimmt aus Ihrer Schulzeit und aus unzähligen Präsentationen, die Sie in der Berufswelt erlebt haben: Wenn vorne jemand eine Dreiviertelstunde über ein Thema referiert, passiert es leicht, dass man unkonzentriert wird und mit den Gedanken abschweift. Das passiert sogar, wenn man sich für das Thema eigentlich interessiert. Die Unterteilung in einen aktiven Teil (Referent) und einen passiven Teil (Publikum) birgt bei jeder Präsentation die Gefahr, dass gerade bei der Erläuterung eines wichtigen Sachverhalts ein großer Teil der Zuhörer mit der Aufmerksamkeit nicht ganz bei der Sache ist. Um aus der Frontalunterricht-Situation herauszukommen, sollten Sie Ihr Publikum aktiv in Ihre Präsentation einbinden. Damit bringen Sie Ihr Auditorium zum Mitdenken und erhöhen die Aufmerksamkeit.

Die Vorteile einer aktiven Einbindung

1. Das Publikum bleibt aufmerksam, wird zum Nachdenken oder sogar zum Mitmachen animiert,
2. Der Referent bekommt Redepausen und kann kurz verschnaufen, solange das Publikum etwas zu tun hat,
3. Die Präsentation wird durch die Aktivierung der Zuschauer aufgelockert,
4. Der Referent kann ein gemeinsames Erlebnis erzeugen, das zu einem positiven Grundgefühl und zu einer stärkeren Bereitschaft führt, mehr Zustimmung für die Präsentation zu bekommen.

Wie bindet man sein Publikum ein?

Dafür gibt es eine Reihe von Möglichkeiten:

1. Zum Beispiel könnten Sie das Thema Ihrer Präsentation als Aufhänger für Fragen an das Publikum nutzen. Wenn Sie über ein Produkt oder eine Dienstleistung sprechen, sind Fragen nach den eigenen Erfahrungen Ihrer Zuhörer ein guter Einstieg. Etwa: „Wer von Ihnen hat schon eigene Erfahrungen mit XY gemacht? Was haben Sie erlebt?“ Damit können Sie auch besser erkennen, ob unter den Zuhörern eher eine ablehnende Haltung vorherrscht oder positive Berichte überwiegen.

2. Sie können Ihr Publikum auch um eine eigene Einschätzung rund um Ihr Thema bitten. Wenn Sie ein neues Modell eines Elektroautos in Ihrer Präsentation vorstellen wollen, könnten Sie zu Beginn Ihres Vortrages fragen, welchen Anteil Elektroautos wohl in zehn Jahren am Straßenverkehr haben werden.

3. Sie könnten auch das Publikum abstimmen lassen. Fragen Sie in unserem Beispiel, wer glaubt, dass in 10 Jahren 50% aller PKWs Elektroautos sein werden und um Handzeichen bitten.

4. Sie können Ihr Publikum auch auf eine Fantasiereise schicken, um beispielsweise in Gedanken einen idealen Endzustand entstehen lassen, der mit Ihrer Präsentation zu tun hat. Wenn Sie in Ihrer Präsentation für die Umgestaltung eines Stadtteils werben wollen, können Sie das Auditorium zum fertigen neuen Stadtareal führen: „Stellen Sie sich vor, dass dort wo jetzt noch die Durchgangsstraße für dauerhaften Lärm sorgt, schon bald eine begrünte Fußgängerzone zum Flanieren einlädt …“ Das Ende Ihrer Präsentation oder eines wichtigen Abschnitts Ihres Vortrags können Sie ebenfalls zum Dialog mit Ihrem Publikum nutzen.

5. Der obligatorische Satz: „Gibt es dazu Fragen?“ bietet eine Chance in ein direktes Gespräch mit den Teilnehmern zu kommen. Sie können auf diese Weise ein unmittelbares Feedback bekommen, ob Ihre Ausführungen verstanden wurden und ob Ihre Argumente Zustimmung erhalten.

Welche Art von Einbindung des Publikums auch immer für Sie passend erscheint, Sie sollten sehr sorgfältig überlegen, an welcher Stelle Ihrer Präsentation eine Frage passen könnte. Auch die Fragen selbst sollten sehr genau überlegt werden. Es gibt kaum etwas Peinlicheres als ein Publikum, das die Augen verdreht, weil die Fragen des Referenten dümmlich, unpassend oder zu abgehoben sind.

Ausführliche, weiterführende Informationen finden Sie im neuen Buch von Matthias Garten „Die Magicbox für Präsentationen“.


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

„Ich liebe Störungen“ oder „Störungen – Ja bitte!“

Fast jeder, der mit einer Rede, einem Vortrag oder einer Präsentation auftritt, hat Angst vor Störungen. Doch jede Unterbrechung des geplanten Verlaufes birgt auch immer die Chance für Interaktionen mit dem Publikum und damit gleichzeitig eine charmante Möglichkeit zur Individualisierung des eigenen Auftrittes.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit provozierten und unprovozierten Reaktionen und möchte Ihnen zeigen, wie man Störungen willkommen heißt, da sich aus ihnen oft eine sehr individuelle Situation improvisieren lässt. Die Techniken, die ich als Moderator und Keynotespeaker auf der Bühne anwende, werden anhand von Anekdoten erklärt und mit Hilfe verschiedener Tipps trainiert. Am Ende stehen einfach anwendbare Lösungsblöcke, die Sie auf Präsentations- oder Verkaufssituationen anpassen können.

Total spontan – Ich liebe Störungen

Ich stehe auf der Bühne. Alles ist perfekt vorbereitet und das Publikum hängt an meinen Lippen. Ich bin witzig, charmant und auch ein bisschen sexy. Meine Powerpointpräsentation funktioniert und die Zuschauer lachen an den richtigen Stellen. Doch dann passiert es auf einmal: eine Störung, ein Zwischenfall, mit dem niemand rechnen konnte. Einer meiner Zuhörer reagiert nicht so, wie in meinem Kopf vorgesehen. Er wirft meinen Plan über den Haufen und versucht mich, den Präsentationsgott aus dem Konzept zu bringen. Er stellt eine Zwischenfrage, kommt zu spät, geht zu früh, telefoniert, redet mit seinem Nachbarn, knutscht oder benimmt sich einfach nicht so, wie er soll. Das ist ein Gau, ein Supergau, ein Gau-Gau, wie man in der Speaker-Szene zu sagen pflegt.

Ich liebe Störungen oder Unterbrechungen! Für mich sind genau sie das Salz in der Suppe einer guten Präsentation. Denn sie eröffnen mir ungeahnte Möglichkeiten zur Interaktion mit meinem Publikum.

Stellt sich nur die Frage, wie ich aus dieser Situation jetzt wieder herauskomme. Alle im Raum schauen mich an. Sie erwarten einen guten Konter, einen Satz, der sitzt und danach herrscht Ruhe im Karton.

Echte Störung oder nur Nebensache?

Die erste Frage, die ich mir bei jeder “vermeintlichen” Störung stelle, ist immer: Handelt es sich um eine echte Störung oder stört sie nur mich? Denn 95 % aller Störungen sind keine bühnenrelevanten Beeinträchtigungen. Oft bekommt das Publikum überhaupt nichts davon mit.

Ich habe einmal ein Event für einen großen Energieanbieter moderiert. Ungefähr 1000 Gäste saßen im Publikum und meine Auftaktmoderation dauerte circa 45 Minuten. Es lief gut. Die Stimmung war gelöst. Ich hatte den Laden im Griff, wie man so schön sagt.

Nur ganz vorne links quatschten unaufhörlich zwei Männer miteinander – von meiner Anmoderation bis zu meiner ersten Pause. Ich hatte sie immer aus dem Augenwinkel im Blick, schaute sie aber nie direkt an. Die Situation nervte mich kolossal und ich musste große Teile meines Moderationsarbeitsspeichers darauf verwenden, die beiden Herren zu ignorieren. Keinen der anderen 1000 Gäste im Raum schienen sie aber zu stören.

Während ich weiter moderierte, ging ich in meinem Kopf alle möglichen Optionen durch, um diese Störung für mich zielorientiert zu lösen. Spreche ich die Situation direkt an? Schaue ich die beiden an, gebe ihnen einen Fokus und schweige? Kommentiere ich die Situation? Ignoriere ich die Störung einfach? Da die beiden niemanden außer mir zu stören schienen, entschied ich mich für die letzte Option. Ich ignorierte sie bis zu meiner ersten längeren Unterbrechung.

In dieser Pause stürmte ich genervt in den Backstage-Bereich und traf meine damalige Produktionsleiterin, die mich freudestrahlend empfing und meinte: „Läuft doch super bis jetzt”. Ich guckte Sie mit großen Augen an und berichtete leicht angestrengt von den zwei Störern aus der ersten Reihe. Meine Produktionsleiterin blickte mich nur an und sagte: „Oh Ralf, das tut mir leid. Wir haben vergessen, dir zu sagen, dass der Geschäftsführer aus England mit seinem Dolmetscher in der ersten Reihe sitzt. Er übersetzt einfach nur alles, was du sagst.“. Die vermeintliche Störung löste sich also sofort in Luft auf und ich konnte die Moderation entspannt fortsetzen. Meine Moderationsfestplatte war wieder frei für echte Störungen.

Dieses Erlebnis wurde für mich zu einem Schlüsselerlebnis in Bezug auf Störungen. Denn seither stelle ich mir zunächst die Frage, ob diese Störung nur mich stört. Wenn es dem Publikum gar nicht auffällt, dass jemand zu spät kommt oder kurz mit seinem Nachbarn redet, dann hat es mich auch nicht zu stören. Dann registriere ich die Ablenkung zwar, ignoriere sie aber.

Analyse einer Störung

Ich verwende vier verschiedene Methoden, um auf eine Störung zu reagieren. Bei zweien reagieren Sie passiv und bei den anderen beiden gehen Sie in die aktive Reaktion. Starten wir zunächst mit den passiven Methoden.

1. Ignorieren der Störung

Ich habe Ihnen bereits ein Bespiel für das Ignorieren genannt. Die wichtigste Regel beim Ignorieren lautet: Stört das Ereignis nur mich, dann ignorieren, stört es auch andere, dann reagieren.

2. Anerkennen der Störung

Gehen wir einmal von dem Fall aus, dass Gäste zur Ihrer Präsentation zu spät kommen oder früher gehen müssen. Dann sollten Sie diese Störung tolerieren. Tolerieren bedeutet hier: Ich finde diese Störung zwar nicht toll, das steckt ja bereits im Wort, rege mich aber auch nicht darüber auf. Ich kommentiere sie regungslos.

Einen Fall einer offensichtlichen Störung habe ich einmal bei einer Moderation für eine große IT-Firma erlebt. Der amerikanische CEO hielt gerade eine Rede vor über 700 Kunden, als auf einmal im kompletten Saal das Licht anging. Der CEO machte ungerührt weiter. Als nach einer Minute immer noch die ganze Location hell erleuchtet war, kommentierte er das folgendermaßen: “Is someone leaning at the switch panel?”, sinngemäß übersetzt: „Lehnt jemand an den Lichtschaltern?“ Das Ergebnis: großes Gelächter im ganzen Saal. Was hatte der schlagfertige amerikanische CEO gemacht? Er tolerierte die Situation und kommentierte, ohne jemanden dabei persönlich anzugreifen.

Kommen wir nun zu den aktiven Störungen, auf die ich reagieren kann oder möchte. Es gibt Störungen, die unmöglich zu ignorieren sind, oder Störungen, die perfekt ins Programm passen, die man integriert oder bei denen man in die Konfrontation geht. Wieder gibt es zwei Möglichkeiten: Integrieren oder Konfrontieren.

3. Einbinden der Störung

Wichtig vorab: Ich halte das Verbinden oder Integrieren gegenüber dem Konfrontieren für die deutlich bessere Variante. In die Konfrontation würde ich nur bei einer massiven negativen Störung gehen. Dazu ein paar Tipps aus der Sicht eines TV-Warm-Uppers und Comedian.

Zwischen 2003 und 2008 habe ich so genannte Warm-ups für das Fernsehen gemacht. Meine Aufgabe als Warm-Upper war es zum einen, die Studiogäste auf Betriebstemperatur zu bringen, und zum anderen, bei Zwischenfällen und technischen Pannen – es gab viele Zwischenfälle und technische Pannen – weiterhin für gute Stimmung zu sorgen. Ich hatte immer ein klares Konzept, doch es kam jedes Mal anders. Bei meiner Reaktion hielt ich mich dabei immer an den Satz der Psychologin Ruth Cohn: „Jeder Plan muss falsch sein, da nie alle Faktoren bekannt sein können.“

Genauso kann es uns ergehen, wenn wir präsentieren, Vorträge halten oder auf der Bühne stehen. Wir malen uns aus, wie es klappen könnte. Wir planen. Aber es läuft manchmal eben doch anders. Für so einen Fall habe ich Ihnen ein paar Grundregeln oder Erfahrungen aus meiner Zeit als Warm-Upper aufgeschrieben.

Bei Sendungen, die aufgezeichnet wurden, gab es oft Abbrüche, d. h. die Sendung wurde aus verschiedenen Gründen gestoppt. In so einem Augenblick verließen meist der Moderator und die Gäste das Aufnahmestudio, die Kameraleute und Techniker stellten ihren Dienst ein und ich musste für das Publikum überbrücken. Oft wusste ich nicht, wie lange die Unterbrechung dauerte. Das konnten drei oder auch 45 Minuten sein. Meine Aufgabe war es dann, das Publikum bei Laune zu halten, die vermeintliche Störung zu erklären und mögliche negative Stimmungen aufzufangen.

Erinnern Sie sich an den Torfall von Madrid? 1998 beim Champions League Spiel zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund fiel eine Minute vor Anpfiff ein Tor um. Marcel Reif und Günther Jauch waren die Kommentatoren der Übertragung und mussten, ähnlich wie beim Warm-up, einen unbestimmten Zeitraum überbrücken. Der unbestimmte Zeitraum dauerte am Ende 76 Minuten. Marcel Reif stellte später in einem Interview fest: „Günther Jauch rettete mich vor dem medialen Selbstmord.“ Später war es ein Abend voller Anarchie. Denn normalerweise sind Champions League Spiele genauso perfekt durchgeplant wie Ihre Präsentationen.

Der innere Monolog

Hier ein paar Tipps, um Sie vor dem medialen Selbstmord oder dem Freitod auf der Bühne zu retten. Schließlich haben Sie eher selten bei Präsentationen einen so schlagfertigen Kollegen wie Günther Jauch an Ihrer Seite.

Der innere Monolog ist eine Grundtechnik, mit der ich immer gearbeitet habe. Ich beschrieb genau, was im Augenblick geschieht. Wenn zum Beispiel eine durchgebrannte Studiolampe repariert werden musste, begann ich, einen inneren Monolog über die Situation zu führen, inklusive eines Stimmungsbilds. Natürlich hielt ich diesen Monolog laut, so als ob ich Selbstgespräche führte. Ich beschrieb alles genau, wie bei einem Gemälde. Wie die Techniker kommen und sich fühlen, wie sich die durchgebrannte Lampe jetzt fühlt …  Dabei ließ ich mich von meinen Gefühlen in dieser konkreten Situation und von meinen Assoziationen treiben. Meistens kam es dann ziemlich schnell zu Lachern im Publikum. Mit diesen Reaktionen konnte ich dann sofort weiterarbeiten.

Für die Bühne, für Ihre Präsentationssituation, wenn zum Beispiel der Beamer ausfällt, ist mein Tipp: Betrachten Sie sich aus der Vogelperspektive und beschreiben Sie die Situation, wie sie sich gerade fühlen. Sie sind jetzt der Loser. Alles so toll geplant und dann funktioniert der Beamer nicht. Versetzen Sie sich in die Rolle eines Zuschauers und wenn Sie es ganz abgefahren mögen, versetzen Sie sich in die Rolle des Beamers. Fragen Sie sich, wie geht es dem Beamer wohl gerade? „Ich kann die Lampe verstehen, dass sie ihren Geist aufgibt. So toll ist meine Präsentation wirklich nicht …“ Beschreiben Sie die Störung aus Ihrer Perspektive. Das nennt sich Perspektivwechsel und bringt viel Lachen und Spaß in Ihre Präsentation. Und die Zuschauer merken, wie spontan Sie sind.

→ Der Tipp des Warm-uppers heißt also: Integrieren Sie die Störung mit Hilfe eines inneren Monologs.

Storytelling

Impro-Spieler können alles, außer Text lernen. Deshalb gehen sie folgendermaßen mit Störungen um: Es gibt eine Übung, die ich manchmal bei Storytelling-Workshops mit meinen Teilnehmern mache. Sie stehen vorne am Bühnenrand und bewegen sich, während sie eine improvisierte Geschichte erzählen, nach hinten. Auf dem Boden liegen verschiedene Gegenstände. Die Aufgabe lautet, die auf dem Boden liegende Gegenstände in die Geschichte zu integrieren. Wenn ich diese Übung erkläre, ist die typische Reaktion: „Das kann ich nicht, improvisieren und dann auch noch unerwartete Begriffe einbauen.“ Sobald meine Teilnehmer es dann ausprobieren, flutscht es und sie ernten viel Applaus und Gelächter im Publikum. Die Leute sind begeistert darüber, wie kreativ die Spieler doch die verschiedenen vorgegebenen Wörter in die Geschichte einbauen.

Ein typischer „Impro-Zwischenfall“ wäre ein aufgedrehtes Publikum, das auch während der Szenen weiterhin Vorschläge dazwischenruft. Ich baue diese Vorschläge sofort in die Szene ein. Wenn das dann doch einmal zu anstrengend wird, dann kommentiere ich mit dem Satz: „Heute höre ich permanent Stimmen in meinem Kopf.“. Die typische Reaktion darauf ist Lachen und danach herrscht meist Ruhe.

→ Der Tipp des Impro-Spielers laute also: Integrieren Sie die Störung, in dem Sie sie aktiv in Ihre Präsentation oder Gesprächsführung einbauen.

Einen letzten Tipp habe ich an dieser Stelle noch für Sie: Probieren Sie einfach alles einmal aus – sagen Sie „Ja bitte“ zu ungewollten Störungen und nutzen diese, um sich Ihrem Kunden individuell und spontan zu präsentieren. Denken Sie dabei an John Lennon, denn  “Life is what happens to you while you are busy making other plans”. Lassen Sie Sie sich nicht von vermeintlichen Störungen aus dem Konzept bringen, sondern machen daraus vielleicht sogar einen charmanten Twist, der Sie bei dem Kunden positiv in Erinnerung bleiben lässt.

Beitragsbild: psdesign1 – stock.adobe.com


Ralf SchmittSeit gut 15 Jahren arbeitet Ralf Schmitt als Moderator, Trainer und Keynote-Speaker. Dabei begeistert er sein Publikum jedes Mal vor allem mit einer ausgewogenen Mischung aus fachlicher Kompetenz und feinem Humor. Die Besonderheit seiner Auftritte liegt in der Interaktion mit dem Publikum – sowohl bei der Keynote als auch bei der Moderation. Da er diese beiden Tätigkeiten auch sehr gerne verbindet, ist er eigentlich ein „KeyMode-Speaker“. In seinen Vorträgen gibt er seinem Publikum ein „Mindset für eine flexible Zukunft“ an die Hand. Denn Flexibilität und Spontaneität liegen dem Bühnenprofi, dessen Wurzeln im Impro-Theater liegen, im Blut. Er ist Geschäftsführer der Impulspiloten GmbH und berät gemeinsam mit seinem Team seine Kunden in Sachen Veranstaltungsdramaturgie und Bühnenprogramm.

Ralf Schmitt ist Autor der Bücher „Ich bin total spontan, wenn man mir rechtzeitig Bescheid gibt“ und „ Ich bin total beliebt, es weiß nur keiner“ und er ist Vorstandsmitglied der German Speakers Association.

www.schmittralf.de | www.impulspiloten.de

Eine erfolgreiche Präsentation steht und fällt mit der Performance des Redners. Die PowerPoint-Folien können noch so aussagekräftig sein – wenn der Referent das Publikum durch eine überzeugende Darbietung nicht fesseln kann, verpufft schnell die gesamte Wirkung. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch die Redegeschwindigkeit, auf die ich im folgenden Blogbeitrag etwas näher eingehen möchte.

Der richtige Ton

Es ist gar nicht so einfach, bei einem Vortrag den richtigen Ton zu treffen. Auf welche Weise spricht man das Publikum am besten an? Das hängt natürlich von der Zusammensetzung des Auditoriums und vom Thema der Präsentation ab. Wenn es zum Beispiel um ein wissenschaftliches Fachthema geht und lauter Fachleute im Publikum sitzen, werden Sie sicher versuchen möglichst seriös und sachlich aufzutreten. Geht es darum eine exklusive Klub-Anlage als cooles Urlaubsziel an ein jüngeres Publikum zu vermarkten, werden Sie sich vermutlich um einen lockeren Umgangston und ein gutes Feeling bei Ihrem Publikum bemühen. Die Form Ihres Vortrags muss zum Vortragsinhalt und zum Publikum passen.

Die richtige Geschwindigkeit

Ein besonders wichtiger Aspekt bei der richtigen Publikumsansprache ist die richtige Geschwindigkeit, mit der Sie Ihre Präsentation vortragen. Wenn Sie Ihren Vortrag nur schnell herunterrasseln, besteht die Gefahr, dass die Zuschauer nicht mehr folgen können und abschalten. Reden Sie zu langsam, kann sich das Publikum schnell langweilen und Ihnen ebenfalls keine Aufmerksamkeit mehr schenken. In beiden Fällen verlieren Sie den Kontakt zu Ihrer Zielgruppe und können Ihre Botschaften nicht mehr erfolgreich vermitteln.

Doch wie findet man das richtige Tempo? Hier muss jeder seine eigene praktische Erfahrung sammeln. Möglicherweise haben Sie bereits von Kollegen ein Feedback bekommen, dass Sie etwas langsamer oder schneller, lauter oder deutlicher reden sollten. Falls Sie noch keine Erfahrungswerte sammeln konnten, überlegen Sie sich, ob es im Freundeskreis oder unter Kollegen Vertrauenspersonen gibt, vor denen Sie Ihre Präsentation halten können. Es ist wichtig zu erfahren, wie Sie als Redner wirken.

Sammeln Sie vorher praktische Erfahrungen!

Das Lampenfieber führt bei den ersten Vorträgen meistens dazu, dass der Präsentator häufig zu schnell spricht. Deshalb ist es so wichtig praktische Erfahrungen zu sammeln, bevor man auf größere Bühnen geht. Vor wirklich wichtigen Präsentationen, wenn Sie zum Beispiel die Unternehmenspräsentation vor einem wichtigen Kunden vorführen sollen, ist es ratsam, im Vorfeld mit einem Profi zu trainieren. Gute Präsentationsagenturen bieten Einzelunterricht oder Seminare in kleineren Gruppen an, wo Rhetorik, Dramaturgie und Aussprache trainiert werden.

Darüber hinaus können Sie an den Reaktionen Ihres Publikums erkennen, ob Sie das Tempo variieren müssen. Wenn die Zuschauer anfangen, auf die Uhr zu schauen oder mit dem Nachbarn zu tuscheln, sollten Sie das Tempo etwas anziehen. Wenn Sie dagegen erkennen, dass Ihr Publikum die Augen zusammenkneift, verständnislos auf die Folien starrt oder vielleicht sogar verständnislos den Kopf schüttelt, dann sollten Sie mit dem Tempo heruntergehen. Wenn die Inhalte eher kompliziert sind, sollte die Geschwindigkeit eher etwas langsamer sein.

Nutzen Sie die Wirkung von Redepausen!

Denken Sie auch an Redepausen! Egal ob Sie schnell oder langsam reden, achten Sie darauf beim Sprechen, Pausen zu machen. Die Wirkung einer Redepause ist von großer Bedeutung. Versetzen Sie sich in die Situation Ihres Publikums. Pausen sind wichtig, um Informationen speichern zu können. Der Vortragende nutzt Pausen nicht nur zum Luft holen, sondern setzt sie dramaturgisch ein, um Spannung und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Wenn Sie beispielweise die rhetorische Frage stellen „Wissen Sie was diese Information für Sie bedeutet?“ und danach eine kurze Pause einbauen, haben Sie die ungeteilte Aufmerksamkeit Ihres Publikums für Ihren nächsten Satz.

Fazit

Diese Dinge sollten wirklich eingeübt werden, damit sie ihre Wirkung richtig entfalten können. Mit etwas Erfahrung entwickeln Sie ein Gespür für das richtige Tempo.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Die professionellste PowerPoint-Gestaltung wird Ihrer Präsentation nicht zum Erfolg verhelfen, wenn Ihre Argumente das Publikum nicht wirklich überzeugen. Mit der 5-Satz-Technik können Sie Ihre wichtigen Kernbotschaften wirkungsvoll kommunizieren und die gewünschten Ergebnisse erzielen.

Wenn Sie sich eine Präsentation anhören, merken Sie im Normalfall sehr schnell, ob der Vortrag gut ist oder nicht. Wenn der Präsentator Sie mit seinen Argumenten überzeugt, hat er seine Sache höchstwahrscheinlich gut gemacht. Aber nicht selten gibt sich der Vortragende alle Mühe, baut Fakten, Schaubilder, Tabellen, Animationen und die tollsten Effekte in seine Präsentation, ohne dabei wirklich sein Publikum zu erreichen. Wenn er seinen Zuschauer nicht überzeugen kann, war seine Mühe völlig umsonst.

In meinen Präsentationstrainings weise ich immer wieder darauf hin, dass die Beweisführung oder die Argumentationskette, mit denen Sie Ihre Kernbotschaften untermauern, wirklich sitzen muss. Deshalb stelle ich Ihnen heute die 5-Satz-Technik vor, um Ihnen beim Aufbau Ihrer Argumente eine gute Orientierung zu geben.

Die 5-Satz-Technik oder in fünf Schritten zu mehr Überzeugungskraft

Die Technik ist schon sehr alt; sie geht angeblich auf die alten Griechen zurück. Trotzdem hat sie auch heute ihre Gültigkeit. Hier sind die fünf Schritte an einem kleinen Beispiel:

1. Ihre Kernbotschaft: Hier formulieren Sie das Hauptthema. Werden Sie sich bewusst, was Sie Ihrem Publikum als wichtige Information mitgeben wollen. Nehmen wir hier einmal das Thema „Keine medizinische Selbstdiagnose über Suchmaschinen“.

2. Erstes Argument: Die Argumente untermauern Ihre Kernthese. Nehmen wir als erstes den Umstand, dass Krankheitsbeschreibungen im Internet nicht immer von kompetenten Ärzten vorgenommen werden.

3. Zweites Argument: Ein Arzt sieht sich den gesamten Menschen an und nicht nur das aktuelle Symptom. Bei akuter Gefahr kann er entsprechende Maßnahmen sofort einleiten.

4. Drittes Argument: Ein Symptom kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Nur ein Fachmann kann die richtige Diagnose stellen.

5. Schlussfolgerung: Die Risiken einer falschen Diagnose sind bei der Suche im Internet viel zu groß. Google kann den Gang zum Arzt nicht ersetzen. Hier ist es sehr wichtig eine klare und eindeutige Formulierung zu finden, denn Ihre Schlussfolgerung soll Ihnen Ihr Publikum ja abkaufen.

Mit diesen fünf Schritten kann man bei entsprechender Sachkenntnis eine Kernbotschaft weitgehend wasserdicht für das Publikum machen. Anstelle eines Arguments können Sie auch Beweise oder ein Beispiel nehmen. („Mein Nachbar hat Google vertraut. Als schließlich doch ein Notarzt gerufen wurde, war es zu spät.“) Halten Sie die Formulierungen nach Möglichkeit möglichst einfach, selbst wenn Sie vor Fachpublikum sprechen. Sie machen es Ihren Zuschauern dadurch leicht, Ihnen entspannt zu folgen.

Fokussieren Sie sich auf die drei wichtigsten Argumente

Aber warum nicht in sechs oder sieben Schritten? Mehr Argumente sind doch noch überzeugender, oder? Es ist wichtig nicht unbegrenzt Argumente aneinanderzureihen, sondern nur die drei wichtigsten anzuführen. Wenn Sie zehn oder fünfzehn gute Argumente haben, umso besser. Suchen Sie sich die drei besten heraus. Im anderen Fall laufen Sie schnell Gefahr, über das Ziel hinauszuschießen und Ihr Publikum zu ermüden oder zu verwirren. Kommen Sie auf den Punkt, nur so bekommen Ihr Kernaussagen das richtige Fundament um zu überzeugen.

Diese wenigen Schritte muten zwar auf den ersten Blick etwas simpel an, aber die 5-Satz-Technik ist weltweit erfolgreich. Und das buchstäblich seit Jahrtausenden.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

„Nur wer in der Lage ist, sich auszudrücken, ist auch in der Lage, seine eigene Biografie zu beeinflussen.“ Diesem Satz von dm-Gründer Götz Werner ist wenig bis gar nichts hinzuzufügen.

Die Kunst der Rhetorik gilt als Kernkompetenz jeglicher Führungskräfte, Verkäufer, Unternehmer und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Neben der Möglichkeit, ein professionelles Training in Anspruch zu nehmen, gibt es auch für den Alltag leicht umzusetzende Methoden, um seinen rhetorischen Handwerkskoffer zu erweitern.

Am Beispiel dreier Übungen zeige ich Ihnen, wie Sie in Alltagssituationen mehr Schlagfertigkeit beweisen können, Selbstsicherheit gewinnen und sich in gutem Zuhören beweisen.

Der/Die gute Zuhörer/in

Rhetorik zeichnet sich nicht nur darin aus, selbst gut reden zu können, sondern vor allem auch im aufmerksamen Zuhören. Aber Zuhören will gelernt sein. Zunächst ist anzumerken, dass schlechtes Zuhören vom „Nicht-Zuhören“ abzugrenzen ist.

Sicherlich waren Sie auch schon mal in einer Situation, in der Sie partout nicht zuhören konnten oder wollten. Sei es damals in der Schule, in der Universität oder während eines endlos scheinenden Vortrags gewesen. Abzuschweifen kann schnell passieren.

Ein guter Zuhörer zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass er seinem Gegenüber die volle Aufmerksamkeit schenkt. Nur macht ihn dies nicht gleich auch zu einem guten Zuhörer. Die Quintessenz aus einer Unterredung mitzunehmen hilft wenig, wenn die Details des Gesprächs auf der Strecke liegen geblieben sind. Sie sind es schließlich, die unseren rhetorischen Ausführungen das nötige Fundament verleihen.

Um das aufmerksame Zuhören zu lernen, empfehle ich Ihnen zwei Möglichkeiten. Entweder Sie machen sich während des Gesprächs schon Notizen oder Sie hören so konzentriert zu, dass Sie die zentralen Punkte im Nachhinein noch auf einem Blatt Papier zusammenfassen könnten. Wichtig dabei ist, diese Notizen direkt nach dem Gespräch anzufertigen.

Die zweite Möglichkeit ist natürlich etwas anspruchsvoller. Dabei kommt es aber nicht darauf an, jeden besprochenen Themenpunkt wiedergeben zu können. Sie sollten sich fragen:

·   In welcher Ausgangslage hat sich das Gespräch befunden, als es begonnen hat?

·   Welche Argumente hat der Gesprächspartner/die eigene Firma aufgeführt?

·   In welchen Punkten waren sich die Gesprächspartner einig/uneinig?

·   Wo wurden Kompromisse gemacht?

·   Zu welchem Ergebnis kam die Gesprächsrunde?

Legen Sie sich ein Dokument an, in dem Sie sich die oben genannten Punkte vor Augen führen und Sie Schritt für Schritt beantworten. Entweder während des Gesprächs oder danach. Sie können diese Fragen auch an die jeweilige Ausgangslage eines Meetings oder eines Vortrags anpassen. Während eines Vorstellungsgesprächs beispielsweise ist es eher ungünstig, wenn Sie sich währenddessen Notizen zum Gesprächsverlauf machen.

Allgemein gilt: Indem Sie sich fokussiert einer Mitschrift des Gesagten zuwenden, konzentrieren Sie sich automatisch auf das Wichtigste. Denn Nebensätze oder Exkurse sind klar von den zentralen Themen abzugrenzen. Fokussieren Sie sich einfach darauf, das Wichtigste zu erfassen. Die Methode ist einfach und gleichzeitig sehr hilfreich. Denn ein guter Zuhörer ist schließlich auch ein guter Redner.

Schluss mit verschränkten Armen und feuchtem Händedruck!

Allein die Vorstellung vor fünf Personen ein Projekt vorzustellen lässt Ihnen den Schweiß ausbrechen? Und kaum legen Sie los, wippen Sie nervös mit dem Fuß und verlieren den Faden? Ich kann Sie beruhigen: Das geht vielen so.

Dies ist jedoch kein Grund sich seiner Schwäche hinzugeben. Denken Sie, dass professionelle Moderatoren niemals nervös sind?  Wir sehen es nur nie.

Aber selbst der nervöseste Sprecher kann mit der richtigen Technik Berge versetzen. Zunächst ist es wichtig, sich seiner Angst bewusst zu werden. Ursache Ihrer Angst ist nämlich die Scham, die Sie befürchten zu empfinden, wenn Sie sich vor allen anderen blamieren. Damit Ihnen genau das nicht passiert, gibt es ein paar Methoden, die Ihnen von vorneherein helfen, Sicherheit auszustrahlen.

Dafür habe ich einen Rat für Sie, der Ihnen den Auftritt vor Menschen erst einmal erspart. Stellen Sie sich am besten Zuhause in einen Raum, in dem Sie niemand stört. Stellen Sie eine Kamera vor sich – es kann auch die Ihres Handys sein – und nehmen Sie Ihren Vortrag auf. Trockenübungen vor dem Spiegel sind meist wenig hilfreich. Lenkt es doch schließlich ab, wenn wir uns beim Reden selbst beobachten. Anschließend sehen Sie sich die Aufzeichnung an und beachten folgende Punkte:

Welche Körperhaltung habe ich? Was mache ich mit meinen Händen? Sehe ich in die imaginäre Runde oder blicke ich nur auf meine Präsentationsunterlagen? In welcher Lautstärke trage ich vor?

Führen Sie sich alle Dinge vor Augen, die Sie gut und weniger gut fanden. Wichtig sollte sein, den Blick ins Publikum zu richten und ihn von links nach rechts durch das Publikum schweifen zu lassen. So signalisieren Sie Sicherheit, denn lugen Sie ständig auf Ihre Notizen, könnte der Eindruck entstehen, dass Sie nicht gut vorbereitet sind. Sie sehen, es gibt einige Methoden, die Sie selbstsicher wirken lassen – auch wenn Sie es innerlich gar nicht so fühlen!

Doch auch, wenn Sie sich nicht in einer Vortragssituation befinden, helfen Ihnen Mimik und Gestik bei der eigenen Wirkung. Achten Sie zum Beispiel auf einen festen Händedruck und eine gerade Körperhaltung. Sehen Sie Ihrem Gegenüber, egal in welcher Situation bei einer Unterhaltung in die Augen und weichen Sie nicht aus. Achten Sie in Alltagssituationen auch auf Ihre Stimmlage. Sind Menschen sich einer Sache unsicher, reden Sie oft leiser und langsamer. Formulieren Sie klare Sätze in angemessener Lautstärke und trauen Sie sich auszusprechen, was Sie sagen wollten.

Sie wissen oft nicht, was Sie mit Ihren Händen tun sollen? Ihre Hände haben vor allen Dingen nichts in Ihrem Gesicht zu suchen. Berühren Sie sich ständig an der Nase oder streifen sich die Haare hinter das Ohr, wirken Sie schnell unsicher auf Ihr Gegenüber. Lassen Sie die Hände entweder zu beiden Seiten hängen oder falten Sie sie auf Bauchhöhe ineinander. Folgende Punkte können Sie sich bewusstmachen: Verschränkte Arme signalisieren meistens Abweisung und Hände in den Hosentaschen Unsicherheit.

Meistens ist der eigene innere Kritiker der Beste, den man kriegen kann, deshalb gilt: Wer sich gut beobachtet und kritisch mit dem eigenen Verhalten umgeht, verändert langfristig etwas. Doch Achtung: Kritisch sein bedeutet nicht, sich innerlich kleinzumachen! Bleiben Sie fair mit sich und loben Sie sich auch mal, wenn Sie etwas besonders gut fanden. Ich verspreche Ihnen: Daran werden Sie wachsen und selbstsicherer werden.

Ich, ich ich – Botschaften aus der Ich-Perspektive

„Du kannst das nicht, lass’ mich mal bitte machen!“ Egal, ob Sie diesen Satz möglicherweise genauso schon einmal gehört haben oder in einer Abwandlung davon. Er ist vor allem eines: demotivierend und verunsichernd. Sollten Sie derjenige gewesen sein, der diesen Satz ausgesprochen hat, können Sie das nächste Mal einiges besser machen. Vor allem kommt es darauf an, aus welcher Perspektive Sie Botschaften versenden. Stellen Sie sich vor, eine Kollegin kritisiert Ihre Vorgehensweise bei einer Auftragsbearbeitung letzte Woche. Sie sagt „Wie du das letzte Woche gelöst hast, war enttäuschend.“ Was wäre Ihre erste Reaktion? Verständnis oder Resignation? Beantworten Sie sich die Frage doch einfach selbst, indem Sie sich fragen, wie Ihre Kollegin Ihnen die kritische Anmerkung alternativ hätte sagen können. Möglicherweise stören Sie sich an dem Ausdruck „enttäuschend“. Oder vielleicht klingt die Aussage allgemeingültig, als hätte das die halbe Abteilung genauso enttäuschend empfunden. Hier kann ich Ihnen versichern: Ihre Kollegin hätte sich anders ausdrücken können. Jedoch ungeachtet dessen, ob sie den Inhalt ihrer Nachricht wirklich so meint.

Hätte sie sich folgendermaßen ausgedrückt „Ich finde du hättest die Situation letzte Woche anders lösen können“, wären Sie doch sofort zu einer Diskussion bereit oder? Diese Formulierung gibt Ihnen Platz für eigene Anmerkungen und stellt Sie nicht von vorneherein als den „Blöden“ dar. Wichtig dabei ist die „Ich“-Perspektive, derer sich Ihre Kollegin bedient hat. Denn so drückt sie lediglich IHRE Meinung aus und gibt Ihnen die Chance etwas darauf zu erwidern.

Dass sie diese Meinung von Ihrem Vorgehen vertritt, können Sie nicht ändern. Sie wissen jetzt zumindest, wie sie darüber denkt. Zudem kommt es stark auf das Vokabular an. Versuchen Sie positiv konnotierte oder mindestens neutrale Ausdrücke zu verwenden. „Enttäuschend“ ist ein sehr negativ konnotiertes Wort und suggeriert Versagen. Die Formulierung „anders lösen“, ist neutral bis positiv und weist auf alternative Lösungswege, die zu dem beabsichtigten Ziel führen. Viel besser, oder? Achten Sie also in Zukunft – und das können Sie auch Ihrer Kollegin ans Herz legen – auf möglichst positiv ausgedrücktes Feedback in einer Ich-Botschaft verpackt.

Hier finden Sie alle drei Rhetoriktipps noch einmal im Überblick:

Michael Ehlers Rhetoriktipps


Michael Ehlers ist “Der-Rhetoriktrainer.de” im deutschsprachigen Raum. Seit zwei Jahrzehnten trainiert er Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Top-Manager/innen, Profi-Sporttrainer, Politiker/innen und viele mehr. Ehlers beherrscht die Kunst der Rhetorik und wendet sie selbst auf zahlreichen Veranstaltungen als Keynote-Speaker oder Moderator von Großveranstaltungen an. Trainings und Vorträge in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Europa, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA formten Michael Ehlers zu einem der erfahrensten Profis im Bereich Rhetorik.

www.der-rhetoriktrainer.de/

Michael Ehlers wird auch als Experte und Coach auf dem Presentation Rocket Day 2017 auftreten. Mehr Informationen zu seinem Workshop und dem Presentation Rocket Day finden Sie auf: www.presentation-rocket-day.com.

Was ist die zentrale Botschaft Ihrer PowerPoint-Präsentation? Können Sie die Essenz Ihres Vortrages in wenigen Sätzen zusammenfassen? Wenn Sie die Antwort auf diese Fragen nicht wissen, sollten Sie sich etwas intensiver mit diesem Thema befassen.

Ich habe berufsbedingt wirklich schon eine Menge Präsentationen gesehen, und ich nehme an, dass es Ihnen ähnlich geht. Darunter waren auch viele wirklich gute PowerPoint-Präsentationen, die von gut vorbereiteten Rednern professionell vorgetragen wurden.

Trotzdem habe ich häufig feststellen müssen, dass mich die Darbietung des Redners nicht wirklich gepackt hat. Bei der Menge an Informationen, die in einem Vortrag üblicherweise vermittelt werden, ist in diesen Fällen wenig wirklich hängen geblieben. Meistens habe ich mir nach dem Ende einer solchen Präsentation die Frage gestellt, warum er mir und dem Rest des Publikums das alles erzählt hat. Etwas hat gefehlt: die zentrale Botschaft. Was will mir der Redner außer einer Reihe Fakten mit auf den Weg geben?

Warum ist das Formulieren der Kernbotschaft so wichtig?

Die Kernbotschaft, also die zentrale Botschaft, ist sozusagen die Essenz Ihrer Präsentation. Sie ist der Grund, warum Sie überhaupt einen Vortrag halten wollen. Denn sicher wollen Sie mit Ihren professionell gestalteten Slides und dem präzise eingeübten Vortag etwas bewirken. Sie wollen Ihr Publikum überzeugen und möchten idealerweise die Menschen durch Ihre Präsentation zu etwas bewegen. Sie wollen eine Meinung bilden. Um das zu erreichen, muss Ihnen die Kernbotschaft selbst klar sein. Zum Beispiel:

– Unser neues Modell ist der beste/günstigste/sparsamste Mittelklasse-PKW auf dem Markt,
– regelmäßige Bewegung hält Sie bis ins hohe Alter gesund und fit,
– Elektromotoren sind Verbrennungsmotoren überlegen,
– Die Partei XY setzt sich für Ihre Rechte ein.

Die zentrale Botschaft – die Essenz Ihrer Präsentation

Diese Essenz ist das Rückgrat Ihrer Präsentation. Sie wissen, welche Botschaft Sie in die Köpfe Ihrer Zuhörer pflanzen wollen. Nun können Sie überlegen, welche Fakten, Argumente und Beispiele Sie in Ihre Präsentation einbauen können, um Ihre Kernbotschaft zu untermauern. Was ist wirklich überzeugend? Was muss erwähnt werden, damit Ihr Publikum Ihre Geschichte „kauft“?

Nehmen wir das oben erwähnte Beispiel des besten Mittelklasse-PKWs. Welche Gefahr besteht, wenn Sie sich nicht vorher Gedanken über die zentrale Botschaft machen? Sie reihen in Ihrer Präsentation leicht eine Vielzahl von Informationen aneinander: über das Entwicklungszentrum, das dieses neue Modell konzipiert hat, die große Bandbreite an Motoren, die tollen Sonderlackierungen, das Grußwort des Vorstands zum großen Wurf und das bundesweite Netz an Vertragswerkstätten. Zum Schluss wissen die Zuhörer womöglich alles über diesen Wagen, nur nicht warum sie ihn kaufen sollen. Deshalb müssen Sie sich im Vorfeld genau darüber Gedanken machen und diese wichtige Frage zunächst für sich beantworten. Wenn Sie die Antwort kennen, können Sie Ihren Vortrag so gestalten, dass Sie die Inhalte der Folien so auswählen, dass diese die Kernbotschaft bestätigen.

Ob Ihre aktuelle PowerPoint-Präsentation eine zentrale Botschaft enthält, können Sie schnell feststellen. Versuchen Sie die gesamte Präsentation in zwei bis drei Sätzen zusammenzufassen. Gelingt Ihnen das nicht, wäre es ratsam, nochmals genau zu überlegen, was Sie mit Ihrem Vortag erreichen wollen und ob alle Inhalte wirklich auf dieses Ziel abgestimmt sind.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Eine Präsentation muss optimal auf Ihre Zuschauer abgestimmt sein, um wirklich zu überzeugen. Nur wenn Sie wissen, welche Menschen im Publikum sitzen, können Sie eine PowerPoint-Präsentation individuell gestalten und mit den Inhalten wirklich überzeugen.

Vermutlich hat jeder von uns mindestens einmal eine PowerPoint-Präsentation erlebt, wo der Vortragende entweder mit längst bekannten Informationen gelangweilt hat, oder mit hochgestochenem Fachchinesisch seine Zuhörer völlig überforderte. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat der Referent einfach nicht gewusst, wer sein Publikum ist. Eine der wichtigsten Regeln für eine erfolgreiche Präsentation ist: Finde heraus, was Dein Publikum schon weiß.

Bei Präsentationstrainings werde ich regelmäßig von Referenten um Hilfe gebeten, ihren Präsentationen den letzten Schliff zu geben. Es geht neben der professionellen Erstellung der einzelnen Folien vor allem um die richtige Dramaturgie, eine überzeugende Rhetorik und die Körpersprache. Ich frage dann immer nach der Zielgruppe, für die der Vortrag bestimmt ist. Dabei stelle ich sehr häufig zwei Dinge fest: 1. Bei der Präsentation wird viel Wert auf tolle Technik und modernes Design gelegt, aber über das spätere, hoffentlich begeisterte, Publikum ist nur wenig bekannt. Das Wissen um das Publikum ist aber wichtig, wenn meine Botschaften richtig ankommen sollen. Es gibt keine wirklich gute Präsentation, die universell für alle Menschen funktioniert. Der Fachvortrag, der bei einem Uni-Professor nur gelangweiltes Gähnen auslöst, ruft bei einem Studenten im ersten Semester vielleicht völlige Verständnislosigkeit hervor. Ich muss wissen, welche Informationen für welche Zielgruppen auf welche Weise aufbereitet werden müssen, damit meine Präsentation ein wirklicher Erfolg wird.

Zweitens: selbst wenn dem Referenten die genaue Zielgruppe für die nächste Präsentation bekannt ist, wird auf eine individuelle Anpassung meistens verzichtet. Ein fatales Versäumnis. Sie sollten sich immer fragen, warum Sie eine Präsentation vor Publikum zeigen wollen. Wenn es eigentlich egal ist, können Sie sich die Mühe auch gleich sparen. Wenn Sie mit Ihrer Präsentation etwas erreichen wollen, wenn Sie Ihre Zuschauer überzeugen, ja sogar begeistern wollen, dann müssen Sie sich die Mühe machen Ihr Publikum richtig zu analysieren. Nur auf diese Weise treffen Sie den richtigen Ton und wählen die passenden Inhalte aus. Das Auditorium muss das Gefühl einer persönlichen Ansprache haben. Versuchen Sie Hintergrundinformationen zu bekommen. Wenn Sie vor Mitgliedern eines Unternehmens auftreten, suchen Sie nach Infos zur aktuellen Geschäftsentwicklung. Eine Präsentation voller geistreicher und witziger Bemerkungen wird schlecht ankommen, wenn die Mitarbeiter aktuell von Kurzarbeit betroffen sind. Sind Entscheider im Publikum? Wie können diese persönlich angesprochen werden? Sollten Sie das Glück haben immer vor der gleichen Sorte Menschen zu sprechen, müssen Sie sich nur einmal, aber dann richtig vorbereiten. Müssen Sie heute vor Kaufleuten auftreten und morgen vielleicht vor Werbe-Leitern, müssen Sie leider Ihre Bildsprache, Ihre Wortwahl und Ihre Dramaturgie jeweils individuell anpassen. Ein Kaufmann legt vermutlich großen Wert auf harte Fakten, ein Werbefachmann möchte vielleicht eher eine überzeugende Botschaft hören. Sie sollten in jedem Fall herausfinden, wie Ihr Publikum „tickt“ und Ihre Präsentation entsprechend abstimmen.

Die folgenden Fragen sollen Ihnen helfen sich richtig auf Ihre Präsentation vorzubereiten:

Die Institution (Unternehmen / Verband)

  1. Welche Ziele werden verfolgt?
  2. Was ist das Kerngeschäft?
  3. Wie ist die wirtschaftliche Situation?
  4. Was waren die letzten Schlagzeilen?
  5. Wer sind die wichtigsten Konkurrenten?

Personen

  1. Welche Funktion / Aufgabe haben die Personen (z.B. Vertrieb oder Controlling?
  2. Ist das Auditorium homogen oder setzten sich die Teilnehmer aus verschiedenen Gruppen zusammen?
  3. Wie ist das Durchschnittsalter?
  4. Wie ist das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Männern und Frauen?
  5. Auf welcher Stufe der Hierarchie stehen sie?
  6. Welche wichtigen Personen (z.B. Entscheider) sind anwesend?
  7. Wie tief ist das Publikum im Thema (Spezialisten oder Laien)?

Referent

  1. Welche Aufgabe haben Sie bei der Präsentation? Was soll erreicht werden?
  2. Sollen vor allem Informationen vermittelt werden?
  3. Soll der Vortrag motivieren / inspirieren?
  4. Welche Handlungsaufforderung (Call to Action) soll ausgesprochen werden?

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch in meinem Buch „Präsentationen erfolgreich gestalten und halten“. Ich erläutere dort umfangreich wie Sie Ihre Zuhörer nach vier bestimmten Typen richtig einteilen. Wenn Sie wissen wollen wie der Dominanz-Typ, der Stimulanz-Typ, der Harmonie-Typ und der Disziplin-Typ richtig angesprochen werden können, erfahren Sie im zweiten Kapitel.

Beitragsbild: © pixabay


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.