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Manche Präsentationsthemen haben es in sich. Die Zuschauer müssen womöglich Inhalte verarbeiten, die sie nicht gut kennen, oder die viele Informationen beinhalten. Umso wichtiger sind bei Präsentationen klar verständlich aufbereitete PowerPoint-Folien und ein Referent, der eine klare und verständliche Sprache spricht. Als Präsentator sollten Sie die folgenden sprachlichen Stolpersteine vermeiden.

Viele Unternehmen sind sich bewusst, dass die Qualität einer Firmen-oder Vertriebs-Präsentation einen entscheidenden Einfluss auf den Geschäftserfolg haben kann. Immer häufiger werden deshalb Präsentationsagenturen beauftragt, um alle Unternehmenspräsentationen auf ein hohes  professionelles Niveau zu bringen. Oft wird dabei vergessen dem Referenten ein entsprechendes Präsentationstraining zu verordnen. Leider kann ein Redner eine gute Präsentation mit den besten PowerPoint-Folien „versemmeln“, wenn er nicht das professionelle Präsentieren gelernt hat.

Jede gute Präsentationagentur bietet entsprechende Seminare und Einzeltrainings an, die die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen vermitteln. Egal, ob Sie nun professionelle Hilfe in Anspruch nehmen oder ob Sie sich die nötigen Fähigkeiten selbst aneignen wollen, achten Sie darauf, Ihre Sätze und Ihre Wortwahl möglichst verständlich zu halten.  Eine klare, einfache Sprache macht es Ihrem Publikum leichter, Ihre Botschaften zu verstehen. Wenn Präsentationen zum Informationsdesaster werden, muss das keineswegs am fehlenden Wissen oder der mangelnden Vorbereitung des Präsentators liegen. Nicht selten liegt es einfach am schwer verständlichen Sprachstil des Redners. Wenn ich einer Präsentation nur folgen kann, wenn ich hochkonzentriert versuche seine komplizierten Satzungetüme für mich zu entschlüsseln, schalte ich irgendwann ab. Der überwiegende Teil des übrigen Publikums wird nicht anders reagieren. Dann war die ganze Arbeit des Referenten völlig umsonst. Es gibt einige Regeln, die Sie beim Einüben Ihrer Präsentation beachten sollten.

1. Nutzen Sie die Stärke der Verben.

Verben oder Tätigkeitswörter vermitteln Aktivität und sollten ach so verwendet werden. Oft werden Verben zu Nomen umgewandelt, was schnell zu einem gestelzten Sprachstil führt, der die Zuhörer anstrengt. Beispiel: Anstelle „Der Vorfall wurde einer Prüfung unterzogen und für die Prozessabläufe erfolgte eine Änderung“, sollten sie ganz einfach sagen, „wir haben den Vorfall geprüft und die Prozessabläufe entsprechend geändert.“

2. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf die Aneinanderreihung von Fachbegriffen.

Natürlich, wenn Sie ein Fachreferat vor einem Kardiologenkongress halten müssen, werden Sie um medizinische Fachtermini nicht herumkommen. Aber viel zu oft benutzen Präsentatoren auch bei allgemein gehaltenen Themen und einem sehr gemischten Auditorium gerne Fachbegriffe. Damit überfordern und frustrieren Sie schnell das Publikum.

3. Geben Sie keine unnötigen Erklärungen ab.

Konzentrieren Sie sich auf wichtige Informationen und beginnen Sie nicht damit Nebensächlichkeiten zu moderieren. Beispiele: Ich zeige Ihnen jetzt eine Folie, die meine These verdeutlicht“, „ich werde Ihnen gleich am Flipchart das noch genauer zeigen“, „ich beginne nun mit dem zweiten Teil des Vortrages“. Die Zuschauer sollten sich ganz auf Ihre Botschaften konzentrieren. Indem Sie Ihre eigenen Handlungen unnötig moderieren, lenken Sie von wichtigen Informationen ab.

4. Vermeiden Sie abgedroschene Phrasen.

Sie kennen vielleicht den Begriff „Buzzword“ oder haben schon einmal etwas von „Bullshit-Bingo“ gehört. Das sind Begriffe und Redewendungen, die so durchgenudelt sind, dass Ihre Zuhörer die Augen verdrehen, wenn sie diese hören. Aus der Politik kennen wir zum Beispiel Phrasen wie: „Deutschland muss zukunftsfähig bleiben“, „wir müssen die Menschen mitnehmen“, „wir sind auf einem guten Weg“.

5. Gewöhnen sie sich unbewusste Ticks ab.

Oft legen wir uns unbewusste Ticks zu; Worte oder Redewendungen, die wir bei einer Präsentation andauernd nutzen. Dazu gehören Wörter wie „oder?“ und „nicht wahr?“, die im schlimmsten Fall pausenlos verwendet werden. Beispiel: „Das führt eben dazu, dass dann eben keine neuen Aufträge unterschrieben werden. Hier muss eben mit den Kunden noch einmal nachverhandelt werden.“

Manchmal sind nur kleine Korrekturen nötig, um eine enorme Verbesserung bei der Präsentation zu erreichen. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, bitten Sie einen Präsentations-Experten Ihre Rede anzuhören. Sie werden nach kurzer Zeit erhebliche Verbesserungen Ihrer eigenen Fähigkeiten erzielen.


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Sie haben bei der Präsentation alles gegeben, aber Ihr Publikum war nur mäßig begeistert? Das kann selbst erfahrenen Speakern passieren. Manchmal erwischt man einen schlechten Tag oder hat Schwierigkeiten, sich auf das Publikum richtig einzustellen. Irgendwie trifft man den richtigen Ton nicht und der Funke springt einfach nicht über. Das ist kein großes Drama. Es kann allerdings auch sein, dass Sie einfach einen oder mehrere gravierende Fehler begangen haben. Ich stelle Ihnen einige weitere Fehler vor, die Ihnen den erhofften Präsentationserfolg verderben können.

Fehler: Folien werden mit Inhalten überladen.

Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass „Folienschlachten“ mit 60 und mehr Slides nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Kaum ein Zuschauer kann bei einer solchen Masse an PowerPoint-Folien wirklich bis zum Ende folgen. Also wird oft versucht, große Folienzahlen herunter zu dampfen. Das hat dann häufig zur Folge, dass die Inhalte von 50 Folien auf 15 Folien untergebracht werden. Ihr Publikum wird dadurch gezwungen, sich durch Folien zu kämpfen, die mit Texten, Bildern und Diagrammen vollgestopft sind. Sie müssen lesen, zuordnen und verarbeiten, während Sie in der Zwischenzeit Ihren Vortrag halten. Das ist anstrengend und führt schnell zu Überlastung. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man entweder Ihnen nicht mehr zuhört, weil das Lesen der Folien viel Aufmerksamkeit kostet, oder die Folien nicht mehr weiter beachtet. Im schlimmsten Fall schalten Ihre Zuschauer ganz ab, beginnen auf ihr Smartphone zu schauen oder mit dem Nachbarn zu tuscheln. Es ist für Sie dann fast nicht mehr möglich, die Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.

Lösung: Nutzen Sie daher von Anfang an Ihre Folien dazu, die wichtigsten Thesen Ihres Vortrags zu unterstreichen und nicht als weitere Informationsquelle, um möglichst viel Inhalt an das Publikum zu bringen. Die einzelnen Slides sollten idealerweise nur wenige Infos enthalten, die Ihre Argumentationen zusätzlich verstärken. Nur dann kann der Folieninhalt zusätzlich zu Ihrer Rede aufgenommen und verarbeitet werden.

Fehler: Inhalte werden zu klein abgebildet.

Ihre Präsentation sollte so gestaltet werden, dass auch in größeren Veranstaltungsräumen alle Folieninhalte bis in die letzte Reihe noch gut zu erkennen sind. Das wird leider immer noch oft vergessen. Wenn der Foliensatz am Rechner erstellt wird, kann der Autor natürlich alles erkennen. Das kann sich schon deutlich ändern, wenn die Präsentation über Beamer in einem kleinen Tagungsraum gezeigt wird. Dann stellt sich unter Umständen heraus, dass die Schrift zu klein ist und die Zahlen in der Tabelle kaum zu erkennen sind. Wenn Sie mit einer solchen Präsentation dann noch in einem großen Saal einen Vortrag bestreiten wollen, kann es sein, dass die hintere Hälfte des Publikums nicht mehr erkennt und irgendwann innerlich abschaltet.

Lösung: Testen Sie deshalb schon vorher die optische Erkennbarkeit Ihrer Folieninhalte auf größere Distanzen.

Fehler: Der Vortragende hat eine schlechte Aussprache.

Die Art und Weise wie ein Vortragender seinen Text vertont, ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg. Eine undeutliche Aussprache kann Ihre ganze Mühe, die Sie mit Ihren PowerPoint-Folien hatten, völlig zunichtemachen. Flüstern, murmeln und nuscheln kann ein Stilmittel sein, das große Schauspieler nutzen, um einer Rolle, die sie spielen müssen, einen besonderen Charakter zu verleihen. So gelang es Marlon Brando in „Der Pate“, den Don Corleone für die Zuschauer verständlich nuscheln zu lassen. Wenn Sie kein Top-Schauspieler sind, sollten Sie solche Experimente besser unterlassen und bei Ihrer Präsentation unbedingt auf eine klare, verständliche Aussprache achten.

Lösung: Versuchen Sie deshalb Ihre Texte ruhig und deutlich auszusprechen. Suchen Sie sich einen Partner Ihres Vertrauens, mit dem Sie üben können und der Sie darauf aufmerksam macht, wenn Sie zu schnell reden, Silben verschlucken oder vor sich hin murmeln.

Fehler: Das Publikum fühlt sich nicht angesprochen.

Stellen Sie sich vor, Sie müssen einen Vortrag über die wachsende Umweltverschmutzung halten und haben eine große Menge brisanter Informationen zusammengetragen. Ihrem Publikum erzählen Sie dann, dass die Verschmutzung der Gewässer und Böden ziemlich ärgerlich sei und zu noch größeren Problemen in der Zukunft führen könnte. Und es wäre durchaus möglich, dass Ihre Zuhörer eines Tages auch davon stärker betroffen sein könnten. Glauben Sie, dass Sie mit diesen vagen Formulierungen irgendjemand beeindrucken werden?

Lösung: Wenn Sie wollen, dass bei Ihrem Auditorium der Funke überspringt, sollten Sie konkreter werden. Erst wenn sich Ihre Zuschauer auch persönlich und emotional angesprochen fühlen, wird man Ihnen auch konzentriert zuhören.

Fehler: Der Zeitplan wird nicht eingehalten.

Einige berühmte TV-Showmaster waren dafür bekannt, dass sie die Sendezeit regelmäßig deutlich überschritten haben. Was man einem Kulenkampf oder Gottschalk noch nachgesehen hat, kann bei einer Präsentation schnell für Ärger sorgen. Oftmals treten bei einer Veranstaltung mehrere Referenten hintereinander auf. Wenn ein Redner überzieht, kommt der ganze Zeitplan durcheinander. Das kann schnell zu einer schlechten Stimmung beim Veranstalter und Ihren Speaker-Kollegen führen. Bei großen Vortrag-Events finden Präsentationen parallel in verschiedenen Hörsälen nach einem straffen Plan statt. Wenn Sie einfach weiter reden, obwohl die festgelegte Zeit schon abgelaufen ist, werden die Leute unruhig, weil sie schon auf dem Weg zum nächsten Vortag sein müssten. Keiner wird Ihnen dann noch richtig zuhören. Aber auch wenn nach Ihnen kein weiterer Redner mehr sprechen sollte, ist es unhöflich ungefragt das Zeitfenster zu erweitern. Vielleicht haben Ihre Zuschauer einen längeren Heimweg oder müssen sogar noch einen Zug oder Flieger erwischen. Wenn Sie die Dramaturgie Ihrer Präsentation richtig aufbauen, sollte am Ende des Vortrags nochmals ein Höhepunkt oder zumindest eine Handlungsaufforderung stehen. Wenn alle schon mit den Füßen scharren und nervös auf die Uhr schauen, wird dieser wichtige Teil Ihrer Präsentation weitgehend wirkungslos verpuffen.


Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt

Sie haben sich mit Ihrer Präsentation richtig Mühe gegeben, Sie sind alle Slides einzeln durchgegangen, haben sich Notizen gemacht und Ihren Vortrag sogar vor dem Spiegel geübt. Doch als Sie Ihren Vortag öffentlich gehalten haben, war die Reaktion des Publikums eher mäßig. Da tuscheln einige Personen miteinander, andere schauen auf die Uhr oder blättern gelangweilt in ihren Handouts. Die Wahrscheinlichkeit liegt nahe, dass Sie einen oder sogar mehrere Fehler gemacht haben. Ich möchte Ihnen in diesem Blogbeitrag die fünf häufigsten Stolperfallen aufzeigen, die Ihren Zuhörern schnell die Laune verderben, und darüber hinaus Lösungen anbieten.

Fehler 1: Sie langweilen Ihr Publikum schon mit der Überschrift

Das A und O bei erfolgreichen Präsentationen ist das Erschaffen und Aufrechterhalten von Spannung und Aufmerksamkeit. Wenn ich bei einem Vortrag eine positive Erwartungshaltung habe, ist meine Bereitschaft, mich auf den Referenten und sein Thema einzulassen natürlich größer, als wenn ich von vornherein den Verdacht habe, dass mich eine öde Folienschlacht erwartet. Den ersten Hinweis auf Form und Inhalt einer Präsentation gibt der Vortrags-Titel. Wenn schon die Überschrift einer Präsentation zum Gähnen verführt, lässt es Rückschlüsse darauf zu, was mich da wohl erwartet.

Aber das ist nun einmal der erste Eindruck, den ein Besucher Ihres Vortrages bekommt. Sie sollten schon bei der Themenüberschrift das Interesse Ihrer Zuhörer wecken, indem Sie Emotionen herstellen. Das gelingt Ihnen zum Beispiel, wenn Sie Betroffenheit erzeugen. Die Überschrift „Die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2017 unter besonderer Berücksichtigung der Exportwirtschaft in Krisenregionen“ klingt sehr trocken und akademisch und wird vermutlich keine Emotionen beim Publikum hervorrufen. Bei dem Titel „Wirtschaft 2017 – Crashgefahr für Deutschland?“ wird sofort etwas angesprochen, das Gefühle auslösen kann: die Gefahr eines Crashs. Das betrifft uns alle, da möchte ich gleich wissen wie groß die Gefahr ist.

Ich bringe Ihnen ein weiteres Beispiel. Zu welchem Vortrag werden wohl mehr Zuhörer kommen: Zu „Neue archäologische Erkenntnisse aus der Analyse der Artefakte aus dem keltischen Gräberfund in Niederbrombach“, oder zu „Die Wahrheit über Asterix und Obelix – Die Welt der Gallier zwischen Kunst und Kriegsführung“? Im ersten Fall erwarte ich zwar durchaus hochwertige Inhalte, aber ich befürchte, dass die Präsentation staubtrocken gestaltet wird.  Bei der Anspielung auf Asterix und Obelix wird signalisiert, dass hier auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt wird. Selbst mit archäologischem Vorwissen würden sich vermutlich mehr Personen für diese Präsentation entscheiden, einfach weil dort sie einen höheren Unterhaltungswert erwarten. Also, selbst wenn Ihr Thema nicht sehr aufregend sein sollte, versuchen Sie trotzdem Emotionen zu erzeugen. Das spricht Ihr Publikum stärker an als die Aufzählung von Fakten.

Fehler 2: Sie erzählen keine Geschichte (Storytelling)

Moderne Präsentations-Software, wie PowerPoint oder Prezi, bietet eine Fülle von Möglichkeiten der Foliengestaltung. Nicht selten verlieren sich Referenten in technischen Effekten und Spielereien, ohne auf die Bedürfnisse des Publikums Rücksicht zu nehmen – ein fataler Fehler. Das erinnert ein wenig an technisch aufwändige Hollywood-Filme, die vor lauter „special effects“ die Handlung und die Schauspieler in den Hintergrund drängen. Diese Filme wirken dann irgendwie steril und außer dem Technik-Bombast bleibt beim Kinobesucher meistens nichts hängen. Aber auch ein 200-Millionen-Budget kann eine schlechte Story und blasse Darsteller nicht durch Computer-Effekte kompensieren. Das Publikum will eine gute Geschichte und Charaktere, mit denen sie sich identifizieren können.

Das ist bei einer guten Präsentation kein bisschen anders. Auch Ihr Publikum ist für eine gute Geschichte dankbar und wird Ihnen bereitwillig folgen, wenn Sie bei Ihrer Präsentation das „storytelling“ beherrschen. Egal wer Ihnen im Zuschauerraum gegenüber sitzt, alle wollen gerne unterhalten und emotional angesprochen werden. Eine professionelle Präsentation ist ein erstklassig gestalteter Foliensatz plus ein guter Geschichtenerzähler, der für die Emotionen und eine Rahmenhandlung sorgt. Sie sollten auch nicht darauf vertrauen, dass Ihre auf 40 Slides zusammengetragenen Fakten gemerkt werden. Damit ist Ihr Publikum überfordert. Eine mitreißende Geschichte bleibt dagegen sehr viel besser in Erinnerung. Wenn es Ihnen gelingt, eine gute Story zu erzählen und dabei wesentliche Fakten Ihrer PowerPoint-Präsentation einzubinden, haben Sie gute Chancen, eine bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen.

Fehler 3: Ihre Präsentation enthält weder Grafiken, Bilder noch Animationen

Das Gegenteil von überbordenden Effekten und technischen Spielereien ist das Verzichten von auflockernden Bildern oder Grafiken. Es gibt immer noch viele Foliensätze, die nur aus Text bestehen. Eine große Zumutung für Ihre Zuschauer. Text lässt sich sehr viel schwerer in unserem Gehirn abspeichern als zum Beispiel Bilder. Besonders fatal wird es für die Aufmerksamkeit Ihres Publikums, wenn es gleichzeitig Ihnen zuhören soll und den Text der Folien lesen muss. Das kann nicht funktionieren. Man wird sich auf entweder Sie oder Ihre Folien konzentrieren. Ihr Auditorium wird gestresst und verliert im schlimmsten Fall ganz das Interesse daran Ihrer Präsentation zu folgen. Bilder lassen sich sehr viel besser vom Gehirn verarbeiten und gleichzeitig kann der Zuschauer Ihren Erläuterungen folgen. Bilder lassen sich zudem optimal mit einer guten Story verbinden, da auch Bilder unser emotionales Empfinden ansprechen.

Fehler 4: Sie überfrachten die Folie mit Logos und Bildern

Bilder in der Präsentation bedeuten aber nicht, dass Sie nun alles mit Bildchen zukleistern. Vor allem die Unsitte, so viele Firmenlogos draufzupacken, wie nur irgendwie geht, ist weitverbreitet. Das verdirbt aber die Lesbarkeit der Folien, verwirrt und strengt Ihr Publikum unnötig an. Eine Folie sollte mit einem kurzen Blick seine Informationen preisgeben. Niemand möchte anfangen zu suchen, wo zwischen Logos, Slogans und Hintergrundbildern die Information zu finden ist.

Fehler 5: Sie bieten betreutes Lesen statt eines lebendigen Vortrags

Ein weitverbreiteter Fehler ist das laute Ablesen des Folientextes statt freier Rede. Das wirkt nicht nur sehr unbeholfen, es unterfordert Ihre Zuschauer, wenn Sie ihnen die Folien vorlesen. Das führt sehr schnell zu Langeweile und einem sehr negativen Urteil über den Referenten. Ich nenne so etwas gerne „betreutes Lesen“ und es ist der sicherste Weg Ihre Präsentation in den Sand zu setzen. Ihr Foliensatz sollte das, was Sie erzählen, unterstreichen und nicht mit Ihrem Vortrag identisch sein. Auch wenn es eine kleine Herausforderung ist, an der freien Rede führt leider kein Weg vorbei, wenn Sie vor Publikum erfolgreich auftreten wollen. Wenn Sie überzeugen wollen, müssen Sie Emotionen erzeugen. Das funktioniert nicht, wenn Sie einen Text ablesen.


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