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Nervosität, Angst und Unsicherheit, damit treten Sie nicht souverän auf. Für ein selbstsicheres Auftreten brauchen Sie auch die richtige und positive Denkweise. Ihr Mindset setzt die Grundlage für Ihren Erfolg.

In diesem Interview mit Matthias Garten, erklärt Vivienne Dübbert was ein Mindset ist und wie es Ihnen zu einem wirksamen Auftreten verhelfen kann.

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Referent und PowerPoint Trainer Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 10.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

„Ihre Körpersprache muss zum Inhalt Ihrer Präsentation passen“

Man kann immer wieder erleben, wie eigentlich gute Präsentationen durch eine unpassende Moderation verdorben werden.

Da werden beispielsweise Weltneuheiten vor großem Publikum vorgestellt und der Moderator steht stocksteif auf der Bühne und spult seinen Vortrag mit monotoner Stimme herunter. Dann gibt es Redner, die beim Präsentieren von eher profanen Inhalten großes Theater bieten. Sie gestikulieren wild mit den Armen und schreien, dass man sich die Ohren zuhalten möchte. Leider wird dabei der Inhalt einer Präsentation nicht mehr optimal zum Publikum transportiert. Im ersten Fall schlafen die Leute ein, im zweiten Fall sind sie genervt und interessieren sich mehr dafür, wie lange sie das noch ertragen müssen. Dabei sind Stimme und Gestik (Körpersprache) des Referenten ein entscheidender Faktor, um Inhalte überzeugend zu vermitteln. Es sind Stilmittel, die zu wichtig sind, um ignoriert zu werden.

Die richtige Körpersprache unterstreicht Ihre Argumente

In verschiedenen Kulturen wird in Gesprächen sehr lebhaft gestikuliert, um das Gesagte noch einmal zu unterstreichen und seine Bedeutung hervorzuheben. Im deutschsprachigen Raum setzten wir normalerweise unsere Hände und Arme bei Gesprächen eher sparsam ein. Es ist für viele einfach ungewohnt, sie zu nutzen. Unerfahrene Redner, aber zum Teil auch „alte Hasen“, wissen nicht so recht, wo sie während einer Präsentation ihre Hände lassen sollen. Das hat für die eigene Performance mitunter fatale Folgen. Wer versucht, eine oder sogar beide Hände in den Hosentaschen zu „parken“, wirkt schnell flegelhaft und respektlos. Mit der Alternative, beide Arme einfach am Körper herunterbaumeln zu lassen, wirkt man linkisch und überzeugt sein Publikum ebenfalls nicht. Auch die Finger vor dem Körper zu verschränken oder die berühmte „Merkelraute“ sind eher Notlösungen und verbieten sich ebenfalls für einen professionellen Auftritt.

Wenn Sie nicht ganz bewusst auf Ihre Haltung während Ihrer Präsentation achten, riskieren Sie einerseits einfach eine schlechte Figur zu machen, andererseits verzichten Sie ohne Not auf ein wichtiges Kommunikationsinstrument. Gesten, richtig dosiert eingesetzt, werden sie Ihren Worten deutlich mehr Gewicht geben und die Aufmerksamkeit des Publikums stärker auf Sie richten. Schauen Sie sich auf „Youtube“ einmal ein paar Auftritte von Top-Speakern an und studieren Sie deren Körperhaltung und Körpersprache.

Die 3-Gelenk-Regel von Thomas Skipwith

Der profilierte Speaker und Coach Thomas Skipwith lehrt ein Konzept, um Hände und Arme sinnvoll zur Unterstützung einer Präsentation einzusetzen. Seine interessante These lautet: Auch die Körpersprache hat eine Lautstärke. Wer vor einem kleinen Personenkreis spricht, sollte in Bezug auf seine Körpersprache wenig, aber zielgerichtet gestikulieren. Bei Vorträgen vor großem Publikum sind kleine Handbewegungen nicht von allen Zuschauern zu erkennen. Hier müssen die Bewegungen entsprechend größer sein. Die Faustregel von Thomas Skipwith lautet daher: kleines Publikum – kleine Bewegungen. In kleinem Kreis werden die Hände nur bis zum Handgelenk eingesetzt. Bei einem mittelgroßen Publikum von etwa 20–30 Personen werden die Hände und Arme bis zum Ellenbogen eingesetzt. Bei großem Publikum, also bei mehreren Hundert Leuten, können auch die Oberarme bis zu den Schultergelenken für die Kommunikation eingesetzt werden.

Das sind natürlich nur Richtwerte und Sie müssen selbst immer wieder üben, um zu verstehen, wie Sie am wirkungsvollsten „rüberkommen“.


Präsentations- und PowerPoint-Experte Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Eine erfolgreiche Präsentation steht und fällt mit der Performance des Redners. Die PowerPoint-Folien können noch so aussagekräftig sein – wenn der Referent das Publikum durch eine überzeugende Darbietung nicht fesseln kann, verpufft schnell die gesamte Wirkung. Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch die Redegeschwindigkeit, auf die ich im folgenden Blogbeitrag etwas näher eingehen möchte.

Der richtige Ton

Es ist gar nicht so einfach, bei einem Vortrag den richtigen Ton zu treffen. Auf welche Weise spricht man das Publikum am besten an? Das hängt natürlich von der Zusammensetzung des Auditoriums und vom Thema der Präsentation ab. Wenn es zum Beispiel um ein wissenschaftliches Fachthema geht und lauter Fachleute im Publikum sitzen, werden Sie sicher versuchen möglichst seriös und sachlich aufzutreten. Geht es darum eine exklusive Klub-Anlage als cooles Urlaubsziel an ein jüngeres Publikum zu vermarkten, werden Sie sich vermutlich um einen lockeren Umgangston und ein gutes Feeling bei Ihrem Publikum bemühen. Die Form Ihres Vortrags muss zum Vortragsinhalt und zum Publikum passen.

Die richtige Geschwindigkeit

Ein besonders wichtiger Aspekt bei der richtigen Publikumsansprache ist die richtige Geschwindigkeit, mit der Sie Ihre Präsentation vortragen. Wenn Sie Ihren Vortrag nur schnell herunterrasseln, besteht die Gefahr, dass die Zuschauer nicht mehr folgen können und abschalten. Reden Sie zu langsam, kann sich das Publikum schnell langweilen und Ihnen ebenfalls keine Aufmerksamkeit mehr schenken. In beiden Fällen verlieren Sie den Kontakt zu Ihrer Zielgruppe und können Ihre Botschaften nicht mehr erfolgreich vermitteln.

Doch wie findet man das richtige Tempo? Hier muss jeder seine eigene praktische Erfahrung sammeln. Möglicherweise haben Sie bereits von Kollegen ein Feedback bekommen, dass Sie etwas langsamer oder schneller, lauter oder deutlicher reden sollten. Falls Sie noch keine Erfahrungswerte sammeln konnten, überlegen Sie sich, ob es im Freundeskreis oder unter Kollegen Vertrauenspersonen gibt, vor denen Sie Ihre Präsentation halten können. Es ist wichtig zu erfahren, wie Sie als Redner wirken.

Sammeln Sie vorher praktische Erfahrungen!

Das Lampenfieber führt bei den ersten Vorträgen meistens dazu, dass der Präsentator häufig zu schnell spricht. Deshalb ist es so wichtig praktische Erfahrungen zu sammeln, bevor man auf größere Bühnen geht. Vor wirklich wichtigen Präsentationen, wenn Sie zum Beispiel die Unternehmenspräsentation vor einem wichtigen Kunden vorführen sollen, ist es ratsam, im Vorfeld mit einem Profi zu trainieren. Gute Präsentationsagenturen bieten Einzelunterricht oder Seminare in kleineren Gruppen an, wo Rhetorik, Dramaturgie und Aussprache trainiert werden.

Darüber hinaus können Sie an den Reaktionen Ihres Publikums erkennen, ob Sie das Tempo variieren müssen. Wenn die Zuschauer anfangen, auf die Uhr zu schauen oder mit dem Nachbarn zu tuscheln, sollten Sie das Tempo etwas anziehen. Wenn Sie dagegen erkennen, dass Ihr Publikum die Augen zusammenkneift, verständnislos auf die Folien starrt oder vielleicht sogar verständnislos den Kopf schüttelt, dann sollten Sie mit dem Tempo heruntergehen. Wenn die Inhalte eher kompliziert sind, sollte die Geschwindigkeit eher etwas langsamer sein.

Nutzen Sie die Wirkung von Redepausen!

Denken Sie auch an Redepausen! Egal ob Sie schnell oder langsam reden, achten Sie darauf beim Sprechen, Pausen zu machen. Die Wirkung einer Redepause ist von großer Bedeutung. Versetzen Sie sich in die Situation Ihres Publikums. Pausen sind wichtig, um Informationen speichern zu können. Der Vortragende nutzt Pausen nicht nur zum Luft holen, sondern setzt sie dramaturgisch ein, um Spannung und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Wenn Sie beispielweise die rhetorische Frage stellen „Wissen Sie was diese Information für Sie bedeutet?“ und danach eine kurze Pause einbauen, haben Sie die ungeteilte Aufmerksamkeit Ihres Publikums für Ihren nächsten Satz.

Fazit

Diese Dinge sollten wirklich eingeübt werden, damit sie ihre Wirkung richtig entfalten können. Mit etwas Erfahrung entwickeln Sie ein Gespür für das richtige Tempo.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Sie haben viel Zeit in Ihre PowerPoint-Präsentation gesteckt, um einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Jede Folie sind Sie gewissenhaft mehrmals durchgegangen. Aber was ist mit Ihnen selbst? Wie viel Zeit haben Sie in Ihre eigene Performance vor Publikum investiert?

Ich erzähle Ihnen sicher nichts Neues, wenn ich Ihnen sage, dass ein guter Foliensatz nur ein Teil einer gelungenen Präsentation darstellt. Von größter Wichtigkeit ist die Wirkung des Präsentators auf der Bühne. Ich behaupte sogar, ein souveräner Redner kann sich zur Not auch dann behaupten, wenn die Technik streikt und keine Präsentation gezeigt werden kann. Im umgekehrten Fall wird das nicht funktionieren.

Übung … Übung … Übung!

Eine perfekte Präsentation zu zeigen, ohne dass der Vortragende die Folien weiter erläutert, wird geringen Erfolg haben. Ohne den Mann oder die Frau auf der Bühne geht es nicht. Deshalb muss in die eigene Darbietung genauso geübt werden wie das Erstellen einer Präsentation. Eine erstaunlich hohe Zahl an Presentern übt zwar ihren Auftritt, aber oft im stillen Kämmerlein für sich alleine. Häufig gehen sie die einzelnen Folien still durch und machen sich Notizen, was sie sagen wollen. Das ist leider zu theoretisch, um in der Praxis zu funktionieren. Das ist ein bisschen so, als ob man versuchen würde Ski fahren zu lernen, indem an anderen auf der Piste zusieht. Das Sprechen vor Publikum ist für die meisten Menschen eher unangenehm, aber sie lösen das Problem nicht dadurch, dass sie ohne praktische Vorbereitung zu ihrer ersten Präsentation gehen.

Wenn Sie sich wirklich erfolgreich auf Ihren Auftritt vor Publikum vorbereiten wollen, müssen Sie die Präsentation vorher mehrfach halten. Sie müssen es mit lauter Stimme tun, mit Gestik und Mimik und mit allem, was zu einem guten Bühnenauftritt dazugehört. Sie müssen dabei nicht vor einer ganzen Halle mit 500 Zuschauern sprechen. Wer ungeübt ist, wird unter Umständen auch im Kreis von fünf Personen unsicher und verhaspelt sich.

Wenn Sie Ihren Foliensatz schon im Griff haben und mehr oder weniger wissen, was Sie zu jeder Folie sagen wollen, beginnen Sie Ihre Präsentation so realistisch wie möglich einzuüben. Vielleicht wollen Sie erst einmal alleine anfangen, um etwas sicherer zu werden. Irgendwann sollten Sie aber den nächsten Schritt gehen und Ihren Vortrag vor anderen Personen zu halten. Es können ja zunächst Familienangehörige, Freunde oder gute Kollegen sein. Hier kann man schon ein erstes hilfreiches Feedback bekommen. Und es ist besser, Ihr Kollege macht Sie darauf aufmerksam, dass Sie zu schnell sprechen, dauernd die Hände in den Hosentaschen haben, oder zu statisch auf einem Fleck stehen bleiben, als wenn eine für Sie wichtige Zielgruppe bei Ihrem Vortrag diese Feststellungen machen muss.

Verbesserung der eigenen Performance mit professioneller Hilfe

Sehr viel besser wäre natürlich, wenn Sie Ihre Präsentation einmal vor echten Profis halten. Präsentationstrainings werden in ganz Deutschland angeboten und richten sich an Präsentatoren, die entweder wenige praktische Erfahrung haben oder die ihrer Performance den letzten Schliff geben wollen. Ich kenne eine ganze Reihe von Anbietern, die auf einem hohen didaktischen Niveau ausgezeichnete Hilfe geben.

Ich habe mir mit meinen Kollegen vor einiger Zeit überlegt, wie man das Präsentationstraining im Hinblick auf die Bedürfnisse der Teilnehmer weiter optimieren kann. Das Ergebnis ist unser Presentation Rocket Day, der dieses Jahr wieder am zehnten November stattfindet. Top-Experten geben praktische Tipps zu wirklich allen Bereichen der optimalen Präsentation. Teilnehmer können hier in wenigen Stunden Fortschritte erzielen, die bei normalen Trainings Wochen dauern würden.

Egal welchen Weg zum professionellen Präsentieren Sie einschlagen wollen, entscheidend ist, dass Sie von der Theorie in die Praxis gelangen.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Gute Präsentationen wirken leicht und einfach, wenn sie von einem echten Profi vorgetragen werden. Doch ein professioneller PowerPoint-Foliensatz und ein motivierter Referent machen noch längst keine erfolgreiche Performance. Über das richtige Präsentieren ist schon viel geschrieben worden. Zu Recht, denn es gibt einfach viele Dinge, die zu beachten sind, und viele Stolpersteine, durch die auch erfahrene Referenten ins Straucheln geraten können. Ich möchte Ihnen wieder einige wichtige Tipps für das erfolgreiche Präsentieren geben.

Tipp 1: Tun Sie das, was seit 5.000 Jahren bestens funktioniert: Erzählen Sie Geschichten!

Das Aneinanderreihen trockener Fakten kann sehr schnell langweilen, selbst wenn Sei vor einem Fachpublikum sprechen. Wenn Sie Ihre „hard facts“ in eine Geschichte einbetten, können Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer länger aufrechterhalten. Googeln Sie einmal „storytelling“ und lassen Sie sich von Beispielen und Literatur-Tipps inspirieren, wie man gute Geschichten findet und wie man sie für die eigene Präsentation verwenden kann.

Tipp 2: Erstarren Sie auf der Bühne nicht zur Salzsäule!

Wer völlig statisch hinter seinem Rednerpult festklebt und sich während des Vortrages kaum bewegt, wird es schwer haben, sein Publikum zu begeistern. Unbeweglichkeit erinnert eher an alte Professoren in einem überfüllten Hörsaal oder an einen Priester, der von einer Kanzel predigt.

Nutzen Sie nach Möglichkeit die ganze Bühne und bewegen Sie sich, seien Sie lebendig. Gehen Sie ruhig auch einmal auf das Publikum zu, gehen Sie in den Dialog. Das vermittelt den Eindruck von Lebendigkeit und Engagement.

Tipp 3: Stellen Sie Fragen an Ihr Publikum!

Binden Sie Ihr Publikum in Ihre Präsentation ein! Stellen Sie Fragen und regen Sie zum Nachdenken  und Mitdenken an. Auch wenn nur wenige aktiv auf Ihre Fragen Antworten mögen,  so kommen doch viele Zuschauer dadurch aus ihrer Passivität heraus. Anstatt sich nur berieseln zu lassen, erhält Ihr Publikum die Möglichkeit, in Denkprozesse einzutauchen und selbst Überlegungen zu Ihren Fragen anzustellen. Dadurch können Sie das Interesse und die Aufmerksamkeit Ihres Auditoriums deutlich erhöhen.

ipp 4: Finden Sie Ihre Leitlinie!

Was wollen Sie mit Ihrem Vortrag erreichen? Was soll die Quintessenz Ihrer Präsentation sein? Machen Sie sich im Vorfeld klar, was Sie bei Ihrem Publikum bewirken wollen und richten Sie Inhalt und Dramaturgie Ihrer Präsentation darauf aus. Das Hauptthema sollte sich wie ein roter Faden durch den gesamten Aufbau Ihrer Präsentation ziehen. Dadurch vermeiden Sie unlogische Sprünge in Ihrer Darstellung und nutzlose Inhalte, die Ihr Thema nicht voran bringt.

Tipp 5: Setzen Sie auf die Kraft der Bilder!

Nichts ist für Ihr Publikum anstrengender und ablenkender als Folien, die komplett mit Text vollgeschrieben sind. Sie zwingen damit Ihre Zuschauer Ihnen zuzuhören und gleichzeitig die Folien zu lesen. Nach kurzer Zeit werden sie entweder nicht mehr mitlesen oder Ihnen nicht mehr zuhören.  Ein Bild, versehen mit 1 bis 2 erklärenden Sätzen, transportiert die gewünschte Information in knapper  Form schnell und erfolgreich in das Gehirn Ihrer Zielgruppe.

Tipp 6: Machen Sie abstrakte Fakten verständlich!

Nicht selten verfehlen hochbrisante Fakten ihre Wirkung beim Publikum, weil es schwerfällt, das Gehörte richtig einzuordnen. Wenn Sie erzählen möchten, wie viel Kohle pro Jahr auf der Erde verfeuert wird, dann kann es sein, dass die nackte Zahl für Ihr Auditorium nur schwer begreifbar ist.

Wenn Sie aber zum Beispiel erklären, dass ein Güterzug mit all dieser Kohle bis zum Mond reichen würde, erhält man eine Vorstellung von der Menge.

Tipp 7: Langweilen Sie Ihr Publikum nicht!

Selbst der ausgeschlafenste Fachmann dämmert bei seinem Fachthema irgendwann weg, wenn ein langweilig auftretender Redner mit langweilig gestalteten Folien Fakten herunterleiert. Was für Fachleute gilt, ist für Laien natürlich umso wichtiger. Wenn Sie nicht die Spannung aufbauen und aufrechterhalten können, werden Sie während Ihres Vortrages immer mehr Zuschauer verlieren.

Deshalb hier der Tipp, bereits am Anfang Neugierde auf Ihr Thema zu erwecken. Stellen Sie zum Beispiel eine bewusst steile These zu Beginn Ihres Vortrages auf und versprechen Sie, im Laufe des Vortrages alle Beweise dafür zu liefern. Oder zeigen Sie  einen Gegenstand oder ein Bild, das scheinbar absolut nichts mit Ihrem Präsentationsthema gemein hat. Stellen Sie die Frage, wo der Zusammenhang sein könnte, und versprechen Sie die Auflösung zum Ende des Vortrages.

Tipp 8: Kultivieren Sie Ihre Unterhalter-Qualitäten!

Für viele Redner ist es sehr hart, während des Vortages unterhaltsam und amüsant zu sein.  Abgesehen von wenigen Naturtalenten fällt es jedem Menschen mehr oder weniger schwer, vor einem Publikum den charmanten Conférencier zu geben. Umso wichtiger ist es, immer wieder gerade diese Herausforderung zu üben und sich stetig zu verbessern. Das geht letztlich nur in der Praxis und kann theoretisch nicht trainiert werden.  Eine Möglichkeit des sehr effektiven Trainings sind Präsentationstrainings, wie der Presentation Rocket Day.

Tipp 9: Seien Sie leidenschaftlich!

Ihr Publikum merkt sehr schnell, ob Sie für Ihr Präsentationsthema wirklich brennen oder nur ein Programm abspulen. Deshalb müssen Sie sich aus der Routine herausreißen, selbst wenn Sie einen Vortrag schon oft gehalten haben. Bereiten Sie sich darauf vor, Ihr Publikum überzeugen zu wollen. Machen Sie sich klar, dass es wichtig ist, überzeugend „rüberzukommen“. Wenn Sie nur eine Pflichtveranstaltung moderieren, werden Sie nicht überzeugen.

Denken Sie an die Bühnenschauspieler, die jeden Abend das gleiche Stück spielen. Sie müssen jeden Abend ihre Gefühle authentisch abrufen können, sonst wird die Darbietung nicht gefallen.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Das beste Mittel gegen Lampenfieber: eine gute Vorbereitung

Unter Lampenfieber leiden fast alle Menschen, die vor einem Publikum stehen müssen. Warum ist das so? Gibt es Mittel dagegen? Neben verschiedenen Entspannungstechniken gibt es eine profane, aber wirkungsvolle Methode, um seine Ängste in den Griff zu bekommen: Machen Sie es wie die Profis und bereiten Sie sich so gut wie möglich auf Ihre Präsentation vor!

Praktisch alle Personen, die vortragen oder präsentieren, kennen das Lampenfieber. Es taucht in allen Abstufungen und Schattierungen auf. Selbst Showgrößen, die es gewohnt sind vor großem Publikum aufzutreten, werden davon betroffen. Letztlich ist diese Reaktion auch völlig normal. Wer vor ein Publikum tritt, macht sich angreifbar, kann Fehler begehen oder sogar richtig scheitern. Solche Aussichten lassen niemanden kalt. Ein bisschen Lampenfieber kann durchaus positive Aspekte haben, weil es dazu führt dass Sie sich voll konzentrieren.

In einer leichten Dosis machen uns Stresshormone wach und konzentriert. Aber viele Menschen leiden unter regelrechten Panik-Attacken, ja geradezu Todesängsten, wenn sie eine Präsentation halten müssen. Woher kommt diese Angst? Dazu gibt es verschiedene Theorien. Letztlich geht es um eine „Konfrontation“ mit dem Publikum. Natürlich sind Sie dabei keiner wirklichen Gefahr ausgesetzt, aber anscheinend wird in uns ein uraltes Reaktionsmuster ausgelöst, das seine Berechtigung hatte, aber bei einem Folienvortrag extrem störend ist. Oft führt die Spur in frühe Kindheitserfahrungen zurück. Vielleicht werden alte Erinnerungen an peinliche Situationen aus der Schulzeit wachgerufen. Unbemerkt wird ein alter Schmerz wiederbelebt, zum Beispiel als man vorne an der Tafel stand und die Antwort nicht wusste oder etwas Falsches gesagt hat. Das Trauma durch den Tadel des Lehrers und das Gelächter der Mitschüler können sich tief in das Unterbewusstsein eingraben und wieder aufbrechen, wenn Sie heute vor Publikum etwas sagen sollen.

Doch unsere Psyche kann vielleicht noch tiefer graben und kollektive Erfahrungen wachrufen, die in unseren Genen gespeichert sind. Die Geschichte der Menschheit war oft mit dem Überlebenskampf verbunden. Eine einzelne Person, die sich plötzlich einer fremden Gruppe gegenüber sah, musste auf der Hut sein und mit allem rechnen.

Ich habe gelesen, dass es einen Zustand gibt, der große Ähnlichkeiten mit dem Lampenfieber haben soll: das sogenannte „Kanonenfieber“. Es beschreibt Symptome, die Soldaten vor einem bevorstehenden Gefecht bekommen können: von Nervosität über Krämpfe, Herzrasen, Übelkeit bis hin zu Zittern und Panik. Erstaunlich, offenbar glaubt unser Unterbewusstsein, wir ziehen in einen Kampf, wenn wir einer Gruppe von Zuschauern „entgegentreten“.

Während sich erfahrene Speaker auch bei großen „Folienschlachten“ noch im Griff haben, gibt es auch Menschen, die selbst dann in den Panikmodus schalten, wenn sie vor einem kleinen Kreis netter Kollegen präsentieren sollen. Und es gibt Menschen, die regelmäßig präsentieren müssen und regelmäßig in diese Angstsituation geraten. Kaum ist eine Präsentation gehalten, krampft sich der Magen schon wieder zusammen, weil der nächste Präsentations-Termin bereits feststeht. Bei solchen Lebenssituationen geht es natürlich irgendwann an die Gesundheit.

Doch wie geht man nun am besten mit dem Lampenfieber um?

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten um der Angst vor der Präsentation zu begegnen. Eine  Möglichkeit wäre der Versuch, Medikamente dagegen einzunehmen. Ich bin kein Arzt, aber ich halte diese Methode für ziemlich riskant. Nebenwirkungen und Abhängigkeiten sind nicht auszuschließen, bei einigen Mitteln sogar wahrscheinlich. Pharma und Militär forschen seit Jahrzehnten auf diesem Gebiet und haben verschiedene Mittel im Gebrauch. Die Erfolge sind sehr umstritten. Wenn Ihnen aber frei verkäufliche Mittel wie Baldrian dabei helfen, etwas ruhiger zu werden, ist das natürlich nicht schlecht.

Tipp 1: Entspannen durch Musik oder ein warmes Glas Wasser

Bevor Sie zu pharmazeutischen Mitteln greifen, können Sie etwas Einfacheres ausprobieren. Versuchen Sie vor der Präsentation ruhig zu werden, indem Sie entspannende Musik über Ihren MP3-Player hören. Ein Glas warmes Wasser beruhigt den Magen und hat einen positiven Einfluss auf das Nervensystem. Bei Stress-Situationen schüttet der Körper das Stress-Hormon Adrenalin aus. Es soll den Menschen helfen, mit einer akuten Gefahr fertig zu werden, entweder durch Angriff oder durch Flucht. Beides ist für eine Präsentation sehr unpassend, und deshalb ist es recht unangenehm mit Adrenalin überschwemmt zu werden, wenn Sie eigentlich ruhig und souverän sein sollten.

Tipp 2: Entspannen durch Bewegung

Da Adrenalin also dem Körper helfen soll, sich zu bewegen (Angriff, Flucht), können Sie auch mit Bewegung das Stress-Hormon abbauen. Bewegen Sie sich, gehen Sie vor der Präsentation nochmal über den Parkplatz, nehmen Sie die Treppe in den nächsten Stock, zur Not können Sie auch eine Minute auf der Stelle hüpfen. Etwas Bewegung vor der Präsentation wird Sie ruhiger machen.

Tipp 3: Entspannen durch diverse Techniken

Eine weitere Möglichkeit wäre das Erlernen einer Technik zur Stress-Reduktion. Dazu gibt es eine ganze Menge Werkzeuge, die auch schon vielen Menschen geholfen haben. Ob Atemübungen, autogenes Training, Meridian-Klopftechniken, Hypnotherapie oder EMDR-Technik (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) – es gibt viele Methoden, die Sie ausprobieren können.

Tipp 4: Entspannung durch exakte Präsentationsvorbereitung

Die nächste Möglichkeit, die ich Ihnen vorstellen möchte, ist relativ einfach durchzuführen, wirkungsvoll und kostet außer Zeit überhaupt nichts: Bereiten Sie sich auf Ihre Präsentation so sorgfältig wie nur möglich vor. Das klingt zunächst völlig banal. Natürlich sollte man sich vorbereiten. Aber in sehr vielen Fällen werden Vorträge und Präsentationen nur unzureichend vorbereitet. Es fängt mit fehlerhaften Folien an, wo Rechtschreibung, Übergänge und Reihenfolge nicht überprüft wurden. Es geht weiter mit den Inhalten, die zu jeder Folie erläutert werden sollten. Entweder glaubt der Referent auf Basis weniger notierter Stichworte aus dem Stehgreif referieren zu können, oder er liest einen längeren Text von Blatt ab. Das wirkt unprofessionell und geht sehr häufig schief. Der letzte Punkt ist die unzureichende Prüfung der technischen Geräte. Wenn Sie erst hektisch mit dem Equipment herumhantieren müssen, bevor Sie starten, wirkt das nicht souverän, und es macht Sie selbst unsicher.

Wenn Sie Ihre Präsentation im Schlaf beherrschen, werden Sie ruhiger und selbstsicherer.

Beginnen Sie mit den Vorbereitungen für Ihre Präsentation gleich nachdem Sie den Termin erfahren haben. Machen Sie sich einen Zeitplan in dem Sie verbindliche Zeitfenster für Materialsuche, Folienerstellung und Einübung des Vortrages festlegen. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Zeitdruck und planen Sie großzügig, damit unvorhersehbare Zwischenfälle wie eine Erkältung Sie nicht in Schwierigkeiten bringen.

Machen Sie sich klar: Wie lange soll der Vortrag dauern? Wieviele Folien können/müssen in dieser Zeit gezeigt werden? Legen Sie am besten einen Ordner an, wo Sie in den kommenden Tagen Material zusammen suchen und ablegen können. Nehmen Sie sich für jede einzelne Folie so viel Zeit, dass Form und Inhalt absolut stimmig und überzeugend sind. Überlegen Sie sich genau was Sie zu jeder Folie erzählen möchten halten Sie es schriftlich fest. Wenn alles fertig ist, dann fangen Sie an den Vortrag einzustudieren. Es genügt NICHT den Ablauf in Gedanken kurz durchzugehen. Halten Sie den Vortrag laut, entweder alleine vor Ihrer Familie oder Freunden, bis er WIRKLICH sitzt. Achten Sie auf jedes Detail, auf Wortwahl Stimmlage und Körperhaltung. Erst dann wenn Sie sich mit Ihrer Präsentation wirklich sicher fühlen, wird es auch einen positiven Effekt auf Ihren Stress-Level und Ihre Performance während des Vortrags haben. Überprüfen Sie am Tag vorher sorgfältig Ihre technischen Geräte. Sollten Sie auf die Technik des Veranstalters angewiesen sein, stellen Sie sicher, dass die Haustechniker alles richtig anschließen. Selbst wenn Sie dann vor Publikum nicht ganz die 100% erreichen sollten, die Sie bei Ihren „Trockenübungen“ vor Freunden einstudiert hatten, werden Sie doch mit größter Wahrscheinlichkeit ein überzeugendes Ergebnis erzielen und Ihr Lampenfieber deutlich besser im Griff haben. Natürlich bekommen Sie nicht immer die Zeit sich gründlich vorzubereiten. Es kann passieren, dass Sie innerhalb von wenigen Tagen eine Präsentation halten müssen. Wenn Sie nicht genügend Zeit zur Verfügung haben, lernen Sie zumindest der ersten Sätze Ihres Vortrages auswendig. Das wird Ihnen mehr Sicherheit geben, und meistens legt sich nach dem gelungenen Einstieg die Nervosität.

Ein echter Turbo für Ihr Selbstvertrauen und Ihre Performance sind Präsentationsworkshops wie unser „Presentation Rocket Day“, den wir 2016 für alle Interessierten organisieren. Hier lernen Sie von unseren Top-Coaches die Tricks und Kniffe der Profis, um den professionellen Auftritt vor Publikum zu beherrschen und Ihre Zuschauer wirklich zu begeistern.




PräsentationstrainingDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und des Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

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Wie bekomme ich mein Lampenfieber in den Griff?

Übung macht den Meister. Das gilt auch für das professionelle Präsentieren. In unserem Presentation-Bootcamp, das wir bereits zum zweiten Mal durchführen, geben wir professionelle Unterstützung bei der Optimierung der eigenen Performance.

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Zu den Profis, die uns beim Presentation-Bootcamp unterstützen, gehört Michael Rossié. Er arbeitet seit 25 Jahren als Sprechtrainer und Coach im Auftrag namhafter Radio- und Fernsehsender sowie in allen Bereichen der Wirtschaft. Außerdem ist er ein vielbeschäftigter Redner und Keynote-Speaker zu den Themen Kommunikation, Präsentation und Medientraining. Wir haben mit ihm ein Interview zu einem Thema geführt, das allen Menschen bekannt ist, die auf der Bühne stehen: dem Lampenfieber und wie man damit umgeht.

Warum bricht vielen vor lauter Lampenfieber der Schweiß aus, wenn sie vor Publikum sprechen müssen? 

Michael Rossié: Die einzige Situation, in der ein einzelnes Lebewesen einer Gruppe von anderen Lebewesen gegenüber steht und von dieser Gruppe interessiert betrachtet wird, ist wenn die Gruppe das Lebewesen fressen will. Und das ist in uns allen tief verankert. Wir wollen am Leben bleiben.

Was unterscheidet die Situation, vor vielen zu sprechen von einer Situation, in der wir uns mit nur einer oder wenigen (bekannten) Personen unterhalten? 

Michael Rossié: Die Unterschiede in Bezug auf die Gruppengröße spielen sich nur im Kopf ab. Manche Menschen sagen mir, dass sie ab 20 Menschen nervös werden, manche ab 100 Menschen. Die Anzahl ist völlig willkürlich. Angst ist etwas sehr Subjektives und nur schwer zu kontrollieren. Solange mein Ton genügend verstärkt wird und ich von überall zu sehen bin, ist die Größe der Gruppe oder des Raumes für das Lampenfieber eigentlich nicht entscheidend. Wenn ich aber vor so einer großen Gruppe noch nie gesprochen habe, kann die Tatsache, dass ich keinerlei Vergleich habe, meine Spannung deutlich erhöhen. Alles, was wir nicht kennen, macht uns Angst, auch wenn die Unterschiede theoretisch minimal sind.

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Sie sagen, man muss auch vor vielen Menschen authentisch bleiben und sollte sich nicht verstellen. Warum fällt uns das oft so schwer? 

Michael Rossié: Wir denken, dass Schauspielerei einfach ist. Wenn sie einfach wäre, ist es doch sehr verführerisch, so zu tun, als sei man sicher und souverän. Wenn das wirklich klappen würde, dann könnte ich mit wenigen Tricks total selbstsicher wirken. Erst wenn ich gemerkt habe, wie schwer es ist, sich glaubhaft zu verstellen, suche ich nach einem anderen Weg. Außerdem wurde uns in der Schule immer erzählt, dass wir nur ja nichts falsch machen dürfen. Schwäche ist was für Verlierer, wir müssen immer perfekt sein. Und wenn wir uns zeigen, wie wir sind, sind wir Menschen mit jeder Menge Fehlern. Und es gehört ganz viel Mut dazu, die auch zu zeigen. Eine ganze Coaching-Industrie lebt von dem Angebot, uns von unseren Fehlern und Schwächen zu befreien.

Welche Tipps haben Sie gegen Lampenfieber?

Michael Rossié: Wenn Sie auf die Bühne vor die Gruppe gehen, werden Sie immer Lampenfieber haben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass einem der Vorname der eigenen Mutter nicht mehr einfällt.
Lampenfieber ist etwas Natürliches. Und niemand nimmt Ihnen übel, wenn Sie nervös sind.  Die Nervosität verschwindet nach kurzer Zeit. Aber sie wird da sein. Rechnen Sie damit. Dann bleibt Ihnen viel Gezänk mit sich selbst erspart.
Stellen Sie sich vor, Sie beginnen Ihre Rede mit „Meine Damen und Herren zunächst möchte ich mich für meine Nase entschuldigen“ oder „Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich heute nervös bin“.  So etwas sagt niemand, weil sich keiner für etwas entschuldigt, für das er nichts kann. Machen Sie das Lampenfieber zu einer ihrer Stärken. Vergeuden Sie vorher keine unnötigen Energien mit irgendeinem überflüssigen Perfektionismus. Ob Sie Angst wegen eines Pickels haben oder ständig überlegen, was Ihr Lebenspartner wohl zu Ihrer Bluse sagt – all das lenkt ab. Und Sie sind nicht mehr zu hundert Prozent konzentriert. Es wird nie perfekt. Sie machen das jetzt vielleicht in der zweitbesten Version die möglich ist. Lampenfieber hat auch eine Menge Vorteile. Erstens werden Sie deutlich besser vorbereitet sein, wenn Sie ahnen, dass Sie sehr nervös sind. Und das kommt allen zugute.
Zweitens wirkt der große Redner ganz persönlich und menschlich, wenn er ein bisschen nervös ist. Und der dritte Grund ist der Wichtigste: Sie sind doch nur nervös, weil genau diese Zuschauer da sitzen. Deswegen haben Sie möglicherweise ein paar Nächte nicht geschlafen. Ist das nicht eine tolle Botschaft an Ihr Publikum: Ich bin so nervös, weil SIE hier sitzen. Lampenfieber ist im Grunde etwas ganz Wunderbares.

Was wollen Sie den Teilnehmern beim Presentation-Bootcamp 2015 mit auf den Weg geben? 

Michael Rossié: Das Besondere am Presentation-Bootcamp ist, dass wir noch nicht wissen, wem wir was mit auf den Weg geben. Live-Coaching heißt, sich auch ein bisschen tragen zu lassen von der Situation. Jemand macht etwas, und jetzt entdeckt eine Gruppe von Trainern oder Coaches Dinge, die man besser machen könnte, und an denen arbeitet man. Das macht die Sache so spannend. Auch ich weiß noch nicht so genau, was auf mich zukommt. Und für den Teilnehmer, den wir coachen, heißt das, dass die Tipps für ihn absolut maßgeschneidert sind. Und das Publikum kann live erleben, wie sich jemand verbessert. Nachmachen erlaubt.

Michael Rossié_Presentation-BootcampMichael Rossié_Lampenfieber _WorkshopMichael Rossié_Presentation-Bootcamp

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