KI ist top, wenn Sie schnell einen ersten Entwurf brauchen. KI ist flop, wenn die Präsentation wirklich etwas auslösen soll: ein Ja, ein Budget, einen Deal, eine Freigabe. Wenn man Präsentationen mit KI erstellt, hat man oft Folien, die ordentlich aussehen. Aber im Business reicht „ordentlich“ nicht. Eine gute Präsentation muss führen: Sie muss klar sagen, was wichtig ist, warum es wichtig ist und was daraus folgen soll. Wenn das fehlt, bekommen Sie mehr Rückfragen, das Meeting wird länger, und Ihre Position wird schwächer.
Was ist eine „KI-Präsentation“?
Damit meinen wir Folien, die mit einem Tool per Prompt entstehen: Sie geben Inhalt rein, das Tool baut Folien daraus, oft mit Layout, Text und Bildvorschlägen. Das spart Zeit. Aber es heißt auch: Die KI macht Vorschläge – sie entscheidet nicht sicher, was wirklich relevant ist, was gestrichen werden muss und welche Aussage ganz nach vorne gehört.
Was ist eine Business-Präsentation?
Eine Business-Präsentation ist kein „Folienpaket“. Sie ist ein Werkzeug, um Entscheidungen leichter zu machen: Budget bekommen, Kunden überzeugen, Strategie erklären, Richtung festlegen. Dafür braucht es einen klaren Ablauf, der von Problem zu Lösung führt, Argumente, die zur Zielgruppe passen, und Belege, die man auf der Folie sieht (Zahlen, Vergleiche, Beispiele) statt nur hört.
Die typische Situation: Zeitdruck schlägt Anspruch
Der Termin steht, Abstimmungen ziehen sich, Inhalte kommen spät, parallel läuft das Tagesgeschäft. Dann ist KI naheliegend: schnell ein Prompt, schnell ein Deck, und es wirkt nach „fertig“. Genau das ist das Risiko. KI erzeugt oft eine Oberfläche, die fertig aussieht, obwohl die Struktur und die Aussagen noch roh sind. Im Termin wirkt das nicht wie ein klarer Fehler, sondern wie Unsicherheit – und Unsicherheit ist in Entscheider-Runden schlecht.
Warum KI im Business oft ein Risiko ist
Eine Präsentation soll das Denken im Raum lenken. Wenn sie das nicht tut, muss das Publikum mehr arbeiten: sortieren, nachfragen, interpretieren. Das kostet Zeit und nimmt Ihnen die Führung. KI kennt Ihr Umfeld nicht gut genug: Sie kennt die echten Einwände selten, die heiklen Punkte, die internen Prioritäten und die Kriterien, nach denen am Ende entschieden wird. Darum entstehen oft Folien, die gut klingen, aber im Gespräch nicht tragen.
Warum KI so oft enttäuscht – aus Agentur-Sicht
Wir sehen viele KI-Decks, die optisch okay sind, aber im Termin schwächeln. Meist fehlt zuerst der rote Faden: Folien stehen nebeneinander, ohne eine klare Linie zur Entscheidung. Dann sind die Aussagen oft zu weich: korrekt formuliert, aber nicht klar genug, was Hauptsache ist und was die Konsequenz ist. Auch das Design bleibt häufig Durchschnitt: nicht hässlich, aber austauschbar, ohne System über viele Folien hinweg. Und oft passt das Deck nicht zur Zielgruppe, weil KI schnell „eine Folie für alle“ liefert – Vorstand, Kunde und Investor brauchen aber unterschiedliche Belege.
Wann KI sinnvoll ist – und wann nicht
KI ist sinnvoll, wenn Sie schnell zu einem ersten Entwurf kommen wollen: interne Updates, erste Gliederungen, grobe Skizzen. KI ist meist nicht sinnvoll, wenn es um Außenwirkung oder harte Entscheidungen geht: Sales, Investoren, Vorstand, kritische Stakeholder. Dort zählt nicht, wie schnell Folien entstehen, sondern ob Ihre Argumente sitzen und ob die Folien sie sichtbar machen. Merksatz: Je wichtiger der Termin, desto weniger reicht „automatisch“.
Der schnelle Check: Reicht KI oder nicht?
Wenn Sie intern informieren und niemand hart entscheiden muss, kann KI als Basis reichen. Wenn das Deck ein Ja oder Nein auslösen soll, reicht KI allein selten. Ein guter Test: Klicken Sie die Präsentation ohne Erklärung durch. Wenn Sie ständig denken „das muss ich gleich dazu sagen“, fehlt Klarheit. Eine starke Präsentation funktioniert auch, wenn Sie kurz nichts sagen.
Was in KI-Decks oft schief läuft (ohne dass es auffällt)
Viele Folien sind zu voll. Dann liest das Publikum, während Sie reden, und niemand führt. Oft fehlt pro Folie eine klare Botschaft: oben steht ein Thema statt einer Aussage, oder eine Aussage steht da, aber ohne Beleg. Und häufig ist alles gleich wichtig, ohne Gewichtung. Das ist besonders im Management gefährlich, weil Entscheider sofort sehen wollen, was Hauptsache ist.
Wie Sie KI nutzen, ohne Wirkung zu verlieren
Nutzen Sie KI für den Start, nicht als Endversion. Klären Sie vor dem Prompt: Wer sitzt im Raum, was soll entschieden werden, und was muss diese Person sehen, um zuzustimmen? Dann machen Sie es hart: Jede Folie braucht eine klare Aussage, und zu jeder wichtigen Aussage gehört ein Beleg, den man sieht. Und arbeiten Sie mit einem festen Template. Mit klaren Regeln wird ein KI-Entwurf schnell professionell; ohne Regeln wird jede Folie anders – das sieht man.
Was eine Präsentationsagentur anders macht
Wir beginnen nicht mit Design, sondern mit Logik. Wir klären Ziel und Zielgruppe, schreiben die Kernaussagen so, dass sie klar und prüfbar sind, bauen den Ablauf zur Entscheidung und gestalten erst dann so, dass die Folien die Argumente stützen statt überdecken. Das Ergebnis ist nicht „schöner“. Es ist belastbarer. Und genau das brauchen Business-Termine.
Wenn Du eine Präsentation benötigst, die Deine persönliche Wirkung unterstützt und Deine Inhalte professionell präsentiert, begleiten wir Dich gerne bei der Gestaltung. Unsere Präsentationen sind klar, präzise und auf Deine individuelle Wirkung abgestimmt. Kontaktiere uns per Telefon, E Mail oder über das Kontaktformular.
smavicon-Sicht: KI ist Werkzeug, nicht Autor
Wir nutzen KI punktuell: für Varianten, Formulierungen, schnelle Strukturideen. Das spart Zeit. Aber wir ersetzen damit nicht die Arbeit, die Wirkung macht: klare Aussagen, saubere Reihenfolge, ein gutes System im Design. Denn am Ende muss das Deck im Raum funktionieren – mit echten Fragen und echten Entscheidungen.
Fazit: Top oder Flop?
KI ist top für schnelle Entwürfe und interne Zwecke. KI ist flop, wenn Sie damit eine wichtige Business-Präsentation „fertig“ machen wollen. Wenn es um Wirkung geht, brauchen Sie mehr als Folien aus dem Tool: Klarheit, Gewichtung und sichtbare Belege.
Nächster Schritt
Sie nutzen KI schon und fragen sich, ob das Deck wirklich trägt? Dann lohnt sich ein kurzer Check auf roten Faden, klare Aussagen und Belege. Oft reichen wenige gezielte Änderungen, um aus „ordentlich“ ein Deck zu machen, das im Termin führt.