Diese 12 Fehler ruinieren jede Präsentation

Diese 12 Fehler ruinieren jede Präsentation

Schlechte Präsentationen können verheerende Folgen für den Referenten und das Präsentationsthema haben. Der Referent bekommt schnell den Ruf unprofessionell zu sein. Das Publikum ist zudem für die Inhalte der Präsentation verloren, weil die Botschaften schlecht vermittelt wurden. Das kann beispielsweise bei einer verpatzten Unternehmenspräsentation auch starke finanzielle Einbußen zur Folge haben. Wir zeigen Ihnen 12 Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten, wenn Sie mit Ihrer Präsentation Erfolg haben wollen.

Eine gelungene Präsentation folgt klaren Gesetzen. Viele einzelne Aspekte müssen berücksichtigt werden, um den besten Erfolg zu erzielen.  Das beginnt mit der richtigen Vorbereitung der Themen, geht weiter mit der richtigen Gestaltung der Folien und endet mit dem professionellen Präsentieren. Das alles kostet viel Zeit und sollte sich deshalb auch lohnen. Leider gibt es auf dem Weg zur perfekten Präsentation eine Menge Stolperfallen, die das Endresultat stark beeinträchtigen oder sogar völlig ruinieren können.

Ich möchte Ihnen nun zwölf der größten Todsünden vorstellen, die Sie unbedingt vermeiden sollten, wenn Ihre Präsentation ein Erfolg werden soll.  

Fehler Nummer 1: Sie haben die Technik nicht überprüft.   

Wenn Sie vor Ihr Publikum treten und zunächst mit der Technik kämpfen müssen, ist das der denkbar schlechteste Anfang für eine erfolgreiche Präsentation. Egal, ob Sie die Nummer fünf in einer Reihe von 10 Referenten sind, oder ob Sie allein auftreten, stellen Sie sicher, dass die Technik funktioniert. Ihre Präsentation muss für Ihr Publikum gut zu sehen sein und Sie müssen klar und deutlich zu hören sein. Wenn Sie Ihre Präsentation damit beginnen, den Schalter für das Licht zu suchen, die Präsentation auf Ihrem Rechner zu suchen und einen Soundcheck zu machen, ist das für Ihr Publikum eine Zumutung. Es wirft ein schlechtes Licht auf Sie und sorgt für Unmut bei den Leuten, die Sie doch mit Ihrer Präsentation gleich überzeugen wollen.
Um das zu verhindern, nutzen Sie eine Checkliste und testen Sie im Voraus die Technik. 

Fehler Nummer 2: Sie vermasseln den Einstig in Ihre Präsentation

Am Anfang jeder Präsentation steht die Begrüßung des Publikums und die Hinführung zum Thema der Präsentation. Wenn Sie das Publikum hier nicht richtig abholen und keine positive Erwartungshaltung erzeugen, verlieren Sie die Aufmerksamkeit der Anwesenden vermutlich schon in den ersten Minuten. Das geht schneller als Sie vielleicht denken. Ein unsicherer, unmotiviert oder übermotiviert erscheinender Referent zerstört in kurzer Zeit das spannendste Thema. Bereiten Sie sich deshalb sehr sorgfältig auf den Einstieg in Ihr Thema vor. Überlegen Sie sich, wie Sie bei Ihrer Einführung das Interesse auf die Präsentation wecken. Wie können Sie das Publikum neugierig machen?
Hier können Sie die Top 12 Einstiege in eine Präsentation finden, mit welchem auch Sie überzeugen. 

Fehler Nummer 3: Sie verfolgen mit Ihrer Präsentation keine klaren Ziele

Eine gute Präsentation zu erstellen nimmt viel Zeit in Anspruch. Umso erstaunlicher ist es, dass sich viele Referenten keine klaren Ziele für ihre Präsentation stellen. Was wollen Sie mit Ihrem Folien-Vortrag erreichen? Welche Botschaften, Informationen Empfehlungen wollen Sie mit Ihrer Präsentation vermitteln? Wenn die Ziele nicht klar sind, werden die Ergebnisse von eher zufälliger Natur sein.
Egal ob Ihre Ziele sind, den Kunden zu überzeugen, Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen oder die Zuschauer zu begeistern und in eine tolle Stimmung zu versetzen, Sie sollten darauf achten diese Ziele auch in Ihrer Präsentation klar darzustellen. Mehr zu dem Herausstellen der Kernbotschaften finden Sie hier.

Fehler Nummer 4: Sie lesen Ihre Präsentation ab

Auf den ersten Blick erscheint die Vorstellung verlockend, einen fertigen Text in der Hand zu haben, dem man nur ablesen muss. Ich kenne zum Glück keinen Referenten, der wirklich seine gesamte Präsentation abliest. Aber es gibt immer noch Redner, die zumindest Passagen nach wie vor von ihrem Bildschirm oder Manuskript ablesen. Sehr verbreitet ist immer noch die Unsitte den Text einer Folie nochmals laut vorzulesen. Ich nenne das auch gerne „betreutes lesen“. Es kostet natürlich mehr Zeit, aber Sie sollten sich so gut vorbereiten, dass Sie Ihre Präsentation komplett in freier Rede halten können. Sollten Sie sich bestimmte Worte oder Daten einfach nicht merken können oder wenn Sie Angst haben den Faden zu verlieren, dann nutzen Sie Moderatorenkarten als Gedächtnisstütze.     

Fehler Nummer 5: Sie nutzen kein Storytelling 

Die Menschen können noch so nüchtern und vernünftig erscheinen, aber einer guten Geschichte können sie sich einfach nicht entziehen. Das liegt an der Beschaffenheit unseres Gehirns. Wir können Informationen besser abspeichern, wenn sie mit Bildern und Emotionen verbunden sind. Eine gute Geschichte lässt in uns Bilder entstehen und erzeugt Gefühle. Wenn es Ihnen gelingt, Ihre wichtigen Informationen in eine gute Geschichte zu verpacken, wachsen Ihre Chancen beträchtlich, dass Ihr Publikum diese Informationen aufnimmt.
Wenn auch Sie lernen wollen, wie Sie Storytelling gekonnt einsetzen, dann besuchen Sie doch unser Seminar Best of Storytelling. 

Fehler Nummer 6: Sie verzichten auf Grafiken, Bilder, Animationen

Es gibt immer noch viele Präsentationen, die nur aus Text bestehen. Das wirkt nicht nur langweilig, sondern führ dazu, dass Ihr Auditorium irgendwann keine Lust mehr hat die Präsentation weiter zu verfolgen. Bilder oder Grafiken helfen Ihnen dabei, komplexe Informationen schneller und besser zu erfassen. 
Wie Sie Grafiken effektvoll und gezielt in Ihre Präsentation einbauen können, sehen Sie in unseren Beispielen

Fehler Nummer 7: Sie überfrachten die Folien mit zu vielen Inhalten

Das Publikum kann nicht gleichzeitig Ihren Ausführungen folgen und große Mengen an Informationen auf einer Präsentationsfolie erfassen. Die Folien sollen Ihren Vortrag unterstützen und nicht mit großen Mengen Extra-Informationen überfrachtet werden. Andernfalls werden die Zuschauer entscheiden müssen, ob sie Ihnen zuhören, oder ob sie sich auf das Lesen der Folien konzentrieren.
Lesen Sie hier, wie Sie Inhalte auf das wesentlich reduzieren. 

Fehler Nummer 8: Sie zeigen zu viele Folien

Der Begriff „Folienschlacht“ rührt von vielen Erfahrungen mit Präsentationen, wo ein Referent Dutzende von Folien zeigt. Niemand will so viele Folien sehen. Es ist anstrengend über einen Zeitraum von vielleicht 15 Minuten 50 oder 60 Folien erfassen zu müssen. Überlegen Sie genau welche Folien sie benötigen und versuchen Sie nur wirklich wichtige Informationen zu zeigen, die Ihren Vortrag unterstützen.

Fehler Nummer 9: Sie bleiben als Redner zu passiv

Es gibt Referenten, die sich während der ganzen Präsentation hinter einem Rednerpult verstecken oder sogar hinter einem Tisch Platz nehmen. Am liebsten währen sie wahrscheinlich ganz unsichtbar. Doch das Publikum will den Menschen wahrnehmen, der mit ihnen redet. Werden Sie also sichtbar und bleiben Sie nicht steif und angewurzelt hinter einem Rednerpult stehen. Nutzen Sie Sprache, Gestik und Mimik, um Ihren Aussagen mehr Überzeugungskraft zu geben.  
Mehr Informationen dazu, wie Sie Ihre Performance verbessern können, finden Sie hier

Fehler Nummer 10: Sie beziehen Ihr Publikum nicht ein

Es gibt Referenten, die sehr teilnahmslos ihre Präsentation „herunterrasseln“. Sie sprechen das Publikum nie direkt an. Doch nur durch direkte Ansprache entsteht eine Verbindung zwischen Redner und Zuschauer. Stellen Sie Fragen wie „wer von Ihnen hat das auch schon erlebt?“ oder machen Sie sich zum Verbündeten durch Formulierungen wie „ich möchte, dass Sie in Zukunft auf diese Situation vorbereitet sind“. Wenn Sie wollen, dass bei Ihrem Publikum der Funke überspringt, sollten Sie es auch konkret ansprechen. Erst wenn sich Ihre Zuschauer auch persönlich und emotional angesprochen fühlen, wird man Ihnen auch konzentriert zuhören. 
Wie Sie es dennoch schaffen, Ihr Publikum aktiv mit in die Präsentation einzubinden, lesen Sie in unseren 5 Tipps dazu.   

Fehler Nummer 11: Es gibt keine Handlungsaufforderung

Normalerweise dient eine Präsentation nicht einfach nur der Vermittlung von Informationen. In der Regel wollen Sie damit etwas erreichen. Der Unternehmer will seine Produkte verkaufen, der Politiker will Wähler gewinnen, Der Vorsitzende eines Vereins sucht neue Mitglieder. Deshalb gehört zu einer gelungenen Präsentation auch der „call to action“. Was soll Ihr Publikum in Zukunft wissen, denken, tun, wenn es aus Ihrem Vortrag kommt? Sagen Sie Ihrem Publikum also auch, was Sie gerne möchten. Geben Sie Handlungsaufforderungen.

Fehler Nummer 12: Der Zeitplan wird nicht eingehalten

Die Zeit zu überziehen kommt bei Ihrem Publikum nicht gut an. Entweder gibt es an dem Tag noch Anschlussveranstaltungen, die so verpasst werden, oder die Leute wollen die Heimreise antreten. Schnell kommt die Terminplanung Ihres Auditoriums durcheinander, wenn Sie sich nicht an die festgelegte Zeitvorgabe halten. Das ist besonders schade, wenn Sie zuvor mit Ihren Ausführungen überzeugt haben. Der letzte Eindruck, den Ihre Zuschauer von Ihrer Vorstellung haben, sollte positiv sein. Wenn Stress und Ärger die letzten Empfindungen Ihres Vortrages sind, bleibt ein schlechter Nachgeschmack übrig. Für Ihre Präsentations-Ziele ist es wichtig, dass Ihr Publikum mit einem guten Gefühl den Raum verlässt. 
Gehen Sie Ihren Vortrag vorher häufiger durch und schätzen Sie Ihre Zeit ein. 

Gibt es also die perfekte Präsentation?

Vermutlich nicht. Wir sind alle Menschen und machen Fehler. Kleine Fehler können Sie sogar sympathischer machen, wenn Sie souverän damit umgehen. Nur große Patzer sollten Sie unbedingt vermeiden, wenn Sie mit Ihrer Präsentation Erfolg haben wollen.  

Für weitere Tipps und Tricks zum Thema PowerPoint und Präsentationen können Sie sich hier zu unserem Newsletter anmelden. 


Referent und PowerPoint Trainer Matthias GartenDipl.-Wirtsch.-Informatiker Matthias Garten als der Experte für multimediales Präsentieren und professionelle PowerPoint-Präsentationen weiß um die Kunst der professionellen Foliengestaltung. Er ist Unternehmer, Speaker (TOP 100 Speaker), Trainer (TOP 100 Excellence Trainer), mehrfacher Buchautor, Präsentationscoach (Präsentationstraining), Mitglied der GSA und des Clubs 55, Organisator der Präsentationskonferenz, des Presentation-Bootcamps und Presentation Rocket Day. Neben PowerPoint- und Präsentationstrainings inspiriert und berät er Unternehmen, sich noch wirkungsvoller zu präsentieren und sich so von Mitbewerbern abzuheben. Er ist Geschäftsinhaber der Präsentations- und PowerPoint-Agentur smavicon Best Business Presentations und hat mit seinem Team seit 1993 über 10.000 professionelle PowerPoint-Präsentationen für über 150 Branchen erstellt.