Präsentationstrends 2016 – Teil 2: Dramaturgie und Inszenierung

Präsentationstrends 2016 – Teil 2: Dramaturgie und Inszenierung

Während wir uns in Teil 1 (Präsentationstrends 2016 – Teil 1: Design-Trends) mit den aktuellen Design-Entwicklungen für Präsentationen im Jahr 2016 beschäftigt haben, werden wir uns  im zweiten Teil  mit den Folien-Inhalten (Dramaturgie und Inszenierung) beschäftigen. Die Trends heißen hier Effizienz und Effektivität.

Präsentationen sind heute stark effizienzgetrieben. Langatmige Erläuterungen sind nicht mehr gefragt. Inhalte sollen schnell, prägnant und auf den Punkt gebracht kommuniziert werden. Das führt dazu, dass auch die Präsentationen kürzer werden.  Länger  als fünf bis maximal zwanzig Minuten sollte man nicht präsentieren. Es ist ein allgemeiner Trend, dass der Druck auf den Redner wächst, in immer kürzerer Zeit alle wichtigen Punkte gut zu präsentieren. Das bedeutet, Konzentration auf das Wesentliche und Unwesentliches besser weglassen.

Auf der anderen Seite sollen Präsentationen Menschen bewegen. Es geht also um Effektivität, denn beim Publikum soll etwas bewirkt werden. Es geht darum, Emotionen gezielt auszulösen. Das soll durch das Erzählen von Geschichten (storytelling) erreicht werden. Eingebettet sind die Geschichten idealerweise  in Bilder oder Videos, die zusätzlich Emotionen hervorrufen können (digital storytelling).

Präsentationstrends 2016/2017- Inszenierung

Inszenierung

Die richtige Inszenierung ist das A und O, um die besten Ergebnisse für die eigene Präsentation zu erzielen. Dazu gibt es eine große Menge unterschiedlicher Formate, die verwendet werden können. Dabei nehmen Online-Präsentationen, zum Beispiel bei Webinaren, eine immer größere Rolle ein. Der Nachteil bei diesem Format ist der fehlende unmittelbare Kontakt zum Publikum.  Es ist deshalb wichtig, dass der Kontakt durch Stimme, Rhetorik, aber auch visuelle Untermalung aufrechterhalten bleibt. Gerade in der Visualisierung kann viel getan werden, um den Zuschauer abzuholen und während des ganzen Vortrages einzubinden.

Ein weiteres recht interessantes Format im Bereich Inszenierung, das sich mittlerweile recht gut etabliert hat, nennt sich Pecha Kucha. Dabei werden zwanzig Folien in zwanzig Minuten gezeigt. Diese Taktzahl ist zwar herausfordernd, erfreut sich bei Veranstaltungen wachsender Beliebtheit.

Bei den High Dynamic Presentations werden die Schlagworte, die der Referent während seines Vortrages verwendet,  in Echtzeit auf eine Leinwand hinter ihm angezeigt, oft verstärkt durch zusätzliche Bilder. Das verleiht den einzelnen Worten mehr Gewicht und wirkt besonders einprägsam. Diese Form des Präsentierens ist in den USA schon recht beliebt (Beispiel: . In Deutschland gibt es aktuell noch nicht so viele Anfragen zu diesem Format.

Auch hier gibt es zu den High-Tech-Lösungen eine Gegenbewegung. Bei sogenannten Unplugget- Formaten sind elektronische Hilfsmittel verpönt. Es geht nur um Stimme und Rhetorik.

Dar Elevator-Pitch oder auf Deutsch „Aufzugspräsentation“ stammt von der Idee, während einer kurzen gemeinsamen Aufzugfahrt seinem Gegenüber die wesentlichen Punkte einer Idee oder eines Produktes kurz und prägnant vorstellt. Ziel ist dabei in 30 bis maximal 60 Sekunden die wichtigsten Informationen weiter zu geben. Der Elevator-Pitch wird auch in Unternehmen, zum Beispiel bei der Kurzpräsentation einer Status-Übersicht, immer beliebter.

Die Virtualisierung ist ein weiterer Trend, der immer wichtiger wird. Es gibt hier immer mehr digitale Leinwände, die integriert werden bis hin zum Einsatz von Robotern und Drohnen bei der Präsentation.

Ein wirklich großer Trend ist die Interaktivität. Der Zuschauer soll dabei aktiv in die Präsentation eingebunden werden, beispielsweise durch sein Smartphone, das mittlerweile fast jeder dabei hat. Über eine vorher versendete App können Teilnehmer an Abstimmungen oder Meinungsumfragen mitwirken. Zusätzliche Infos können zur Vertiefung des Inhaltes während der Veranstaltung abgerufen werden. Präsentationstrends 2016/2017_Formatvielfalt

Mehr Informationen zum Thema Präsentationstrends finden Sie im Video.


Präsentationscoach und Experte für multimediales Präsentieren Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten ist der Experte für multimediales Präsentieren. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Days. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 15.000 Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.