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Gute Präsentationen können in relativ kurzer Zeit wichtige Informationen vermitteln. Schlechte Präsentationen sind dagegen reine Zeitfresser. Eine schlechte Präsentation fällt immer auf den Präsentator zurück. Schnell können Sie durch einen misslungenen PowerPoint-Vortrag die Reputation bei Ihrem Kunden oder Ihrem Vorgesetzten verlieren. Mit weitreichenden Folgen für Ihre Karriere. Deshalb zeigen wir Ihnen heute mehr als nur einen Präsentationstipp, mit dem Sie in Ihrer nächsten Präsentation einen guten Eindruck hinterlassen.      

PowerPoint-Präsentationen sind heute ein fester Bestandteil unserer Arbeitswelt. Die meisten angestellten Arbeitnehmer und selbständigen Unternehmer halten mehr oder weniger regelmäßig Präsentationen. In Team-Meetings werden PowerPoint-Folien genauso genutzt wie bei Schulungen, bei Info-Veranstaltungen oder im Vertrieb. Um dem Kollegium den aktuellen Stand eines laufenden Projekts zu erläutern, reichen vielleicht schon zwei bis drei Folien. Für eine Schulung beispielsweise, werden wesentlich umfangreichere Foliensätze benötigt.  

Gute Präsentationen vermitteln wichtige Informationen in kurzer Zeit   

Wenn Sie das Präsentieren beherrschen, können Sie wichtige Daten und Fakten in wenigen Minuten an Ihr Auditorium weiter geben. Die Kombination aus Information, visuellen Komponenten, wie Bildern, Grafiken oder Animationen, plus der Erläuterungen durch den Referenten, machen Präsentationen unschlagbar effektiv. Mit guten Präsentationen können Sie die Produktivität in Meetings, bei Verkaufsgesprächen, in der Öffentlichkeitsarbeit oder bei Weiterbildungen wesentlich erhöhen. Jede Firma oder Organisation kann davon profitieren, wenn Kundengespräche oder Geschäftsbesprechungen auf eine professionelle Art durchgeführt werden. Diese Meetings sollten den Austausch zwischen den Teilnehmern verbessern und schnell zu Resultaten führen. 

Schlechte Präsentationen verschwenden Zeit  

Wir alle haben schon Präsentationen erlebt, die uninspiriert vorgetragen, zu keinerlei Erkenntnisgewinn geführt haben. Im besten Fall wurden Sie nur von wichtigeren Dingen abgehalten. Unter Umständen führen schlechte Präsentationen zur Vermittlung falscher oder unvollständiger Informationen, stiften Verwirrung und sorgen im Nachhinein für zusätzliche Arbeit. Für den unglücklichen Präsentator kann das durchaus weitreichende Folgen haben. Von einer negativen Beurteilung durch Vorgesetzte bis zum Verlust von Kunden, können die Konsequenzen schmerzhaft sein. Deshalb sollten Sie dem Thema PowerPoint-Präsentation die nötige Aufmerksamkeit schenken.  

Ihre nächste Präsentation wartet schon irgendwo auf Sie 

Sie wissen es selbst: Irgendwann stehen Sie wieder vor einem Auditorium und müssen liefern. Das kann eine riesen Chance für Sie werden, Ihrem Thema die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen, das Projekt entscheidend voranzubringen, oder im Ansehen von Kunden, Studenten oder Vorgesetzten merklich zu steigen. Wenn Sie also gebeten wurden, bei Ihrem nächsten Meeting einige Folien zu zeigen, wissen Sie, dass einen wichtigen Beitrag leisten können. Sie machen Ihr Publikum schlau, motivieren und geben auf unterhaltsame Art Ihr Wissen weiter. Es ist gut zu wissen, dass Sie die Zeit Ihrer Zuschauer nicht verschwenden, sondern effizient nutzen.  

Nur: wie macht man das eigentlich richtig? Keine Sorge, wir werden Ihnen Präsentationstipps geben, die Ihnen helfen werden, Ihre Präsentation richtig zu gestalten und der Held des Meetings zu sein. 

Präsentationstipp 1: Bereiten Sie sich richtig vor 

Einer der größten Fehler den Redner machen, ist die Annahme, dass sie perfekt sein müssen. Die meisten versuchen auf Nummer sicher zu gehen und lernen ihre gesamte Präsentation auswendig. Das hat einen gewissen Nutzen, aber auch einen wesentlichen Nachteil: Wenn Sie aufgeregt sind oder Ihnen jemand mitten in Ihrer Präsentation eine Frage stellt, könnten Sie schnell den Faden verlieren. Dann kann sich die Nervosität schnell zur Panik steigern. Von dort wieder zurück zu Ihrem Vortrag zu kommen, wird sehr schwer.   

Werden Sie deshalb besser nicht der Sklave von auswendig gelernten Texten. Sie bekommen die Sicherheit, die Sie sich vom auswendig lernen versprechen, auf einem anderem Weg. Bereiten Sie sich sehr gründlich auf Ihr Präsentationsthema vor und machen Sie eine Gliederung. Was wollen Sie vermitteln? Welche Kernbotschaften müssen Ihre Zuhörer auf jeden Fall erhalten? Wieviel Zeit steht Ihnen zur Verfügung und wie viele Folien können Sie dabei zeigen? Welche Inhalte müssen auf die einzelnen Folien?  

Wenn Sie das erreicht haben, notieren Sie sich, was Sie als Präsentator zu jeder Folie sagen wollen. Über den Befehl „Notizen hinzufügen“ können Sie direkt unter die Folie Stichpunkte einfügen, wenn Sie tatsächlich einmal „spicken“ müssen.   

Lernen Sie also keine Rede auswendig, das merkt Ihr Publikum in der Regel sowieso. Nachdem Sie Ihre eine Gliederung erstellt haben, üben Sie frei zu jeder Folie zu sprechen. Nutzen Sie dazu Ihre Notizen, bis Sie Sicherheit spüren. Wie fühlt es sich an, ganz natürlich von einem Punkt zum nächsten zu gehen und dann zur nächsten PowerPoint-Folie zu wechseln? Sprechen Sie einfach normal, aber bekommen Sie ein Gefühl für die Struktur Ihrer Präsentation. Wie können Sie die Bedeutung einzelner Punkte mit Hilfe Ihrer Stimme hervorheben?  

Präsentationstipp 2: Versuchen Sie locker zu sein 

Zugegeben, das ist leichter gesagt als getan. Aber versuchen Sie sich in die Rolle Ihres Publikums zu versetzen. Ein angestrengter, in sich gekehrter Referent macht einfach keine Lust darauf genau zuzuhören. Vermutlich sind viele Teilnehmer nicht begeistert, wieder einmal in einem langen, langweiligen Meeting zu sitzen und sich eine PowerPoint-Präsentation anzuhören. Versuchen Sie also die möglicherweise negative Erwartungshaltung nicht noch durch eigenes verkrampft sein zu verstärken. Vielleicht können Sie mit einem Witz anfangen oder Sie versprechen, dass Ihre Präsentation so kurz wie möglich sein wird und wirklich nur die wichtigsten Themen behandelt. Möglicherweise können Sie auch eine große Überraschung ankündigen, die Ihre Präsentation gleich bereithält. Versuchen Sie in jedem Fall eine möglichst entspannte Grundstimmung zu erzeugen.   

Präsentationstipp 3: Stellen Sie Augenkontakt zum Publikum her 

Um die Aufmerksamkeit Ihres Publikums hoch zu halten, sollten Sie so oft wie möglich  Augenkontakt herstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie sich in einem kleinen Konferenzraum befinden oder ob ein großer Saal für Ihre Präsentation angemietet wurde.  

Versuchen Sie, während Ihrer PowerPoint-Präsentation eine Person aus dem Auditorium anzublicken und deren Blick für ein paar Sekunden zu halten, bevor Sie zu einer anderen Person weitergehen. Wenn das Publikum groß ist, haben Sie nicht das Gefühl, dass Sie mit jeder einzelnen Person persönlichen Blickkontakt herstellen müssen. Suchen Sie sich aus der Menge einige freundliche Gesichter aus und stellen Sie zu ihnen den Augenkontakt her. Das klingt nicht sehr spektakulär, aber die Wirkung auf das Publikum ist tatsächlich groß.  

Das setzt natürlich voraus, dass Sie Ihre Präsentation frei halten und nicht ständig auf Ihre Spickzettel oder die Leinwand starren.  

Präsentationstipp 4: Präsentieren Sie im richtigen Sprechtempo 

Wenn Redner nervös werden, neigen sie dazu, immer schneller und schneller zu sprechen. Wenn das Herz vor Aufregung schneller schlägt, neigen wir unbewusst dazu auch schneller zu reden. Doch wenn Sie zu schnell sprechen, wird es für Ihr Publikum schwierig, Ihren Ausführungen zu folgen. Wenn Ihre Zuschauer aber erst einmal aufgegeben haben ihnen weiter zuzuhören, waren alle Ihre Bemühungen vergeblich.   

Wenn Sie also merken, dass Sie zu schnell sprechen, machen Sie einen kurzen Stopp von drei oder vier Sekunden und atmen Sie einmal tief durch. Tiefe Atemzüge führen zur Beruhigung und Sie können danach wieder ruhiger und langsamer sprechen.  

Bedenken Sie auch, dass eine Vertriebs-Präsentation oder eine Schulungs-Präsentation in der Regel wichtige Informationen vermitteln soll. Deshalb sollten Sie grundsätzlich etwas langsamer reden, als zum Beispiel während eines geselligen Abends mit Freunden. Ihr Publikum soll ohne Probleme alle wichtigen Fakten erfassen können.  

Präsentationstipp 5: Achten Sie auf Ihre Körperhaltung 

Wir kommunizieren bei Folien-Präsentationen nicht nur mit unserem Mund, sondern mit dem gesamten Körper. Sie können Ihre Arme und Hände gezielt als Verstärker Ihrer Worte nutzen. Dabei kommt es auf die genaue Dosierung an. Präsentatoren, die stocksteif vor ihrem Publikum stehen, überzeugen am Ende genauso wenig, wie Redner, die hektisch mit ihren Armen herumwedeln. Sie können als Präsentator Stimme, Gestik und Inhalt harmonisch kombinieren und auf diese Weise Ihre Wirkung entscheidend verbessern. Schauen Sie sich als Anhaltspunkt dazu einige professionelle Präsentationen auf YouTube an. Sie können auch bei einer guten Präsentationsagentur nach einem Training fragen. Der Zeitaufwand hält sich dabei in Grenzen, denn Sie werden mit einer professionellen Betreuung sehr schnell enorme Verbesserungen erzielen.    

Fazit: 

Präsentationen können eine Last sein, sowohl für den Präsentator, als auch für das Publikum. Aber mit einer sorgfältigen Vorbereitung und ein wenig Training können Sie Ihre PowerPoint-Präsentationen zu einem wirkungsvollen Instrument machen, das Ihre Botschaften vermittelt und Ihre Professionalität unterstreicht.

Präsentationen sollen abwechslungsreich und spannend sein. Trotzdem müssen Sie wichtige Botschaften während Ihres Vortrages wiederholen, damit Sie sicher sein können, dass entscheidende Fakten nicht überhört werden. Das hängt mit der Informationsaufnahme unseres Gehirns zusammen. Es sucht stets nach erkennbaren Strukturen, um Inhalte besser erfassen und langfristig speichern zu können.

Das Ziel aller Präsentationen ist die erfolgreiche Vermittlung von Informationen. Wenn Sie eine Präsentation erstellen, müssen Sie sich von Anfang an klar machen, wie Sie Ihre Botschaften an Ihre Zuschauer vermitteln wollen. Egal wie professionell Sie dabei auch vorgehen sollten, es ist von Anfang an klar, dass sich das Publikum nicht jedes Wort merken wird. Wollen wir, dass von unserer Präsentation möglichst viel „hängen bleibt“, müssen wir mit Tricks arbeiten, um das Gehirn unserer Zuschauer zum Merken von Infos zu bewegen. Dabei besteht eine Möglichkeit darin, Informationen mehrmals zu wiederholen, um dem Publikum die Aufnahme zu erleichtern. Leider lernt unser Gehirn in der Regel durch Wiederholung. Nur selten wird eine Information sofort im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Deshalb sind Wiederholungen wichtig, um dem Gehirn die Informationsaufnahme zu erleichtern.

Das menschliche Gehirn ist auf Höchstleistung ausgelegt. Mit unseren Sinnen können wir Unmengen von Informationen aufnehmen, ohne dass uns die Datenmenge bewusst wird. In jeder Sekunde  verarbeitet der bewusste Teil des Gehirns an die 2.000 Bits an Informationen. Der unterbewusste Teil verarbeitet aber in derselben Zeit rund 400 Milliarden Bits an Informationen

Würden wir alle Informationen bewusst abspeichern, würden wir vermutlich überschnappen. So aber filtert das Gehirn unwichtig erscheinende Informationen sofort wieder heraus. Die unwichtigen Teile werden augenblicklich oder spätestens nach 10 bis 20 Sekunden wieder aus dem Gedächtnis gelöscht. Informationen, die sich wiederholen können dem Gehirn signalisieren, dass es sich um Daten mit Wichtigkeit handelt.

Es existiert zudem eine Reihe von Studien die belegen, dass die Wiederholung von Botschaften bei Menschen dazu führt, dass sie eher geglaubt werden. Alle politischen Systeme der letzten hundert Jahre haben diesen Mechanismus für ihre Zwecke genutzt. Informationen werden dann für wahrer gehalten, je öfter man sie hört. Botschaften die man oft hört, klingen irgendwann vertraut, und was für Menschen vertraut klingt, wirkt überzeugender als eine Information, die zum ersten Mal gehört wird.

Was sollte wiederholt werden?  

Natürlich können Sie Ihre PowerPoint-Präsentation nicht mehrmals hintereinander halten. Sie müssen sich also überlegen, welche Kernbotschaften besonders wichtig für den Erfolg Ihrer Präsentation sind und wovon Sie Ihre Zuschauer überzeugen wollen.  Eine überzeugende Präsentation sollte nicht mehr als drei oder vier Kernbotschaften haben. Sie könnten zum Beispiel gleich zu Beginn Ihres Vortrags Ihren Zuschauern Ihre wichtigsten Botschaften präsentieren, mit dem Hinweis, dass die Erläuterungen dazu in der Folien-Präsentation folgen. Ein weiteres Mal könnten die Kernbotschaften in der Mitte Ihrer Veranstaltung wiederholen, und zum Ende der Präsentation sollten sie in einer Zusammenfassung nochmals Erwähnung finden.   

Bei Ihrer Präsentation sollten Sie die Wiederholungen aber nicht auf die Spitze treiben. Der Vortrag wird dann schnell öde, und beim Publikum könnte sich der Verdacht einschleichen, Sie hielten Ihr Auditorium  für unterbelichtet. Mehr als dreimal sollte eine wichtige Botschaft in der Regel nicht wiederholt werden. Wenn ein Gewöhnungs- und Abnutzungsprozess bei den Zuschauern einsetzt, fällt die Aufmerksamkeitskurve schnell dramatisch ab.

Wiederholungen sind also wichtig, um Kernbotschaften zu vermitteln, sollten aber mit Augenmaß eingesetzt werden.  


Portrait von Trainer Matthias Garten - Experte für Präsentationen und PowerPointDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.