Mehr Erfolg beim Präsentieren – kleine Tipps für große Wirkung, Teil 2

Mehr Erfolg beim Präsentieren – kleine Tipps für große Wirkung, Teil 2

Bei guten PowerPoint-Präsentationen stimmt einfach alles. Sämtliche Komponenten sind aufeinander abgestimmt und richtig ausgeführt. Doch wie gelangt man zu solchen Ergebnissen? Wenn Sie Ihre Präsentation optimieren wollen, können Sie oft mit einzelnen Veränderungen große Verbesserungen bewirken. Manchmal genügt es schon auf ein Problem aufmerksam gemacht zu werden, um zu einer schnellen Lösung zu gelangen. Wir wollen uns im zweiten Teil unserer kleinen Serie wieder einige Bereiche einer Präsentation anschauen und Ihnen Tipps für Verbesserungen geben.

Für den Start eines Projektes gibt es eine Reihe von geflügelten Worten. Da fällt mir spontan die Redewendung „aller Anfang ist schwer“ ein, oder auch „jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Ganz offensichtlich ist es von Bedeutung den richtigen Anfang zu finden. Bei Präsentationen ist es nicht anders. Das gilt sowohl für die Vorbereitung einer Präsentation, als auch für die ersten Minuten Ihres Auftritts, wenn Sie vor dem Publikum stehen und in Ihr Präsentationsthema einsteigen. Wir steigen heute mit den ersten Minuten Ihrer Präsentation ein. Wenn es Ihnen nicht gelingt, Ihr Publikum in den ersten Minuten zu fesseln, wird es schwierig, Ihre Botschaften erfolgreich zu vermitteln. Wirken Sie unsicher, inkompetent oder langweilig, werden sich die Zuschauer vermutlich nicht richtig auf Ihre Präsentation einlassen. Hier folgen nun einig Tipps für den gelungenen Start in die Präsentation.

 

Tipp 1: Bekommen Sie Ihr Lampenfieber in den Griff

Lampenfieber kann wirklich furchtbar sein. Die Symptome reichen von leichter Nervosität bis zu schweren Panikattacken, von leichten Konzentrationsstörungen bis zum totalen Gedächtnisausfall.  Lampenfieber ist einerseits völlig normal und keine Schande, andererseits kann damit eine Präsentation völlig ruiniert werden. Doch wie geht man damit richtig um? Falls es Sie jedes Mal richtig schwer erwischt, sollten Sie erwägen einen Mentaltrainer oder Psychologen zu konsultieren, der professionell mit Ihnen arbeiten kann. Bei leichteren Fällen gibt es eine Reihe von Hilfen.
Hier sind ein paar Beispiele:

  • Bereiten Sie sich professionell vor.

    Proben Sie Ihre Präsentation vorher eingehend, bis Sie alle Folien und Ihren Text in- und auswendig können. Wenn Sie Ihre Präsentation praktisch „im Schlaf“ halten können, kommt eine enorme Sicherheit in Ihnen auf. Sie wissen dann, dass Sie Ihren Faden eigentlich nicht mehr verlieren können. Kleine Patzer werfen Sie nicht aus der Bahn. Selbst wenn die Technik streiken sollte, können Sie immer noch aus dem Gedächtnis und vielleicht mit einem Flipchart Ihre Präsentation halten.
  • Achten Sie auf Ihre Atmung.

    Wenn wir ängstlich sind, beginnen wir flacher zu atmen. Im ruhigen Zustand ist der Atem in der Regel tief. Indem Sie vor Ihrem Auftritt ein paar Minuten tiefer ein- und ausatmen, werden Sie ruhiger und Ihr Puls verlangsamt sich.
  • Suchen Sie sich eine Person im Publikum.

    Wenn Sie vor Ihrem Auditorium stehen und blicken dabei in kritische oder missmutige Gesichter, wird Ihr Selbstvertrauen dadurch nicht unbedingt steigen. Wenn Sie nicht ausgerechnet vor einem winzigen Publikum sprechen, werden Sie fast immer wenigstens eine Person entdecken, die freundlich, neugierig oder interessiert zu Ihnen hinaufblickt. Suchen Sie immer wieder den Augenkontakt zu dieser Person und holen Sie sich Zuversicht aus der freundlichen Ausstrahlung. Das klingt zwar sehr ungewöhnlich, hilft aber wirklich.
  • Autogenes Training.

    Das ist eine anerkannte Autosuggestionsmethode, die leicht zu erlernen ist und häufig gute Ergebnisse erzielt. Es gibt in jeder Stadt Kurse, die von Ärzten, Krankenkassen, Volkshochschulen oder auch online angeboten werden.

Tipp 2: Starten Sie richtig in Ihre Präsentation.

Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck, heißt es. Das stimmt in der Regel. Wenn Sie selbst im Publikum sitzen und eine Präsentation beginnt, dann entscheiden Sie relativ schnell, was Sie von dem Referenten halten. Wirkt er authentisch, sympathisch, kompetent, unterhaltsam? Oder kommt er Ihnen nervös, steif oder unseriös vor? Wenn Ihr Eindruck in den ersten Minuten eher negativ ausfällt, werden Sie vielleicht nur noch mit halbem Ohr zuhören und den Informationen keinen rechten Glauben schenken. Hier sind ein paar Hinweise, damit Ihnen das nicht passiert:

  • Seien Sie authentisch!

    Ihre Zuschauer merken ziemlich schnell, wenn Sie bei Ihrer Präsentation „unecht“ sind. Ein eher ernster, sachlicher Mensch sollte nicht krampfhaft versuchen den Entertainer oder Witzereißer zu spielen. Genauso wenig sollte ein eher lockerer Typ versuchen, den hochseriösen Wissenschaftler darzustellen. Wenn Sie nicht zufällig über gute schauspielerische Talente verfügen, merkt Ihr Publikum, dass Sie nur eine Rolle spielen, die Ihnen nicht liegt.
  • Sagen Sie Ihren Zuschauern was sie erwartet.

    Natürlich hat Ihr Publikum mitbekommen, zu welchem Thema Sie gleich sprechen werden. Aber wenn Sie einen kurzen Ablauf geben, über was Sie in den kommenden Minuten sprechen wollen, bekommen die Zuschauer ein besseres Verständnis für Ihre Präsentation und können gespannt sein, wie Sie die angekündigten Themen mit Inhalten füllen.
  • Sorgen Sie gleich für ungeteilte Aufmerksamkeit

    Wann hören Sie bei einer Präsentation genauer hin? Wahrscheinlich, wenn Sie sich einen wichtigen Erkenntnisgewinn versprechen. Sagen Sie ihren Zuschauern deshalb gleich zu Anfang, welchen Nutzen sie aus Ihrer Präsentation ziehen werden. Machen Sie das Publikum neugierig. Sie können auch gleich am Anfang eine provozierende These aufstellen und versprechen, dass Sie im Laufe Ihrer Präsentation die Beweise dafür liefern werden. Wichtig ist, dass Sie die Zuschauer in eine da-bin-ich-jetzt-aber-gespannt-Erwartung versetzen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie zuhören.

Tipp3: Bauen Sie eine Verbindung zu Ihren Zuschauern auf.

Ich erlebe immer wieder, dass Referenten auf einer Bühne stehen und so tun, als wäre das Publikum überhaupt nicht da. Sie könnten die Präsentation auch auf einem anderen Kontinent halten und sie über einen Monitor in den Zuschauerraum übertragen. Das springt natürlich kein Funke über. Bei einer gelungenen Präsentation erwartet das Publikum eine persönliche Ansprache.  Hier sind ein paar Beispiele:   

  • Sprechen Sie die Sprache des Publikums.

    Bauen Sie in Ihre Präsentation Beispiele ein, die aus der Erlebniswelt Ihres Publikums stammen. Wenn Sie beispielsweise vor Vertriebsmitarbeitern sprechen, nutzen Sie nach Möglichkeit deren Sprachjargon und Erlebniswelt.
  • Stellen Sie Fragen.

    Stellen Sie Ihren Zuschauern zur Präsentation passende Fragen wie zum Beispiel: „Wer von Ihnen hat so etwas auch schon einmal erlebt?“ oder wenn Ihr Thema vielleicht der Schienenverkehr ist: „Wer von Ihnen kann mir sagen wie schnell ein ICE fährt?“. Damit gehen Sie in Interaktion mit Ihrem Publikum und binden es ein.
  • Antworten Sie auf Fragen.

    Sehr souveräne Redner reagieren sofort auf Handzeichen und beantworten aufkommende Fragen sofort. Das behindert allerdings Ihre eigene Dramaturgie, und Sie sollten viel Erfahrung mitbringen, um die Fragen richtig in den laufenden Vortrag einzubinden. In der Regel bietet man am Ende der Präsentation den Zuschauern an Fragen zu beantworten.

Achten Sie in jeden Fall darauf, dass Sie mit Ihrer Präsentation einen reibungslosen Start hinlegen, sonst verlieren Sie Ihr Auditorium und es wird sehr schwer, das Publikum im weiteren Verlauf Ihres Vortrages zurückzugewinnen.  

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Referent und PowerPoint Trainer Matthias Garten

Dipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 10.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.