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Wer sein Wissen über Präsentationen etwas erweitern will, greift gerne mal zu einem guten Fachbuch. Doch welche Bücher lohnen sich wirklich? Allein bei Amazon werden aktuell 5278 Bücher zum Thema Präsentationen  angezeigt. Ich habe in den letzten Jahrzehnten eine ganze Reihe von Fachbüchern gelesen, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und mir Inspirationen zu holen. Dabei sind mir die folgenden Bücher besonders in Erinnerung geblieben: 

Garr Reynolds: Zen oder die Kunst der Präsentation. Mit einfachen Ideen gestalten und präsentieren

Garr Reynolds ist einer der ganz großen Namen in der Welt der Präsentation. Er lebt in Japan und wendet die Prinzipien des ZEN- Buddhismus auch für Präsentationen an. Was auf den ersten Blick wenig miteinander gemein hat, entfaltet in diesem Buch eine sehr überzeugende Wirkung. Reynolds vermittelt, wie man sich auf das Wesentliche konzentriert und Folie, Sprache und Botschaft zu einem harmonischen Gesamtwerk zusammenbringt. Ein lesenswertes Buch von einem echten Meister.

Carmine Gallo: Talk like TED. The 9 Public Speaking Secrets of the World’s Top Minds

Auch Carmine Gallo gehört in den Kreis der international besten Redner. In diesem Buch geht es um die Analyse der erfolgreichsten „TED-Talks“, eine geradezu legendären Veranstaltungsreihe aus den USA. Bei seiner Analyse der besten TED-Reden arbeitet Gallo zum Beispiel die 9 wichtigsten Regeln für gelungene Vorträge heraus. Wer sich bei der freien Rede verbessern will, findet in diesem Buch gute Anregungen.

Carmine Gallo: The Presentation Secrets of Steve Jobs. How to Be Insanely Great in Front of Any Audience

In diesem Buch hat Gallo die Art des Präsentierens von Steve Jobs genau untersucht. Er zeigt zum Beispiel auf, wie Jobs Zahlen grafisch so aufbereitet hat, dass sie verständlich und einprägsam präsentiert werden konnten oder wie er seine Notizen für seine Auftritte optimal genutzt hat. Es wird aber auch klar, dass Steve Jobs für seine leicht anmutenden Auftritte jedes Mal über Tage hart gearbeitet hat. Ohne Fleiß geht es einfach nicht. Ein sehr aufschlussreiches Buch über die praktische Arbeit eines der größten Marketing-Genies.

Michael Rossié: Frei sprechen: in Radio, Fernsehen und vor Publikum. Ein Training für Moderatoren und Redner

Wer unser Presentation-Bootcamp besucht hat, wird Michael Rossiè vielleicht schon kennen. Er ist ein absoluter Experte für freies, authentisches Sprechen. Alle Aspekte der freien Rede, wie die Vorbereitung, Körpersprache, Einstieg und Abschluss werden in diesem Buch genau beleuchtet.

Nancy Duarte: slide:ology. Oder die Kunst, brillante Präsentationen zu entwickeln

Nancy Duarte ist ein absoluter Präsentations-Profi. So hat sie zum Beispiel für Al Gores berühmten Film „Eine unbequeme Wahrheit“ die Präsentations-Slides gestaltet. Die gelernte Designerin gibt in ihrem Buch wertvolle Tipps zum Einsatz von Farben, Bildern, Text, Grafiken und Designs für überzeugende Präsentationen.

Gerriet Danz: Neu präsentieren. Begeistern und überzeugen mit den Erfolgsmethoden der Werbung

Gerriet Danz ist Kommunikationstrainer und kommt ursprünglich aus dem Werbebereich. Für ihn müssen Präsentationen keinesfalls langweilig sein. Danz zeigt, wie Techniken aus der Werbung eingesetzt werden können, um das Publikum zu begeistern und Botschaften effektiv zu platzieren. In der aktuellen Auflage gibt es sogar einige Trainingsvideos gratis dazu.

Hans-Uwe L. Köhler: Die perfekte Rede. So überzeugen Sie jedes Publikum

Ein Meister der freien Rede. Großkonzerne wie Coca Cola buchen Köhler gerne für Vorträge. Und das nicht ohne Grund. ER inspiriert, provoziert und unterhält sein Publikum auf höchstem Niveau. In diesem Buch lässt Sie Köhler an seinem Wissen teilhaben. Wie bereitet man sich professionell auf eine Rede vor? Was ist zu beachten? Welche Fallstricke gibt es? Sehr unterhaltsam und informativ.

Im Anschluss noch zwei Empfehlungen für Bücher, die aus meiner eigenen Feder stammen. Ich weiß, Eigenwerbung ist immer so eine Sache. Aber ich habe die Bücher schließlich mit dem Ziel geschrieben, meinen Lesern die bestmöglichen Informationen zum Thema zu geben. Und das positive Feedback meiner Leser scheint zu zeigen, dass mir das auch ganz gut gelungen ist.

PowerPoint: Der Ratgeber für bessere Präsentationen. Aktuell zu PowerPoint 2013 und 2016

Geballtes Praxiswissen zur besseren Nutzung von PowerPoint. Hier habe ich alles hineingepackt, was zum Planen, Erstellen und Präsentieren von PowerPoint-Folienvorträgen wichtig ist. Es ist zurzeit das aktuellste Buch zum Thema. Ich habe die neuesten Entwicklungen, Designs und Anwendungen einbezogen. Mit Diesem Buch sind für alle Fälle gerüstet.

Präsentationen erfolgreich gestalten und halten: Wie Sie mit starker Wirkung präsentieren.

Alles, was Sie wissen müssen, um Ihr Publikum wirklich zu fesseln. In diesem Buch lernen Sie, wie Sie einfach und schnell Präsentationen aufbauen, wie Sie mit Ihrem persönlichen Auftritt eine noch stärkere Wirkung erzielen und wie Sie Ihre Präsentation individuell an das jeweilige Publikum anpassen. Ich erkläre die von mir entwickelte Presentation-Booster-Methode, mit der Sie Ihre Vorbereitungszeit verringern und eine bessere, überzeugendere  Präsentationsqualität erreichen.


Präsentationscoach und Experte für multimediales Präsentieren Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.

Ein Manager will meine Meinung zu seinen Kundentagen wissen. In einem noblen Hotel wurden fünf Grußworte („Auch ich darf Sie hier herzlich begrüßen …“) von wichtigen Menschen aufgesagt, vier textlastige Powerpoint-Präsentationen zu „kundenrelevanten“ Themen vorgeführt, die jeweils mit einem Blick in die Historie begannen, und als Give-away gab es einen Plastikkugelschreiber mit Logo. Dann folgte ein Fingerfoodbuffet vom Allerfeinsten. Ich sagte ihm, dass ich es sterbenslangweilig fand. Lediglich die Lachshäppchen hätten mich versöhnt. Zu meinem Erstaunen, wurde er nicht ärgerlich, sondern lachte. Das habe er sich auch schon gedacht.

Kann man das nicht anders machen? Doch: Jeder runter von der Bühne, der da nichts zu sagen hat. Jeder, der wiederholt, was gesagt worden ist, der sich bei allen Anwesenden für die Erlaubnis bedankt, die ihm niemand gegeben hat und aus seinem Vortrag eine Uni-Vorlesung macht: Runter von der Bühne! Langweilige Meetings oder Veranstaltungen sind kein Selbstzweck. Wer mir erzählt, das müsse so sein, wird spätestens aufwachen, wenn er vor leeren Zuschauerreihen steht.

Ein Phrasen-Bingo für Ihren nächsten Event. Streichen Sie durch, wenn Sie einen Ausdruck gehört haben. Wer als erster eine waagrechte, senkrechte oder diagonale Reihe voller Kreuze hat, steht auf und ruft „Bullshit-Bingo“.

Michael Rossié Übersicht zum Bullshit-Bingo

Über Michael Rossié

Michael Rossié mit Gastbeitrag für Blog smaviconMichael Rossié arbeitet seit 25 Jahren als Sprechtrainer & Coach im Auftrag von Radio- und Fernsehsendern sowie in der Wirtschaft. Außerdem ist er ein viel gebuchter Redner und Keynote-Speaker zu den Themen Kommunikation und Präsentation. In über 200 Vorträgen, Seminaren und Coachings jährlich arbeitet Michael Rossié mit allen, die in der Öffentlichkeit gut reden müssen: vom Schlagersänger bis zum Dax-Vorstand, vom Fußballer bis zum Fernsehmoderator. Außerdem trainiert er viele Speaker. Er ist unter anderem Autor der Bücher „Sprechertraining“, „Frei sprechen“ und „Schwierige Gespräche mit Kollegen und Chefs“. Ein Buch über den Einsatz vom Humor im Vortrag und Seminar ist in Vorbereitung.

>> www.sprechertraining.de

Sie können Michael Rossié auch als Referenten und Präsentationsexperte auf dem Presentation Rocket Day 2018 bei Frankfurt erleben.

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Wie bekomme ich mein Lampenfieber in den Griff?

Übung macht den Meister. Das gilt auch für das professionelle Präsentieren. In unserem Presentation-Bootcamp, das wir bereits zum zweiten Mal durchführen, geben wir professionelle Unterstützung bei der Optimierung der eigenen Performance.

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Zu den Profis, die uns beim Presentation-Bootcamp unterstützen, gehört Michael Rossié. Er arbeitet seit 25 Jahren als Sprechtrainer und Coach im Auftrag namhafter Radio- und Fernsehsender sowie in allen Bereichen der Wirtschaft. Außerdem ist er ein vielbeschäftigter Redner und Keynote-Speaker zu den Themen Kommunikation, Präsentation und Medientraining. Wir haben mit ihm ein Interview zu einem Thema geführt, das allen Menschen bekannt ist, die auf der Bühne stehen: dem Lampenfieber und wie man damit umgeht.

Warum bricht vielen vor lauter Lampenfieber der Schweiß aus, wenn sie vor Publikum sprechen müssen? 

Michael Rossié: Die einzige Situation, in der ein einzelnes Lebewesen einer Gruppe von anderen Lebewesen gegenüber steht und von dieser Gruppe interessiert betrachtet wird, ist wenn die Gruppe das Lebewesen fressen will. Und das ist in uns allen tief verankert. Wir wollen am Leben bleiben.

Was unterscheidet die Situation, vor vielen zu sprechen von einer Situation, in der wir uns mit nur einer oder wenigen (bekannten) Personen unterhalten? 

Michael Rossié: Die Unterschiede in Bezug auf die Gruppengröße spielen sich nur im Kopf ab. Manche Menschen sagen mir, dass sie ab 20 Menschen nervös werden, manche ab 100 Menschen. Die Anzahl ist völlig willkürlich. Angst ist etwas sehr Subjektives und nur schwer zu kontrollieren. Solange mein Ton genügend verstärkt wird und ich von überall zu sehen bin, ist die Größe der Gruppe oder des Raumes für das Lampenfieber eigentlich nicht entscheidend. Wenn ich aber vor so einer großen Gruppe noch nie gesprochen habe, kann die Tatsache, dass ich keinerlei Vergleich habe, meine Spannung deutlich erhöhen. Alles, was wir nicht kennen, macht uns Angst, auch wenn die Unterschiede theoretisch minimal sind.

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Sie sagen, man muss auch vor vielen Menschen authentisch bleiben und sollte sich nicht verstellen. Warum fällt uns das oft so schwer? 

Michael Rossié: Wir denken, dass Schauspielerei einfach ist. Wenn sie einfach wäre, ist es doch sehr verführerisch, so zu tun, als sei man sicher und souverän. Wenn das wirklich klappen würde, dann könnte ich mit wenigen Tricks total selbstsicher wirken. Erst wenn ich gemerkt habe, wie schwer es ist, sich glaubhaft zu verstellen, suche ich nach einem anderen Weg. Außerdem wurde uns in der Schule immer erzählt, dass wir nur ja nichts falsch machen dürfen. Schwäche ist was für Verlierer, wir müssen immer perfekt sein. Und wenn wir uns zeigen, wie wir sind, sind wir Menschen mit jeder Menge Fehlern. Und es gehört ganz viel Mut dazu, die auch zu zeigen. Eine ganze Coaching-Industrie lebt von dem Angebot, uns von unseren Fehlern und Schwächen zu befreien.

Welche Tipps haben Sie gegen Lampenfieber?

Michael Rossié: Wenn Sie auf die Bühne vor die Gruppe gehen, werden Sie immer Lampenfieber haben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass einem der Vorname der eigenen Mutter nicht mehr einfällt.
Lampenfieber ist etwas Natürliches. Und niemand nimmt Ihnen übel, wenn Sie nervös sind.  Die Nervosität verschwindet nach kurzer Zeit. Aber sie wird da sein. Rechnen Sie damit. Dann bleibt Ihnen viel Gezänk mit sich selbst erspart.
Stellen Sie sich vor, Sie beginnen Ihre Rede mit „Meine Damen und Herren zunächst möchte ich mich für meine Nase entschuldigen“ oder „Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich heute nervös bin“.  So etwas sagt niemand, weil sich keiner für etwas entschuldigt, für das er nichts kann. Machen Sie das Lampenfieber zu einer ihrer Stärken. Vergeuden Sie vorher keine unnötigen Energien mit irgendeinem überflüssigen Perfektionismus. Ob Sie Angst wegen eines Pickels haben oder ständig überlegen, was Ihr Lebenspartner wohl zu Ihrer Bluse sagt – all das lenkt ab. Und Sie sind nicht mehr zu hundert Prozent konzentriert. Es wird nie perfekt. Sie machen das jetzt vielleicht in der zweitbesten Version die möglich ist. Lampenfieber hat auch eine Menge Vorteile. Erstens werden Sie deutlich besser vorbereitet sein, wenn Sie ahnen, dass Sie sehr nervös sind. Und das kommt allen zugute.
Zweitens wirkt der große Redner ganz persönlich und menschlich, wenn er ein bisschen nervös ist. Und der dritte Grund ist der Wichtigste: Sie sind doch nur nervös, weil genau diese Zuschauer da sitzen. Deswegen haben Sie möglicherweise ein paar Nächte nicht geschlafen. Ist das nicht eine tolle Botschaft an Ihr Publikum: Ich bin so nervös, weil SIE hier sitzen. Lampenfieber ist im Grunde etwas ganz Wunderbares.

Was wollen Sie den Teilnehmern beim Presentation-Bootcamp 2015 mit auf den Weg geben? 

Michael Rossié: Das Besondere am Presentation-Bootcamp ist, dass wir noch nicht wissen, wem wir was mit auf den Weg geben. Live-Coaching heißt, sich auch ein bisschen tragen zu lassen von der Situation. Jemand macht etwas, und jetzt entdeckt eine Gruppe von Trainern oder Coaches Dinge, die man besser machen könnte, und an denen arbeitet man. Das macht die Sache so spannend. Auch ich weiß noch nicht so genau, was auf mich zukommt. Und für den Teilnehmer, den wir coachen, heißt das, dass die Tipps für ihn absolut maßgeschneidert sind. Und das Publikum kann live erleben, wie sich jemand verbessert. Nachmachen erlaubt.

Michael Rossié_Presentation-BootcampMichael Rossié_Lampenfieber _WorkshopMichael Rossié_Presentation-Bootcamp

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