Beiträge

Was haben viele Fernsehserien oder Spielfilmreihen wir Krieg der Sterne mit Ihrer Präsentation zu tun? Einzelne Folgen enden oft mit einer packenden Szene, die den Zuschauer auf die Fortsetzung neugierig machen soll. Wie wird es mit der Geschichte weitergehen? Dieses Stilelement nennt man Cliffhanger, weil der Zuschauer in einer Art Schwebezustand der Neugier gehalten wird. Diese Technik können Sie sich für Ihre Präsentation auch zunutze machen. Neben überzeugenden Fakten ist das Erzeugen von Emotionen ein wirksames Mittel, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu gewinnen.

Bauen Sie also in Ihre nächste Firmenpräsentation einen Cliffhanger ein und halten Sie Ihr Publikum unter Spannung. Wann hören Ihnen Ihre Zuschauer bei einer Präsentation konzentriert zu? Natürlich wenn Sie interessante Informationen präsentieren. Wenn Sie diese Infos spannend vermitteln, hört Ihr Publikum durchgehend konzentriert zu, weil Spannung automatisch Aufmerksamkeit erzeugt.

Cliffhanger in der Einleitung

In dieser Variante werden Storytelling und Cliffhanger miteinander verbunden. Sie können Ihre Präsentation mit einer Geschichte beginnen, die einen direkten Bezug zu Ihrem Präsentationsthema hat. Sie erzählen die Geschichte jedoch nicht bis zum Ende. Kurz bevor die Geschichte ihren Höhepunkt erreicht, stoppen Sie Ihre Erzählung mit dem Hinweis, dass Sie am Ende der Präsentation schildern werden, wie die Geschichte endet. Die Neugier des Publikums ist geweckt, und sie werden nun aufmerksamer Ihrem Vortrag folgen.

Neuigkeiten-Cliffhanger

Gibt es Neuigkeiten, die Sie Ihrem Publikum während Ihrer Präsentation mitteilen wollen? Dann könnten Sie diese „News“ ein wenig aufteilen. Einige Neuigkeiten erläutern Sie schon zu Beginn Ihres Vortrages; die wichtigste Neuigkeit behalten Sie für den Schluss zurück. Sie erzählen also zunächst, was sich zum Beispiel in Ihrem Unternehmen in letzter Zeit getan hat, dass es aber noch eine richtige Überraschung zu verkünden gibt. Was das nun ist, werden Sie erst am Ende der Veranstaltung mitteilen. Eine weitere Variante wäre zum Beispiel: „Wir haben in diesem Jahr eine sensationelle Umsatzsteigerung erzielt. Wie hoch sie genau ausfällt, verrate ich Ihnen am Ende meines Vortrages.“

Problem-Lösung-Cliffhanger

Sie beginnen Ihren Vortag mit einer Problembeschreibung, die mit Ihrem Thema zu tun hat. Dann erklären Sie, dass Sie heute die Lösung für alle genannten Probleme präsentieren werden. Versprechen Sie, dass am Ende der Präsentation jeder Teilnehmer wissen wird, wie die Lösung aussieht.

Sprechpausen als Mini-Cliffhanger

Den Mini-Cliffhanger kennen Sie aus unzähligen Quizshows. Wenn Günther Jauch bei „Wer wird Millionär?“ auflöst, ob die Antwort des Quizkandidaten richtig ist, oder ob er alles verspielt hat, macht der Quizmaster gerne Kunstpausen, um die Spannung zu erhöhen. Diese Technik können Sie genauso nutzen, um die Bedeutung einer Aussage zu unterstreichen und Spannung aufzubauen. Zum Beispiel: „Wir konnten unsere Verkaufszahlen auch in diesem Jahr erhöhen … und zwar … um sensationelle … 30 Prozent.“  Diese Technik der Mini-Cliffhanger sollten Sie jedoch wohldosiert einsetzen, sonst glaubt Ihr Publikum noch, Sie hätten ein Sprachproblem. Um die Bedeutung bestimmter Aussagen zu unterstreichen, sind Mini-Cliffhanger ein sehr effektives Stilmittel.

Cliffhanger vor dem Beginn des Vortrags

Vielleicht haben Sie es auch schon erlebt, dass Referenten schon mit Ihrem Vortrag beginnen, während sie noch auf dem Weg zur Bühne sind. Damit verpufft in der Regel alles was in dieser Zeitspanne gesagt wird. Der Gegenentwurf wäre hier der Cliffhanger, bevor Sie noch ein einziges Wort gesagt haben. Sie gehen auf die Bühne, und bevor Sie mit Ihrer Begrüßung beginnen, blicken Sie einen Moment schweigend auf Ihr Publikum. Die Zuschauer haben in diesem kurzen Augenblick die Gelegenheit sich auf die neue Person, die nun auf der Bühne steht, zu konzentrieren. Erst nach einem kurzen Moment der Ruhe beginnen Sie mit Ihrer Präsentation.

Der Cliffhanger kann immer genutzt werden, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Überlegen Sie sich schon beim Erstellen Ihrer PowerPoint-Präsentation, wo diese Technik sinnvoll eigensetzt werden könnte.


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint-Trainings und Präsentationsschulungen inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Mittlerweile spricht es sich immer mehr herum, dass moderne und erfolgreiche Kommunikation ohne gute Geschichten nicht auskommt. Auch bei PowerPoint-Präsentation wird dieses Stilelement immer häufiger verwendet. Aber was macht eine gute Geschichte aus, und wie setzt man die Idee zu einer Geschichte professionell an? Das verrate ich Ihnen im vorliegenden Blogbeitrag.

Man liest immer häufiger vom Nutzen des Storytelling, auch wir haben schon darüber geschrieben. Ich erlebe das auch bei Vorträgen mit steigender Tendenz. Immer mehr Redner wollen durch interessante Geschichten beim Publikum punkten. Doch leider klappt das längst nicht immer so wie erhofft. Nicht selten kommt die Geschichte, die um die Präsentation herum gewoben werden soll, bei den Zuschauern nicht an. Anstatt dem Presenter gebannt zu folgen, fangen sie an mit dem Nachbarn zu tuscheln oder mit ihrem Handy zu spielen. Selbst wenn der Redner rhetorisch durchaus begabt ist, kann das Storytelling trotzdem daneben gehen. Einige Tipps sollten Sie beachten.

1. Legen Sie keine Faktensammlung an, sondern konzentrieren Sie sich auf die Story!

Es geht nicht darum, möglichst viele Informationen in eine Geschichte hinein zu basteln. Viele Referenten wollen oft so viele Infos wie möglich unterbringen. Das geht fast automatisch zulasten der Story. Legen Sie Wert darauf bei Ihrem Publikum Emotionen zu erzeugen. Es ist besser, Sie können Ihrem Publikum drei wichtige Informationen durch eine spannende Geschichte „verkaufen“, als zwölf Fakten unterzubringen, die aber Ihre Geschichte so öde macht, dass niemand zuhört. Überlegen Sie ganz genau, welche Emotionen Sie bei Ihrem Auditorium auslösen wollen. Welches Gefühl wäre hilfreich für den Erfolg Ihrer Präsentation?

2. Binden Sie das Publikum in die Geschichte ein!

Ihre Zuhörer werden von Ihrer Geschichte eher gepackt sein, wenn sie sich in die Handlung gut hineinversetzen können. Die Story sollte also nicht primär das Ziel verfolgen, Sie oder Ihr Produkt gut aussehen zu lassen. Stellen Sie Ihr Publikum in den Fokus Ihrer Überlegungen. Wenn sich die Menschen, die Ihnen zuhören, mit der Geschichte identifizieren können, haben Sie gute Chancen, dass sie sich auch mit der Botschaft der Story identifizieren.

3. Bauen Sie Ihre Story professionell auf!

Gute Geschichten ähneln sich in ihrer Struktur und das seit mehreren Tausend Jahren Menschheitsgeschichte. Die Protagonisten (Held, Heldin, oder Gruppe) werden zunächst vorgestellt. Sie müssen dann Abenteuer bestehen und können am Ende der Geschichte einen Erfolg (das kann auch nur ein Erkenntnisgewinn sein) für sich verbuchen. Auch für die Story in Ihrer Präsentation brauchen Sie einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss.

Der Anfang

Hier führen Sie das Publikum sozusagen in das Stück ein und erklären, um was es in Ihrer Geschichte überhaupt geht. Die Situation der handelnden Figuren ist hier noch entspannt und unter Kontrolle.

Der Mittelteil

Hier passiert das Unerwartete. Unsere Helden werden mit einem Problem konfrontiert. Um es zu lösen, müssen sie handeln. Hier zeigen Sie, welche Handlungen notwendig sind, um zu einer Lösung zu gelangen.

Der Schlussteil

Die Helden haben gesiegt. Auf sie wartet eine positiv veränderte Welt. Wenn Sie die Geschichte richtig erzählt haben, identifiziert sich Ihr Publikum mit der Erzählung und möchte für sich ebenfalls diese positiven Veränderungen in seinem Leben.

So simpel dieses Schema auch erscheinen mag, im Grunde funktionieren fast alle Hollywood-Blockbuster nach dieser einfachen Formel. Wenn Sie etwas Energie in die Entwicklung Ihrer Geschichte investieren, können Sie eine Story in Ihre Präsentation einbinden, die das Publikum wirklich emotional dorthin führt, wo Sie es gerne hätten.


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint-Trainings und Präsentationsschulungen inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Wenn Sie an Ihrer PowerPoint-Präsentation arbeiten, sollten Sie sich auch Gedanken über Ihre Alleinstellungsmerkmale (USP) machen. Denn Einzigartigkeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine gelungene Präsentation. Vor diesem Hintergrund möchte ich Ihnen eine erste Hilfestellung in diesem Artikel geben.

USP?

Sie haben bestimmt schon die Buchstabenkombination „USP“ gesehen. Dahinter verbirgt sich der Begriff „Unique Selling Proposition“ oder „Unique Selling Point“. Damit wird ein herausragendes Leistungsmerkmal beschrieben, das sich klar vom Wettbewerb abhebt. Das Alleinstellungsmerkmal kann sich zum Beispiel auf die Qualität oder die Leistungsmerkmale eines Produktes beziehen oder auf den außergewöhnlichen Umfang einer Dienstleistung. In jedem Fall ist das Ziel des USP eine klare Spitzenpositionierung des eigenen Angebots im Vergleich zur Konkurrenz.

Mit einem USP haben Sie einen spannenden Aufmacher für Ihre Performance. Wie findet man für die eigene Präsentation den USP? Ich gebe zu, das ist nicht immer so einfach. Wenn Sie eine Präsentation über eine Weltneuheit erstellen wollen, haben Sie Glück gehabt. Bei einem Statusreport zu einem SAP-Projekt wird es schwieriger. Trotzdem kann es sehr nützlich sein, über den möglichen USP etwas genauer nachzudenken. Was macht Ihren Vortrag einzigartig? Sind es die Produkte oder die Informationen, die Sie vorstellen? Was könnte neu oder besonders für Ihr Publikum sein? Oder sind Sie selbst vielleicht die besondere Attraktion? Was könnten die Zuschauer bei Ihnen erfahren oder erleben, was in dieser Form woanders nicht für sie erhältlich ist?

Mit diesen Fragen zum USP

Möglicherweise können Sie aus den folgenden Fragen ein paar Inspirationen für Ihre aktuelle Folienpräsentation bekommen:

• Zeigen Sie in Ihrer Präsentation eine Weltneuheit?
• Gehören Sie zu den ersten, die in einer Präsentation auf etwas hinweisen?
• Gibt es neue Ideen in Ihrer Präsentation?
• Sind Sie auf irgendeinem Gebiet Pionier?
• Gibt es Superlative wie „die größten“, „die preiswertesten“, die „schnellsten“ etc.?
• Gibt es einen herausragenden Nutzen?
• Gibt es eine regionale Besonderheit (der erste Anbieter in Stuttgart, das größte Autohaus in Bayern  oder der größte Dienstleister seiner Art im Rhein-Main-Gebiet)?

Oft ist es notwendig, etwas intensiver über diese Fragen nachzudenken, denn nicht selten übersieht man Alleinstellungsmerkmale auf den ersten Blick. Es muss auch nicht immer der ganz große „Wurf“ sein, schon eine Besonderheit in kleineren Teilbereichen könnten eine interessante Geschichte enthalten – wie beispielsweise ein exklusives Pflegewachs, das in einem Autohaus an Kunden weitergegeben wird. Vielleicht sind ja auch wirklich Sie selbst die einmalige Geschichte in Ihrer Präsentation. Der erste Arzt, der eine Präsentation über indianische Heilkräuter hält, oder der verurteilte Einbrecher, der in einem Vortrag über Einbruchschutztechnik spricht, wären sicher ein interessanter USP.

Fazit

Alleinstellungsmerkmale sind nicht in jeder Präsentation zu entdecken, aber es lohnt sich, auf die Suche zu gehen, ob man doch fündig wird. Denn eines steht fest: Menschen lassen sich meistens durch Alleinstellungsmerkmale beeindrucken, und das bietet Ihnen die Chance, zusätzliche Aufmerksamkeit für Ihr Thema zu erzeugen.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Sie haben sich mit Ihrer Präsentation richtig Mühe gegeben, Sie sind alle Slides einzeln durchgegangen, haben sich Notizen gemacht und Ihren Vortrag sogar vor dem Spiegel geübt. Doch als Sie Ihren Vortag öffentlich gehalten haben, war die Reaktion des Publikums eher mäßig. Da tuscheln einige Personen miteinander, andere schauen auf die Uhr oder blättern gelangweilt in ihren Handouts. Die Wahrscheinlichkeit liegt nahe, dass Sie einen oder sogar mehrere Fehler gemacht haben. Ich möchte Ihnen in diesem Blogbeitrag die fünf häufigsten Stolperfallen aufzeigen, die Ihren Zuhörern schnell die Laune verderben, und darüber hinaus Lösungen anbieten.

Fehler 1: Sie langweilen Ihr Publikum schon mit der Überschrift

Das A und O bei erfolgreichen Präsentationen ist das Erschaffen und Aufrechterhalten von Spannung und Aufmerksamkeit. Wenn ich bei einem Vortrag eine positive Erwartungshaltung habe, ist meine Bereitschaft, mich auf den Referenten und sein Thema einzulassen natürlich größer, als wenn ich von vornherein den Verdacht habe, dass mich eine öde Folienschlacht erwartet. Den ersten Hinweis auf Form und Inhalt einer Präsentation gibt der Vortrags-Titel. Wenn schon die Überschrift einer Präsentation zum Gähnen verführt, lässt es Rückschlüsse darauf zu, was mich da wohl erwartet.

Aber das ist nun einmal der erste Eindruck, den ein Besucher Ihres Vortrages bekommt. Sie sollten schon bei der Themenüberschrift das Interesse Ihrer Zuhörer wecken, indem Sie Emotionen herstellen. Das gelingt Ihnen zum Beispiel, wenn Sie Betroffenheit erzeugen. Die Überschrift „Die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2017 unter besonderer Berücksichtigung der Exportwirtschaft in Krisenregionen“ klingt sehr trocken und akademisch und wird vermutlich keine Emotionen beim Publikum hervorrufen. Bei dem Titel „Wirtschaft 2017 – Crashgefahr für Deutschland?“ wird sofort etwas angesprochen, das Gefühle auslösen kann: die Gefahr eines Crashs. Das betrifft uns alle, da möchte ich gleich wissen wie groß die Gefahr ist.

Ich bringe Ihnen ein weiteres Beispiel. Zu welchem Vortrag werden wohl mehr Zuhörer kommen: Zu „Neue archäologische Erkenntnisse aus der Analyse der Artefakte aus dem keltischen Gräberfund in Niederbrombach“, oder zu „Die Wahrheit über Asterix und Obelix – Die Welt der Gallier zwischen Kunst und Kriegsführung“? Im ersten Fall erwarte ich zwar durchaus hochwertige Inhalte, aber ich befürchte, dass die Präsentation staubtrocken gestaltet wird.  Bei der Anspielung auf Asterix und Obelix wird signalisiert, dass hier auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt wird. Selbst mit archäologischem Vorwissen würden sich vermutlich mehr Personen für diese Präsentation entscheiden, einfach weil dort sie einen höheren Unterhaltungswert erwarten. Also, selbst wenn Ihr Thema nicht sehr aufregend sein sollte, versuchen Sie trotzdem Emotionen zu erzeugen. Das spricht Ihr Publikum stärker an als die Aufzählung von Fakten.

Fehler 2: Sie erzählen keine Geschichte (Storytelling)

Moderne Präsentations-Software, wie PowerPoint oder Prezi, bietet eine Fülle von Möglichkeiten der Foliengestaltung. Nicht selten verlieren sich Referenten in technischen Effekten und Spielereien, ohne auf die Bedürfnisse des Publikums Rücksicht zu nehmen – ein fataler Fehler. Das erinnert ein wenig an technisch aufwändige Hollywood-Filme, die vor lauter „special effects“ die Handlung und die Schauspieler in den Hintergrund drängen. Diese Filme wirken dann irgendwie steril und außer dem Technik-Bombast bleibt beim Kinobesucher meistens nichts hängen. Aber auch ein 200-Millionen-Budget kann eine schlechte Story und blasse Darsteller nicht durch Computer-Effekte kompensieren. Das Publikum will eine gute Geschichte und Charaktere, mit denen sie sich identifizieren können.

Das ist bei einer guten Präsentation kein bisschen anders. Auch Ihr Publikum ist für eine gute Geschichte dankbar und wird Ihnen bereitwillig folgen, wenn Sie bei Ihrer Präsentation das „storytelling“ beherrschen. Egal wer Ihnen im Zuschauerraum gegenüber sitzt, alle wollen gerne unterhalten und emotional angesprochen werden. Eine professionelle Präsentation ist ein erstklassig gestalteter Foliensatz plus ein guter Geschichtenerzähler, der für die Emotionen und eine Rahmenhandlung sorgt. Sie sollten auch nicht darauf vertrauen, dass Ihre auf 40 Slides zusammengetragenen Fakten gemerkt werden. Damit ist Ihr Publikum überfordert. Eine mitreißende Geschichte bleibt dagegen sehr viel besser in Erinnerung. Wenn es Ihnen gelingt, eine gute Story zu erzählen und dabei wesentliche Fakten Ihrer PowerPoint-Präsentation einzubinden, haben Sie gute Chancen, eine bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen.

Fehler 3: Ihre Präsentation enthält weder Grafiken, Bilder noch Animationen

Das Gegenteil von überbordenden Effekten und technischen Spielereien ist das Verzichten von auflockernden Bildern oder Grafiken. Es gibt immer noch viele Foliensätze, die nur aus Text bestehen. Eine große Zumutung für Ihre Zuschauer. Text lässt sich sehr viel schwerer in unserem Gehirn abspeichern als zum Beispiel Bilder. Besonders fatal wird es für die Aufmerksamkeit Ihres Publikums, wenn es gleichzeitig Ihnen zuhören soll und den Text der Folien lesen muss. Das kann nicht funktionieren. Man wird sich auf entweder Sie oder Ihre Folien konzentrieren. Ihr Auditorium wird gestresst und verliert im schlimmsten Fall ganz das Interesse daran Ihrer Präsentation zu folgen. Bilder lassen sich sehr viel besser vom Gehirn verarbeiten und gleichzeitig kann der Zuschauer Ihren Erläuterungen folgen. Bilder lassen sich zudem optimal mit einer guten Story verbinden, da auch Bilder unser emotionales Empfinden ansprechen.

Fehler 4: Sie überfrachten die Folie mit Logos und Bildern

Bilder in der Präsentation bedeuten aber nicht, dass Sie nun alles mit Bildchen zukleistern. Vor allem die Unsitte, so viele Firmenlogos draufzupacken, wie nur irgendwie geht, ist weitverbreitet. Das verdirbt aber die Lesbarkeit der Folien, verwirrt und strengt Ihr Publikum unnötig an. Eine Folie sollte mit einem kurzen Blick seine Informationen preisgeben. Niemand möchte anfangen zu suchen, wo zwischen Logos, Slogans und Hintergrundbildern die Information zu finden ist.

Fehler 5: Sie bieten betreutes Lesen statt eines lebendigen Vortrags

Ein weitverbreiteter Fehler ist das laute Ablesen des Folientextes statt freier Rede. Das wirkt nicht nur sehr unbeholfen, es unterfordert Ihre Zuschauer, wenn Sie ihnen die Folien vorlesen. Das führt sehr schnell zu Langeweile und einem sehr negativen Urteil über den Referenten. Ich nenne so etwas gerne „betreutes Lesen“ und es ist der sicherste Weg Ihre Präsentation in den Sand zu setzen. Ihr Foliensatz sollte das, was Sie erzählen, unterstreichen und nicht mit Ihrem Vortrag identisch sein. Auch wenn es eine kleine Herausforderung ist, an der freien Rede führt leider kein Weg vorbei, wenn Sie vor Publikum erfolgreich auftreten wollen. Wenn Sie überzeugen wollen, müssen Sie Emotionen erzeugen. Das funktioniert nicht, wenn Sie einen Text ablesen.


Potrait_MG_WosilatDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Die Geschichte hinter Steve Jobs & Co.

Die Menschen sind fasziniert von einer guten Geschichte, die sich hinter den Fakten verbirgt. Hätte der alte Homer einfach erzählt, dass die Griechen einen Krieg mit Troja geführt haben, würden heute nur ein paar Historiker über die damaligen Ereignisse diskutieren.

Aber Homer erzählte von einer Tragödie aus Liebe, Hass, Heldenmut, List und Untergang. Der Stoff wird auch heute nach fast 3.000 Jahren immer noch gelesen. Oder denken Sie an die aktuellen Verfilmungen über Apple und Facebook. Ging es dabei um die Technik und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben? Nein, es ging um die Menschen dahinter. Wer war dieser Steve Jobs eigentlich? Wie kam Mark Zuckerberg auf die Idee ein soziales Portal zu konzipieren? Das interessiert die Menschen. Nur wie funktioniert das bei der Präsentation eines mittelständischen Schraubenherstellers zum aktuellen Schraubensortiment oder beim Statusbericht einer im Bau befindlichen Kläranlange?

Jeder Stoff kann Spannung versprechen

Auf den ersten Blick scheint es so zu sein, als ob viele Ereignisse einfach keinen Stoff für Geschichten liefern können. Sie scheinen zu banal, zu trocken, zu alltäglich. Vermutlich wird aus einem Spatenstich für den Bau von drei Duplex-Garagen durch die Gemeindeverwaltung  in Niederbrombach kein klassisches Heldenepos, über das die Menschen noch in Jahrhunderten reden. Aber auch hier könnte sich eine gute Geschichte verbergen. Man muss sie nur suchen. Vielleicht stößt man dabei auf einen Bürgermeister, der seine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeitern sehr ernst nimmt. Vielleicht stößt man dabei sogar auf eine kleine Tragödie über ein Auto, das mangels Parkplätzen ungünstig abgestellt war und einen Unfall verursachte.

So finden Sie Ihre Geschichte!

Die Geschichte hinter einem Produkt oder einer Dienstleistung  ist nicht immer gleich zu sehen. Vielleicht müssen Kunden oder Mitarbeiter befragt werden, um die richtige Story zu finden. Manchmal ist nicht unbedingt das Endprodukt die spannende Geschichte, sondern die Idee dahinter und die Entwicklung. Ein kleines Ersatzteil für den Tank einer Verkehrsmaschine ist zunächst einmal nicht unbedingt spannend. Aber wenn der Entwicklungsingenieur nach der Lösung eines bestimmten Problems gesucht hat, wird es interessant. Wenn er es nach speziellen Gesichtspunkten so entwickelt hat, dass es hilft die Entzündung von Kerosin-Dämpfen zu verhindern, dann rettet das unscheinbare Teil Menschenleben.

Folgende Fragen können Ihnen helfen:

·         Wer hatte die Idee zu unserem Produkt und warum?

·         Welches Problem hatte der Kunde, das wir gelöst haben?

·         Wie ging es dem Kunden, nachdem wir sein Problem gelöst haben?

·         Wer sind unsere Kunden? Was sind das für Menschen, wofür stehen sie?

·         Was sagen die Kunden über uns und unser Produkt?

·         Was wollen wir für unsere Zielgruppe erreichen?

·         Was haben unsere Lösungen vielleicht mit unserer eigenen Geschichte zu tun?

·         Was ist an uns besonders? Was unterscheidet uns von der Konkurrenz?

·         Wem wollen wir unsere Geschichte erzählen und wo?

·         Können wir unsere Geschichte so erzählen, dass unsere Zielgruppe sie auch versteht?

·       Welche Botschaft wollen wir mit unserer Geschichte transportieren (z.B. wir finden immer eine Lösung, wir sind innovativer als unsere Konkurrenz, wir sind die Pioniere auf unserem Gebiet)?

·      Welche Emotion wollen wir mit unserer Geschichte auslösen (z.B. Erstaunen, Begeisterung, Bewunderung)?

Fazit

Wenn Sie Ihre Präsentation mit einer guten Geschichte verbinden, haben Sie die besten Chancen, dass Ihnen Ihr Publikum wirklich zuhört. Sie können das Storytelling zur Einleitung in Ihre Präsentation verwenden. Noch besser ist es, wenn Sie die Geschichte ganz mit Ihrer Präsentation verweben und am Ende Ihres Vortrages auch die Geschichte zu Ende erzählt ist. Selbst wenn Sie mit modernster Präsentationstechnik ein High-Tech-Produkt präsentieren wollen, sollten Sie nie vergessen, dass sich die Menschen in den letzten 10.000 Jahren in vielerlei Hinsicht fast gar nicht verändert haben. Das gilt vor allem für unsere Leidenschaft für gute Geschichten.


Präsentationscoach und Experte für multimediales Präsentieren Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.