Machen sie Ihre Vertriebspräsentation noch besser: Einsatz der Typenlehre Rot-Gelb-Grün-Blau Teil 3

Machen sie Ihre Vertriebspräsentation noch besser: Einsatz der Typenlehre Rot-Gelb-Grün-Blau Teil 3

Kann man eine Vertriebspräsentation auf die Bedürfnisse eines Kunden maßschneidern? Mit dem DISG-Modell erhalten Sie eine Hilfestellung, um die nächste Präsentation individuell für Ihren Kunden zu gestalten. Es bringt Ihnen erhebliche Vorteile, wenn Sie im Vorfeld wissen, wie Ihr Kunde „tickt“ und welche Informationen und Argumente ihn besonders überzeugen. Das DISG-Modell teilt die Menschen grob in vier Typen ein: rot, gelb, grün und blau. In Teil 1 und 2 haben wir Ihnen bereits den roten und den gelben Typ vorgestellt. Heute stellen wir Ihnen zwei weitere Typen vor.

In den letzten beiden Teilen unserer Reihe über die vier Hauptfarbtypen der DISG-Methode, haben sie „roten“ Entscheider und den gelben „Enthusiasten“ kennen gelernt. Jetzt stellen wir Ihnen zwei Gruppen von Menschen vor, die bei einer Vertriebspräsentation ganz anders zu überzeugen sind, als die beiden vorangegangenen Typen.

Wenn Ihr Kunde ein GRÜNER Typ ist:

Der Typ liebt gute Geschichten über Menschen. Er ist in erster Linie einfühlsam und harmoniebedürftig. Wenn in den Geschichten Menschen mit Schwächen vorkommen, steigt die Sympathie. Er mag es, wenn bei den Geschichten ein wohliges Gefühl der Harmonie entsteht. Er wirkt oft etwas scheu, ist aber freundlich und zuvorkommend. Der Grüne Typ will nicht im Mittelpunkt stehen. Er fügt sich lieber in Strukturen ein, ist risikoscheu und zieht es vor, ein wichtiger Teil eines größeren Ganzen zu sein. Er ist ein Kümmerer und hilft anderen gerne, damit sie glänzen können. Streitigkeiten geht er lieber aus dem Weg. Er bevorzugt klare Aufgabenverteilungen und transparente Strukturen. Er ist gerne der Fels in der Brandung, der immer liefert und immer zuverlässig ist. Er ist der klassische Teamplayer und erwartet von seinem Gegenüber, dass er offen und fair ist. Sie können dem grünen Typ ihr Angebot in den schillerndsten Farben präsentieren. Wenn er Ihnen nicht völlig vertraut, wird er nicht kaufen. Für Vertriebspräsentationen vor „grünen“ Kunden, sollten Sie folgende Punkte einbinden:

  • Beschreiben Sie Ihre persönliche Erfahrung mit dem Angebot und den Kunden,
  • Nutzen Sie Originalaussagen zufriedener Kunden,
  • Bauen Sie in Ihre Präsentation Teamfotos, bzw. Fotos der Ansprechpartner ein,
  • Sprechen Sie ökologische und ethische Aspekte an. Das Produkt sollte den Werten des Kunden entsprechen,
  • Unterstreichen Sie Ihre Zuverlässigkeit,
  • Hören Sie aufmerksam zu und antworten Sie aufrichtig,
  • Lassen Sie dem grünen Typ Zeit ihre Argumente sacken zu lassen,
  • Schlagen Sie keine lauten Töne an. Reden Sie ruhig und freundlich.

Wenn Ihr Kunde ein BLAUER Typ ist:

Den blauen Typen nennen wir auch gerne den Logik-Typ. Er schätzt klare Strukturen und eine logische, auf Fakten gründende Vertriebspräsentation. Der „Blaue Typ“ ist sehr gewissenhaft. Als introvertierter Denker analysiert er sorgfältig und beobachtet scharf. Er braucht Zeit für eine umfangreiche Analyse. Er hat sehr hohe Erwartungen an die Präzision Ihrer Ausführungen. Selbst kleine Fehler entdeckt er schnell und weist Sie auf Ihren Irrtum hin. Er ist eher introvertiert, diszipliniert und penibel. Er ist der geborene Controller. Man findet den blauen Typen auch in der Revision und bei Ingenieurberufen. Er sucht keine gute Lösung, er sucht die beste. Sie können davon ausgehen, dass er sich in das Thema eingearbeitet hat und über alle Kennzahlen verfügt. Folgende Punkte sind beim blauen Typen wichtig:

  • Bereiten Sie eine Agenda vor, und achten Sie auf klare Strukturen,
  • Achten Sie auf eine folgerichtige, nachvollziehbare Argumentation,
  • Nutzen Sie Zahlen, Daten, Fakten,
  • Bauen Sie Beweise, ISO-Prüfsiegel, Tests, Statistiken und Fachartikel in Ihre Argumentation ein,
  • Beschreiben Sie Details,
  • Vermeiden Sie einen kumpelhaften oder überfreundlichen Auftritt,
  • Vergessen Sie Geschichten und Anekdoten; sie interessieren ihn nicht,
  • Vermeiden Sie Ungenauigkeiten in Ihrer Sprache und auf Ihren Slides,
  • Er sucht den günstigsten Preis mit der höchsten Qualität.

Sie haben gesehen, wie völlig unterschiedlich dieses vier Haupttypen des DISG-Modells sind. Es leuchtet ein, das beispielsweise ein roter Typ eine völlig andere Art von Ansprache bei der Vertriebspräsentation braucht, wie etwa der blaue Typ. Eine spezielle, individuelle Vorbereitung auf den nächsten Kunden, ist daher nicht einfach zusätzliche Arbeit, sondern eine wesentliche Voraussetzung für Ihren Erfolg.

Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie in meinem Buch Präsentationen erfolgreich gestalten und halten.

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